Die liederliche Klasse

Drogen, Volksverachtung, Machtmissbrauch – wie die politische »Elite« das Land ruiniert

18.03.16
Angela Merkel und die Fahne: In den Händen hält sie Schwarz-Rot-Gold nicht gerne Bild: Reuters

Wie stehen unsere Politiker zu ihrem Volk? Immer stärker wächst der bestürzende Eindruck, von einer Klasse regiert zu werden, der das Wohlergehen ihrer Landsleute herzlich egal ist – eine Bestandsaufnahme.


Möglicherweise lässt sich das Volk mit einer Prise Crystal Meth leichter ertragen. Die synthetische Droge aus Metamphetamin soll euphorisierend wirken. Volker Beck wird einen kräftigen Schuss kristallinen Frohsinns sicherlich bitter nötig gehabt haben, als ihn die Polizei beim Besuch seines Dealers am 1. März gegen 23 Uhr hochnahm. Schließlich gibt es kaum eine deutsche Untugend, einen deutschen Frevel, deren Bekämpfung sich der grüne Bundestagsabgeordnete nicht seit Jahren intensiv widmet. In zahllosen Arbeitsgruppen, Stiftungen und Aktionen bekämpft er, was die dumpf-dumme Seele seiner Landsleute so umtreibt: NS-Verbrechen, Schwulenhass, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.
Es gehört wenig Spekulation dazu, sich sein innerliches Grinsen vorzustellen, als er vom übermütigen Vorstoß der Nachwuchs-Parteifreunde von der „Grünen Jugend“ am Tag der Deutschen Einheit hörte. In Anspielung auf das Ende der DDR empfahlen sie, dass sich Deutschland nun auch in toto auflösen solle.
Angesichts von Millionen Zuwanderern haben viele Menschen im Land das bestürzende Gefühl, dass genau dieses tatsächlich passiert. Gleichzeitig stellt sich der Eindruck ein, von einer Politikerkaste regiert zu werden, der eben dies herzlich egal ist. Schlimmer noch: Die sogar Freude dabei empfindet. Die Volksverdrossenheit scheint sich letzt­endlich durch alle etablierten Parteien zu ziehen. Unvergessen ist jene Szene auf der CDU-Party zur Bundestagswahl von 2013, als Angela Merkel von Hermann Gröhe, damals Generalsekretär der Partei, eine Deutschlandfahne in die Hand gedrückt bekommt. Die Kanzlerin, sonst in der Öffentlichkeit mit eher sparsamer Mimik unterwegs, zeigte eine Miene tiefsten Abscheus. So schauen Menschen, die gerade entdecken, dass ihnen etwas ziemlich schmutziges und übel riechendes zwischen den Fingern klebt. Mit dem Spruch „Ich will Deutschland dienen“ ist Merkel 2005 als Kanzlerkandidatin angetreten. Angesichts dieser Szene wirkt der Satz so ehrlich wie ein gefälschter 100-Euroschein.
Wer das Volk nicht achtet, wird ihm auch nur nachlässig dienen. Muss eine Ministerin ihre Zeit im Amt wirklich zum Kinderkriegen nutzen? Das Glück der Mutterschaft sei jeder Frau gegönnt, aber selbst der ansonsten bis zur Selbstaufgabe politisch korrekte „Spiegel“ berichtet über massive Probleme im Familienministerium, seit Amtsvorsteherin Manuela Schwesig schwangerschaftsbedingt Kind und Kegel vorzieht statt Kugelschreiber und Konferenzen. Ministerkollege Heiko Maas (50), Vater zweier Kinder aus einer gescheiterten Ehe, gefällt sich darin, der „Bild“ seine prominente Freundin, die Schauspielerin Natalia Wörner, vorzuführen. In Erinnerung geblieben sind auch die Auslassungen von Finanzmanager Jörg Asmussen. Als er 2014 von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main als beamteter Staatsekretär ins Ministerium für Arbeit und Soziales zu Andrea Nahles wechselte, tat er dies mit der Begründung, dann mehr Zeit für seine Kinder zu haben. Auch dies mag ein verständliches Anliegen sein – allerdings nicht für einen Spitzenbeamten in verantwortungsvoller Position mit einer monatlichen Besoldung von 12360 Euro. Andere wiederum wandern mitsamt ihrem Insiderwissen aus hohen politischen Ämtern in die Privatwirtschaft ab. Lukrative Vorteile winken den flinken Jobwechslern, während alle Nachteile beim Staatsvolk verbleiben. So entsteht das Bild einer liederlichen Klasse, der Wertvorstellungen wie Pflicht und Verantwortung ähnlich fremd sind wie das Volk, das sie regieren sollen.
Sicher, wer derlei vorbringt, verbreitet schnell Lehrerzimmer-Mief und kernseifiges Gouvernanten-Aroma. Aber in diesem Fall geht es um höchste Ämter und die Verantwortung für das Schicksal eines ganzen Landes. Der ARD-Journalist Sven Ingolf Kuntze vergleicht in seinem vielbeachteten Buch „Die schamlose Generation“ die jetzigen Verantwortungsträger – allesamt im nahezu unbegrenzten Wohlstand des Nachkriegsdeutschlands aufgewachsen – mit jenem Francesco Schettino, der die „Costa Concordia“ versenkte. Um eine junge Dame zu beeindrucken, steuerte der unglückselige Kapitän das Kreuzfahrtschiff viel zu nah an der Küste entlang und setzte es schließlich auf Grund. Als ihm das nachfolgende Chaos an Bord zu viel wurde, ging er an Land und beobachtete das Geschehen aus sicherer Distanz. 32 Menschen verloren ihr Leben. Daraufhin zur Rede gestellt, wies er in ehrlicher Empörung jede Verantwortung für das Desaster von sich.
Das klingt erschreckend nach dem typischen Politikerverhalten in Krisensituationen.     
    Frank Horns


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Kommentare

Francesco Salatino:
19.03.2016, 18:12 Uhr

Wenn der Vergleich "mit jenem Francesco Schettino, der die „Costa Concordia“ versenkte...dem unglückseligen Kapitän, der das Kreuzfahrtschiff viel zu nah an der Küste entlang steuerte und es schließlich auf Grund setzte und als ihm das nachfolgende Chaos an Bord zu viel wurde, an Land ging und das Geschehen aus sicherer Distanz beobachetete" bedeutet, dass jene Merkel, nach getaner Arbeit, sich absetzt, das Schiff Deutschland verlässt und die deutsche Bevölkerung mit der afroislamische Invasion allein fertig werden muss, dann Gute Nacht Deutschland!


Andreas Müller:
18.03.2016, 16:38 Uhr

Roland Koch schwante wohl,
was er für Pest und Cholera der verhinderten und feigen Kohl-Putschistenbande im Schlepptau gehabt hätte
und hat sein finanzielles Seelenheil vorzeitig in der privilegierten Privatwirtschaft gesucht.
Eine gute Entscheidung!
Da... wir uns dem finanziellen, amoralischen und dekadenten Zuständen eines König Ludwig XVI angeglichen und ihmo längst hinter uns gelassen haben.
Was zwingend passieren wird mit dieser spätrömischen-bundesrepublikanischen Merkel- Dekadenz dürften jeden Normalo sonnenklar sein.


Herr Behrlich:
18.03.2016, 04:42 Uhr

Liederlich? Schamlos? Ja. Aber die Selbstsucht und die eingebildete Bedeutsamkeit sind die gefährlicheren Charachterzüge der Nachkriegsgenerationen. Eine Entwicklung die (trotz aller Widersprüchlichkeit im Namen) vom Geiste der sozialistischen Evolution, die aber eben eine Devolution ist, herrührt.

Der Geist des Sozialismus ist wie ein Virus welches jedes Volk zu infizieren sucht; und weil, wie bei einer Grippe, die meisten überleben, so hat diese Krankheit dennoch die Fähigkeit seine Opfer zu töten.

Hier hilft nur die ungehemmte Auflösung des Staates und die Herrschaft des Volkes, aller deutschen Völker, über sich selbst - Sachsen, Bayern, Schwaben, Friesen... alle in ihrer besonderen Eigenart und ihrer Volkstümlichkeit - welches ihr jeweiliges Geburtsrecht ist.


"Irgendwo giebt es noch Völker und Heerden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da giebt es Staaten.?
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt thut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: 'Ich, der Staat, bin das Volk.'
Lüge ist's! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben. [...]" (F. N. -Also sprach Zarathustra /Vom neuen Götzen)

So lest euren Nietzsche, liebe volksdeutschen Brüder und Schwestern!


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