Die Uhr tickt
US-Regierung stimmt das Land auf einen Militärschlag gegen den Iran ein
Militärisch eingekreist und politisch isoliert, hat der Iran kaum eine Chance, als Sieger aus dem Konflikt um sein Atomprogramm hervorzugehen. Trotz aller Bekundungen, die Angelegenheit friedlich lösen zu wollen, bereitet Washington die Welt auf eine militärische Auseinandersetzung vor. Teil des Szenarios könnte ein gemeinsamer israelisch-amerikanischer Luftangriff sein.
Israel werde den Iran „in zwei oder vier Monaten“ angreifen, erklärte US-Verteidigungsminister Leon Panetta Anfang des Monats. Nun ziehen seine eigenen Sicherheitsexperten die Angriffsfähigkeit seines Verbündeten plötzlich öffentlich in Zweifel. Das Abwägen der eigenen Möglichkeiten ist Bestandteil einer jeden militärischen Planung. Es stellt sich jedoch die Frage, warum das US-Militär so laut über die vermeintliche militärische Schwäche Israels spricht. Sicherheitskreise vermuten eine gezielte Kampagne der Regierung, um die US-Bevölkerung auf eine Beteiligung an einer Militäraktion gegen den Iran einzustimmen. Kommt es zu einem militärischen Schlagabtauch, wäre die Begründung für einen Kriegseintritt der USA an der Seite Israels die, dass man den nicht ausreichend starken Verbündeten in seinem Kampf gegen das aggressive Mullah-Regime nicht allein lassen dürfe.
Unterdessen verstärken die USA weiter ihre Militärpräsenz in der Region. Rätselhaft erscheint in diesem Zusammenhang die für März angekündigte Entsendung des Flugzeugträgers „USS Enterprise“ in den Persischen Golf. Laut Pentagon soll die Fahrt des längsten Kriegsschiffes der Welt durch die Straße von Hormus „eine direkte Botschaft an Teheran“ sein. Der 51 Jahre alte Träger gilt jedoch als veraltet und soll nach diesem Einsatz außer Dienst gestellt und verschrottet werden. Militärexperten haben eine Erklärung dafür, warum die US-Marine ausgerechnet dieses antiquierte Militärgerät mit der Mission betraut: Sie halten es für nicht ausgeschlossen, dass die „USS Enterprise“ für eine provozierte oder gar fingierte Attacke auf die US-Marine herhalten soll. Hierzu verweisen sie auf zwei historische Beispiele: die Explosion des Schlachtschiffes „Maine“ im Hafen von Havanna im Jahre 1898 und den angeblichen Angriff nordvietnamesischer Schnellboote auf ein US-Kriegsschiff im Golf von Tonkin 1964. Beide Vorfälle dienten den USA seinerzeit als Vorwand für einen Krieg.
Eine ähnliche Rolle könnte heute der „USS Enterprise“ zufallen. Obwohl sich die iranischen Seestreitkräfte nicht einmal ansatzweise mit ihr messen können, warnt die US-Marine vor einem iranischen Angriff und bereitet die Welt so psychologisch auf einen Krieg vor. In einer solchen Lage reicht eine „verirrte“ Rakete, ein Torpedo „aus dem Nichts“ oder eine mysteriöse Explosion an Bord als Vorwand zum Losschlagen. In jedem Fall wäre der Verlust des schwimmenden Oldtimers einer, der die US-Marine kaum schwächen würde. Mit den beiden anderen Flugzeugträgern, die sich in der Golfregion befinden, wäre sie immer noch stark genug, einen massiven Vergeltungsschlag zu führen. Jan Heitmann
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Ich kann mir bis itzo einfach nicht vorstellen, daß der Iran in Bälde angegriffen werden soll. Das wäre einfach zu verrückt.
Sollten Israel und die VSA das wirklich durchziehen, wird der Haß gegenüber dem Westen in arabischen Ländern noch weiter wachsen. Und gerade jene Landen, die sich bis heute bitter zanken (Iran gegen Saudi-Arabien z.B.), werden morgen gegen Juden und Christen zusammenstehen.
Unheil braut sich zusammen - vielleicht schafft es die BRD wenigstens dieses Mal, sich der Stimme zu enthalten!