Dramatischer Leistungsabfall

Ab sofort müssen Deutschlands Schulen mit hunderttausenden Kindern von Asylbewerbern zurechtkommen

13.10.16
Die Vielfalt annehmen? Erstklässler einer Grundschule in Nürnberg Bild: Timm Schamberger/dapd

Schwere Mängel bescheinigen Experten dem deutschen Bildungssystem. Jetzt gilt es noch dazu 300.000 Kinder von Asylbewerbern in den Schulen zu integrieren. Für eine vorwiegend links-grüne Lehrerschaft kein Problem, für Deutschlands  Kinder und ihre Zukunftsaussichten dagegen schon.
 
Einfach kindisch diese Eltern! Die Hauptschullehrerin und Pädagogen-Funktionärin Simone Fleischmann (46) rollte die blauen Augen hinter den streichholzschachtelgroßen Brillengläsern. Die Präsidentin des „Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes“ (BLLV) sitzt in der TV-Sendung „Jetzt red i“, einem Talk-Format des bayerischen Rundfunks. Anlässlich der diesjährigen Einschulung der Erstklässler hat man sich des Themas „Hauptfach Integration – Bayerns Schulen und die Flüchtlinge“ angenommen. Der aufsehenerregende Anlass: Neben 111.000 ABC-Schützen vorwiegend deutscher Herkunft strömen im Schuljahr 2016/2017 allein im südlichsten Bundesland 58.000 Kinder aus Asylbewerberfamilien neu in die Klassen. Deutschlandweit sind es nach Schätzungen der Kultusministerkonferenz 325.000. Dem stehen rund 700.000 deutsche Schulanfänger gegenüber.
Der „Jetzt red I“-Moderator hat Simone Fleischmann gerade gefragt, was denn von hiesigen Eltern zu halten sei, die sich Sorgen um die Lernerfolge ihrer Kinder machen, wenn ein großer Teil der Klassenkameraden kein Deutsch spreche. Die Befürchtungen sind durchaus begründet. So warnte Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Philologenverband schon im letzten Jahr, dass ein Anteil von 30 Prozent an Nicht-Muttersprachlern in einer Klasse das Lernniveau heruntersetzen würde. Ab 50 Prozent sei der Leistungsabfall dann dramatisch.
Meidinger gehört allerdings zu den Pädagogen, die sich auch in Zeiten einer schrankenlosen Willkommenskultur ihren Realitätssinn bewahrt haben. Lehrer-Kollegin Simone Fleischmann hat ihn anscheinend durch missionarischen Eifer ersetzt. Nach kurzem augenrollenden Innehalten folgt ihre Antwort auf die Moderatoren-Frage: „Die Vielfalt macht es doch. Wir, Lehrerinnen und Lehrer, wollen diese Vielfalt annehmen, auch wenn wir im Bereich des Lehrernotstandes sind.“
Ob sich wohl eine Mutter oder ein Vater nach dieser Antwort weniger Sorgen machen? Egal! „Die Lehrer haben wieder Spaß“, jubelt das Wochenmagazin „Zeit“ in einem aktuellen Artikel über „Flüchtlinge im Schulalltag“. Den Umständen entsprechend laufe es überraschend gut. Besondere Situationen würden eben besondere Kräfte freisetzen. Außerdem treffen die Lehrer jetzt endlich auf Schüler, die sich jeden Tag auf die Schule freuen.
Kein Zweifel, die vorwiegend links-grün orientierte Lehrerschaft operiert im Flüchtlingsmodus. Dass Said und Djamila das deutsche Alphabet lernen, scheint tausendmal wichtiger, als dass Lukas und Ann-Kristin irgendwann einmal Bruchrechnen und Englisch beherrschen. Unterschlagen wird im „Zeit“-Artikel allerdings die Frage, wie es denn eigentlich sein kann, dass die Pädagogen ihren bisherigen jugendlichen Anvertrauten die Freude am Lernen so gründlich verdorben haben. Angebracht wäre auch die Überlegung, ob die „besonderen Kräfte“ der Lehrer nicht schon längst vonnöten gewesen wären. Eine Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema „Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit“ förderte gerade erschreckende Bildungsdefizite zutage: „Trotz gestiegener guter Schulabschlüsse steigt die Anzahl der jungen Menschen, die gleich zu Beginn einer Berufsqualifikation in Unternehmen oder Hörsälen mit fehlenden Grundlagenkompetenzen zu kämpfen haben“, schreiben die Bildungsexperten in dem 76 Seiten starken Schriftstück. Aufgezählt werden bestürzende Fakten: Jeder dritte Betrieb, der zur Industrie- und Handelskammer gehört, erteilt mittlerweile „nachholenden Schulunterricht“. Ebenso tun es viele Hochschulen. Trotzdem scheitern immer mehr Lehrlinge und Studenten. Besonders hoch ist die Abbrecherquote an den Universitäten in Mathematik und den Naturwissenschaften. Dort schmeißen fast 33 Prozent ihr Studium. Bei den Lehrlingen in den Betrieben sind es 25 Prozent. Vor wenigen Jahren lag der Abbrecheranteil noch bei 21,5 Prozent. Berit Heinz, Schulexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, weist darauf hin, dass es vielen Schulabgängern nicht nur an den nötigen Grundlagen im Rechnen und Schreiben fehle, sondern auch an Sozialkompetenzen. Fehlende Leistungsbereitschaft, Disziplin und mangelnde Belastbarkeit hat sie ausgemacht.
Da gibt es also wirklich viel zu tun bei Lukas, Ann-Kristin und ihren Klassenkameraden. Viele Lehrer scheinen in dieser Hinsicht allerdings mehr auf die richtige Gesinnung der jungen Menschen in ihrem Einflussbereich zu setzen. Interseiten wie „Lehrer-Online“, dem, laut Eigenwerbung, größten redaktionell betreuten Service- und Informationsportal rund um den Unterricht mit digitalen Medien, zeigen, wie unkritisch und einseitig links-grüne Glaubenssätze vermittelt werden. Zu „Willkommenkultur“, „rechts-populistischen“ Parteien und der Energiepolitik darf es keine zwei Meinungen geben. Zur Demokratie anscheinend schon: Es waren  Gymnasiasten aus Bremerhaven zwischen 16 und 18 Jahren, die als ehrenamtliche Helfer bei der Wahl zur Bremer Bürgerschaft so viele Stimmen manipulierten, dass der AfD zunächst ein Sitz verloren ging, bis der Schwindel  schließlich aufflog.
Linksextreme Analphabeten – wird dieser Menschentypus das Lernziel für unsere 700.000 Erstklässler des Schuljahres 2016/2017 sein?      Frank Horns


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Kommentare

Anton Vogel:
9.02.2017, 19:15 Uhr

Meine Frau arbeitet im Schulcatering an einer Gesamtschule.
Seit diesem Schuljahr sind die Probleme mit Asylkindern besonders drastisch zu Tage getreten. In der Grundschulstufe sind es momentan etwa 25 % für die neue erste Klasse ab 2017 schon 45 % ! Die Porblem reichen von "Nix versteh" über Respektlosigkeit bis hin zu Handgreiflichkeiten.....
Und auch bei den Lehrkräften geht das unübersehbar nicht nur nervlich, sondern auch körperlich zunehmend an die Substanz.


Fritz Brandenburger:
28.11.2016, 18:33 Uhr

Jetzt versteht man auch: Es müssen noch viel mehr Immigranten her, da ja ständig neue Arbeitsplätze für die wachsende Zahl an linken und grünen naturwissenschaftlich sehr fernen Absolventen zu schaffen sind. Einfache, ideologisch geprägte Studien wie Gender, diverse Ilologie- und Olologiestudien sollten da helfen. Sie wurden früher auch schon mal als nicht exakte Wissenschaften bezeichnet.


Gernot Schmidt:
20.11.2016, 12:48 Uhr

Da die ökosozialistisch dominierte Bildungsindustrie die Qualität an der Anzahl der gymnasialen Abschlüsse abliest und nicht an dem für unsere nationalen Probleme maßgebenden Bildungsniveau im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich, sehe ich sowohl für die künftige Energieversorgung wie unser Rentensystem schwarz. Nicht Soziologen und Psychologen bilden das Rückgrat unserer Existenz.


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