Alles zusammenkratzen

Warum man Asylkritiker deutlich härter aburteilen muss, wofür wir mehr zahlen sollen, und wann der tumbe Michel ausgedient hat / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

22.08.15

Ist das noch Nervosität oder schleicht sich schon ein dünner Hauch von Panik ein in die Herzen unserer Politiker und ihrer Trommler bei den Staats- und Konzernmedien? Die Gangart in der Aburteilung von Staatsbürgern, denen angesichts der uferlosen Zuwanderung der Kragen platzt, wird deutlich härter. Das zeugt von Angst.
Frau Maischberger lädt die AfD-Chefin Petry von ihrer Talk­show wieder aus, in TV-Kommentaren donnern Verwünschungen sondergleichen auf unbotmäßige GEZ-Beitragszahler nieder, die mit der „Flüchtlingspolitik“ unzufrieden sind. Die „Huffington Post“ stellt gar eine Art Pranger ins Netz mit Bildern von ganz gewöhnlichen Bürgern, die das Internet-Organ wörtlich als „Hassfratzen“ und „Idioten“ tituliert.
Man habe nämlich viel zu lange stillgehalten beim Kampf gegen die „rechten Parolen“. Ach ja? Ist uns gar nicht aufgefallen. Aber sei’s drum. Die „Huffington Post“ will sich jedenfalls „mit der kranken Gedankenwelt“ jener Leute auseinandersetzen, denen es gar nicht so sehr um Flüchtlinge gehe, sondern um die „Beschissenheit ihres eigenen Lebens“. „Beschissenheit“ – haben die wirklich so geschrieben.
Es folgt eine Auswahl der „schlimmsten dieser Kommentare“, die man aus den Netzbeiträgen des „Mobs“ zusammengetragen habe. Darunter sind neben tatsächlich widerlichen Ausfällen auch solche wie diese hier: „Die gehen mit dem Steuergeld um, als ob die Knete ihnen gehört“ ereifert sich ein Schreiber über Asylbewerber, ein anderer meint: „Neukölln ist überall. Macht die Tore zu. Sofort.“ Daneben dann wieder Kommentare wie „Drecksgesindel“ und ähnlicher Schund.
Gezielt werden also Ärger, Warnungen und politische Forderung vermengt mit hetzerischen Tiraden – das ist geschickt, denn so rührt man jedwede Kritik im Dreck unter und „kontaminiert“ sie gewissermaßen. Am Ende traut sich dann keiner mehr, den Mund aufzumachen, weil es dann hieße, er begebe sich „in die Gesellschaft der Hetzer“, was in der Kurzform nichts anderes bedeutet, als: Er ist selber einer. Sprich: Wer statt zu hetzen nur seine (falsche) Meinung kundtut, der ist genauso ein Nazi wie die Pöbler.
Weidlich erprobt wurde die Masche schon zur Jahreswende bei Pegida. Dass neuerdings der Druck noch einmal erhöht wird, hat einen naheliegenden Grund. Statt der Anfang des Jahres vorhergesagten 300000 Asylbewerber, die dieses Jahr erwartet werden, schätzt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge deren Zahl nun auf 750000. Fast viermal so viele wie 2014 – wenn es denn hinkommt.
Vor diesem Hintergrund muss Kritikern gegenüber äußerste Härte gezeigt werden, da darf es kein Pardon geben. Sonst entsteht noch eine offene Debatte, an deren Schluss gar jemand fragen könnte, wer uns diesen Salat eigentlich eingebrockt hat. Das wäre „nicht hilfreich“.
Wie es wohl nächstes Jahr weitergeht, wenn sich die Zahl noch einmal vervierfacht? Es stehen ja noch die zahlreichen Familienzusammenführungen aus, die sich der Anerkennung als Asylant anschließen. Dabei geht den Ländern und Kommunen bereits heute die Puste aus.
Derzeit fällt eine Hürde nach der anderen. Vor Kurzem noch wurde ein Kämmerer rundgemacht, weil er die Erhöhung der Grundsteuer mit den Kosten für Asylbewerber begründet hat, wir berichteten darüber. Diesen Zusammenhang herzustellen, wecke „Emotionen“, weil die Deutschen den „falschen Eindruck“ davontragen könnten, ihnen würde zugunsten der Zuwanderer etwas weggenommen.
Na und? Ist mir doch schnurz, sagt sich Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold von den Grünen und fordert nun ganz offen, für die Betreuung der Einwanderer Steuern anzuheben. „Ich denke da an die Erbschaft­steuer oder Transaktionsteuer“, denn „bei den Großen ist noch viel Potenzial“. Und bei den „Kleinen“ erst: „Ich bin dagegen, den Solidaritätszuschlag zu streichen“, fügt Heinold gleich hinzu. Das mit 27 Milliarden Euro hochverschuldete Schleswig-Holstein habe, so Heinold, „alles zusammengekratzt“ und ist mit seinen Penunzen am Ende.
Doch Deutschland bleibt trotzdem ein reiches Land, in das die Menschen aus den armen Ländern völlig zu Recht strömen, um mit uns unser Geld zu teilen. Afrika ist besonders arm, weshalb von dort auch fast ausschließlich „Wirtschaftsflüchtlinge“ kommen statt echter Schutzsuchender.
In das Bild vom armen Afrika passt die folgende Meldung allerdings schlecht: Auf dem schwarzen Kontinent hat sich die Zahl der Millionäre (gemessen in US-Dollar) von 2000 bis 2014 doppelt so schnell vermehrt wie im Weltdurchschnitt. Hat die Schar der Reichen global „nur“ um 73 Prozent zugelegt, so stieg ihre Zahl in Afrika um atemberaubende 145 Prozent.
Ob die wohl auch alle kräftig Erbschaft- und Transaktionsteuer zahlen? Und den Soli? Wohl eher nicht. Dafür aber helfen sie mit ihrem vielen Geld wenigstens den armen Flüchtlingen aus bedrängten afrikanischen Bruderstaaten, oder?
Na ja, Kenia, das 2014 mit 8000 Millionären 124 Prozent mehr solcherlei reiche Leute verbuchte als im Jahr 2000, hat Anfang des Jahres 350000 Flüchtlinge aus benachbarten Bürgerkriegsgebieten kurzerhand hinausgeworfen.
Insgesamt verfügen Afrikas Millionäre über ein Vermögen von 660 Milliarden US-Dollar, während Straßen, Schulen und Krankenhäuser in ihrer Heimat von Entwicklungshilfe finanziert werden und deutsche Politiker „alles zusammenkratzen“, um bedürftige Afrikaner „mit dem Nötigsten“ zu versorgen, weil wir, so Ministerin Heinold, „eine humanitäre Verantwortung“ haben.
Gut, gut, genug gehetzt! Da gibt es ja auch noch die Flüchtlinge aus Syrien. Wer, bitte schön, soll sich denn um die kümmern, wenn nicht wir? Nun, über deren Schutz und Verköstigung könnten wir ja mal mit den stinkreichen arabischen Brüdern am Persischen Golf reden, gell?
Ach, da haben wir’s wieder: Die Welt ist schlecht, alles Halunken. Zum Glück haben wir wenigstens Europa, da herrscht Solidarität, da greift man sich gegenseitig unter die Arme, wenn’s kneift. So will die EU auf die Schnelle stolze 2,4 Milliarden Euro lockermachen, um besonders belasteten Mitgliedstaaten bei der Grenzsicherung und der Flüchtlingsbetreuung beizustehen.
Gut, den Großteil zahlen wie immer die Deutschen. Dafür bekommen wir aber bestimmt auch den Löwenanteil der Hilfen, schließlich haben wir bei weitem die meisten Asylbewerber im Lande. Richtig? Falsch. Deutschland kriegt keinen lumpigen Cent. Hauptnutznießer sollen Italien, Spanien und Griechenland sein, was wegen der Mittelmeergrenze vielleicht noch einzusehen ist.
Nun aber kommt’s: Auch Großbritannien und Frankreich sollen von dem Brüsseler Segen profitieren, damit sich England, das ohnehin so gut wie niemanden hereinlässt, am Eurotunnel noch besser abschotten kann.
Nur zur Erinnerung: London und Paris waren es, die mit kräftiger Unterstützung Washingtons den libyschen Staat zu Staub zerbombt haben. Deutschland hatte sich bei der Aktion enthalten, wofür man Berlin nicht scharf genug tadeln konnte, auch in etlichen deutschen Medien.
Mit der Aktion haben unsere weisen Freunde erst das Tor aufgestoßen, durch welches nun die Masse der Zuwanderer aus dem armen Afrika gen Europa, vor allem gen Deutschland, strebt. Damit England von den Folgen dieser seiner zynischen Politik möglichst völlig verschont bleibt und Frankreich wenigstens die Kosten abwälzen kann, werden die Deutschen nun also zusätzlich zur Kasse gebeten.
Kein Zweifel: Da gilt es wirklich, solange „alles zusammenzukratzen“, bis beim tumben Michel nichts mehr zu holen ist. Danach können sie ihn ja wegwerfen und das „Europäische Projekt“ feierlich begraben.


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Kommentare

Heike Thomsen:
28.08.2015, 06:45 Uhr

Ich habe nur eine winzige Anmerkung. Alles Gesagte ist auch meine Meinung! Wir sollten immer und überall daran denken, dass die sogenannten "Nazis", die sich pöbelnd unters Volk mischen und Randale machen, wahrscheinlich immer V-Leute sind!


Hans-Joachim Nehring:
24.08.2015, 10:15 Uhr

Die gesamte europäische Politik konzentriert sich doch darauf, den tumben deutschen Michel politisch und wirtschaftlich fertig zu machen. Wer trägt die höchsten Kosten an der Finanzierung der EU? Wer bürgt mit Milliarden Euro für die Rettung eines insolventen Griechenland? Wer nimmt die höchste Zahl von Flüchtlingen in Europa auf? Ist es nicht das Land, wo die Antifa blökt: "Deutschland verrecke". Dieses Land ist noch einer der wenigen wirtschaftlichen Stabilitätsfaktoren in Europa. Es wird daran gearbeitet, dieses zu ändern. Dann kann auch Brüssel dicht machen und das britische Empire darf fast wieder als führende Kolonialmacht seine Interessen ausleben. Das Projekt Europa knirscht in allen Fugen und das goldene Kalb Euro verliert seine Existenzberechtigung.


Hans-Joachim Nehring:
22.08.2015, 09:32 Uhr

Was uns Lügenpresse und Politik vermitteln, ist leider wenig hilfreich. Die Eurobonzen in Brüssel und ihre Vasallen im deutschen Bundestag pressen das deutsche Volk finanziell nicht nur wie eine Zitrone aus, sie überfluten unser Land mit Wirtschaftsflüchtlingen, welche die Sozialsysteme ruinieren und die Kommunen verarmen lassen. Gegen die Verursacher dieser Missstände muss sich das Volk richten, dass wäre dann mal echt hilfreich.


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