Die Unbelehrbaren

»Jamaika« würde die Kluft im deutschen Volk noch weiter vertiefen

04.10.17
Eingemauerte „Elite“: FDP-Chef Christian Lindner (l.) mit Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir Bild: pa

Schwarz-Gelb-Grün mutet an wie ein Pakt des „reichen Deutschland“ gegen diejenigen, welche die Zeche zahlen sollen.

Dass hinter den Kulissen allem Anschein nach bereits um Ministerposten in einer schwarz-gelb-grünen Koalition geschachert wird, offenbart das ganze Elend einer völlig fehlgeschlagenen Aufbereitung des Wahlergebnisses. Die Dimension des Geschehenen und die Botschaft, welche Millionen Wähler am 24. September ausgesendet haben, werden nahezu völlig ausgeblendet.
„Jamaika“ würde die schmerzhaften Risse im Volk weiter vertiefen. Es ist ein Bündnis oben gegen unten und alte gegen neue Bundesländer. In jener Konstellation fände sich endgültig zusammen, was als schwarz-grüne Annäherung unter der Bezeichnung „Pizza-Connection“ bereits in den 90er Jahren die Fühler zueinander ausstreckte und nun durch die Liberalen komplettiert würde.
Die CDU müsste mittlerweile eigentlich bemerkt haben, wohin das führt: Mit ihrem scheinbaren Selbsterneuerungsplan zur „modernen Großstadtpartei“, die sich am linksgrünen Lebensgefühl orientiert, rauschte sie ausgerechnet in den großen Metropolen in den Keller. Wie etwa in Hamburg, wo sie im Februar 2015 auf 15,9 Prozent stürzte.
Aber ein Nachdenken setzte nicht ein. Stattdessen steuerte CDU-Chefin Merkel im selben Jahr Deutschland in die Asylkrise, entschied selbstherrlich, dass das Land ethnisch-kulturell rabiat verändert werde wie noch nie so gründlich in so kurzer Zeit. Die Deutschen wurden nicht gefragt. Diejenigen, welche die Wucht der Veränderung am härtesten treffen wird, die unteren und mittleren Schichten nämlich, fühlten sich überrollt. Überrollt von den wohlhabenden, vor allem westdeutschen Großstadtkultur-„Eliten“ − vom tatsächlich „reichen Deutschland“. Beiseite geschoben von der Kanzlerin und jenen, die ihren Kurs unterstützen und die in Politik, Medien, Wirtschaft, Kirchen, Verbänden sowie fast überall sonst den Ton angeben.
Die Überrollten fürchten, dass sie die Zeche zahlen werden für diese Politik, ob über einen knapper werdenden Sozialstaat, neue Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, höhere Kriminalität oder auch „nur“ über ein dramatisch verändertes Wohnumfeld, ja, über die Veränderung ihres ganzen Landes, ohne dass sie je ihre Meinung dazu wirksam äußern konnten.
Der Erfolg der AfD war die explosionsartige Äußerung ihres grassierenden Unmuts. Doch niemand hört den aufgebrachten Menschen zu. Stattdessen scheinen sich jene „globalistisch“ orientierten „Eliten“ nur noch inniger einzumauern und sich zu ihrem Traumbündnis zusammenzuschmieden.
Dies wird die Entfremdung von einem wachsenden Teil des Volkes abermals beschleunigen. Eines Teils, der weit mehr Bürger umfasst, als es das Wahlergebnis der AfD offenlegt. Viele bisherige Wähler der Altparteien sind ebenfalls auf dem Sprung.      Hans Heckel


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Jürgen Umfahr:
4.10.2017, 20:33 Uhr

Keine Bange, das System arbeitet geschäftig an seinem Machterhalt:

Die eingebauten Spaltmarionetten in der AfD haben nun den Befehl bekommen, diese erstarkende Volks- und Heimatpartei von innen heraus zu pulverisieren, indem sie sich wieder einmal von "Rechten", angeblich "Radikalen" usw. in den eigenen Reihen abgrenzen und diese gleich mal fest diffamieren. Eine abscheuliche Außenwirkung ergibt das!
So dumm kann man ja gar nicht sein, zu glauben, sich damit dem völkerverachtenden System erfolgreich anbiedern zu können!

Die AfD wurde nicht durch Weichspülgefasel stark, sondern durch notwendige und deutliche Klarstellungen, nach denen sich das Volk sehnt. Diese haben bisherige Nichtwähler, die schon innerlich emigriert waren, wieder zur Wahlurne gezogen.

Hoffentlich gelingt es dem gesunden Teil der AfD, diese unverzichtbare Partei zusammenzuhalten, während die Systemparteien ihre Unfähigkeit zum Regieren des Landes der Deutschen nicht mehr länger verbergen können! Dann mache ich mir Hoffnung auf ein Überleben der Völker Europas.


Rolf Günther:
4.10.2017, 16:04 Uhr

Ich glaube nicht, dass die Damen und Herren überhaupt vor hatten, etwas verstehen zu wollen. Es geht nur darum , mit Biegen und Brechen Deutschland als Zentralstaatsgebilde in der EU zu destabilieren und auszunehmen. Wenn die BRD nicht mehr stark ist, kann dann die Supersozialisten EU das Zepter übernehmen.


Hans-Joachim Nehring:
4.10.2017, 10:22 Uhr

Das linksgrüne Lebensgefühl, welches von Kanzlerin Merkel dienernd hofiert wird, hat in der Tat zu einer Entfremdung der Bevölkerung geführt. Wer in den Gebieten in den Dörfern und Kleinstädten nur knapp westlich der Oder lebt, wurde schlicht und einfach abgehängt und still und leise zum Lumpenproletariat Deutschlands erklärt. Die Politbonzen haben gar nichts begriffen, weil sie nur ihre eigenen Befindlichkeiten sehen. Gebt uns endlich unser Land zurück.


Christian R.:
4.10.2017, 10:22 Uhr

Die Theorie mag stimmen, nur was ist die Alternative hier ? Zum einen ist ja eine Regierungskoalition CDU+AfD nicht nur derzeit unmöglich, sie wäre auch schlecht für die AfD, denn diese muss erstmal noch wachsen und das kann sie nur in der Opposition im Moment. Ansonsten stirbt sie ab im Würgegriff von Merkel's tödlicher Umarmung.

Grosse Koalition ? das wäre dasselbe wie eh und je. LANGWEILIG.

Die Grünen, so unsagbar naiv und verbohrt sie in Sachen Einwanderungs/Flüchtlingspolitik sie auch sind, könnten in einer Jamaika-Koalition wenigstens den Umweltschutzaspekt hochhalten, der ja im Kern auch ein konservatives Anliegen ist. Wie sonst erklärt sich das hohe Abschneiden der Grünen im ansonsten konservativen Baden-Württemberg ?

Soll die Jamaika-Koaltion doch ruhig die Entfremdung beschleunigen ! Ein bischen mehr AfD D und schon wird sie stärkste Kraft !


Marcus Junge:
4.10.2017, 09:19 Uhr

Wenn sie "unbelehrbare" Hexenjäger suchen, dann einfach die Anti-AfD / Anti-Deutschen Rede von Franken-Steinmeier gestern anhören.

Die Politik befielt, was Heimat zu sein hat und der Depp im Land hat das Maul zu halten, auch wenn er nicht will, was die Politverbrecher tun, wer nicht stillhält = Nazi.


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.