Ernüchternde Bilanz nach 30 Jahren

Das Schengener Abkommen brachte den Deutschen Massenzuwanderung und mehr Ausländerkriminalität

06.04.15
Erst Schengen ebnete ihnen den Weg nach Deutschland: „Lampedusa-Flüchtlinge“ auf dem Hamburger Rathausmarkt Bild: pa

Drei Jahrzehnte nach Unterzeichnung des Schengen-Abkommens und 20 Jahre, nachdem die letzten Grenzkontrollen zwischen den damaligen EG-Mitgliedsstaaten abgeschafft wurden, will zum Jubiläum in Brüssel keine richtige Feierstimmung aufkommen. Das Projekt „Europa ohne Grenzen“ steckt in einer tiefen Krise.

So missbraucht mit dem griechischen Minister für Bürgerschutz ein Regierungsmitglied eines EU-Landes das Schengen-System in aller Öffentlichkeit als Mittel für eine politische Erpressung. „Wenn die Europäer nicht verstehen, was wir ihnen sagen, werden wir Reisedokumente an 300000 Migranten verteilen, die dann Europa überfluten“, so Giannis Panousis bereits Ende Februar gegenüber dem griechischen Privatsender „Skai“. Keineswegs partnerschaftlich zu nennen ist ebenso die Warnung des griechischen Verteidigungsministers Panos Kammenos: „Wenn sie Griechenland einen Schlag versetzen, dann sollen sie wissen, dass Migranten Papiere bekommen und nach Berlin gehen.“ Wenn darunter Terroristen des Islamischen Staats sein sollten, sei Europa wegen seiner Haltung gegenüber Griechenland in der Schuldenfrage selbst dafür verantwortlich. Ausgerechnet bei einem der ambitioniertesten EU-Projekte überhaupt, dem Wegfall aller Grenzkontrollen, ist mit den Drohungen aus Athen im Jubiläumsjahr 2015 tiefe Ernüchterung eingekehrt.
Bereits 1985 hatten sich Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande in Schengen darauf geeinigt, Grenzkontrollen fallen zu lassen. Am 26. März 1995 fielen dann die Kontrollen auch zwischen den anderen damaligen EG-Ländern weg. Inzwischen sind 22 von 28 EU-Staaten, dazu die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island Teil der Schengenzone. Insbesondere seit der Osterweiterung der EU sind die negativen Aspekte nicht mehr zu übersehen. Gezeigt hat sich, dass der Wegfall der Grenzkontrollen auf Kosten der Sicherheit insbesondere von Grenzbewohnern geht, wie hierzulande vor allem an den Grenzen zu Polen und der Tschechischen Republik. Hieß es vonseiten der etablierten Politik unmittelbar nach dem Wegfall der Grenzkontrollen, es gebe keine Anzeichen für eine Zunahme der Kriminalität, so können die Probleme inzwischen nicht mehr geleugnet werden. Ganz massiv angestiegen sind Delikte wie Autodiebstahl, Einbruch, Schmuggel sowie Menschen- und Drogenhandel.
Speziell für gut organisierte Banden aus Ost- und Südosteuropa hat der Wegfall regulärer Grenzkontrollen ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Quasi als Kriminalitätstouristen ziehen sie von Land zu Land, um europaweit Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle zu verüben oder Autos zu entwenden.
In ihren langfristigen sozialen Folgewirkungen noch nicht einmal im Entferntesten abzuschätzen ist die Flut synthetischer Drogen wie etwa des gesundheitlich ruinösen „Chrystal Meth“, die aus Hinterhof­­labors in Böhmen immer stärker nach Sachsen, Brandenburg und Bayern dringt. Die versprochene Schleierfahndung im Hinterland kann keineswegs den Wegfall der Grenzkontrollen ausgleichen. Dass die Politik das System der offenen Grenzen insgeheim selbst als Sicherheitsrisiko sieht, ist im Laufe der Jahre immer wieder bei Großereignissen wie G8-Gipfeln oder Fußballeuropameisterschaften deutlich geworden. Mit ziemlicher Regelmäßigkeit werden dann nämlich unter Berufung auf Sicherheitsgründe vorübergehende Grenzkontrollen eingeführt.
Der massive Anstieg der Kriminalität ist allerdings nicht die einzige Fehlentwicklung nach dem Wegfall der Grenzkontrollen. Der rapide Anstieg der Asylbewerberzahlen zeigt, dass das Schengen-System von einigen Ländern immer stärker missbraucht wird. Unfähig, für eine Sicherung der eigenen Außengrenzen zu sorgen, werden illegale Einwanderer einfach an andere EU-Länder weitergereicht. Resultat dieser Entwick­­lung ist, dass Deutschland im Jahr 2014 unter allen Industrieländern die meisten Asylbewerber aufgenommen hat (siehe Seite 1).
Importierte Kriminalität und unkontrollierte Massenzuwanderung, die zunehmend den sozialen Frieden infrage stellen, lassen ahnen, dass im Schlachtruf „no border – no nation“ (keine Grenze – keine Nation) der linksextremistischen Szene eine gute Portion Wahrheit steckt. Ein Nationalstaat, der die Kontrolle über seine eigenen Grenzen aufgibt, demontiert sich in einem schleichenden Prozess selbst. Norman Hanert


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Kommentare

veronika schindler:
15.04.2015, 00:02 Uhr

Eigentlich begann die Vernichtung Deutschlands und des deutschen Volkes 1916 (siehe Rede des Benjamin Freeman 1961)was man nicht kriegerisch lösen konnte wird durch den Euro, Zuwanderung, Schuldigsprechungen, Medienlügen usw erreicht ich denke den Plan uns zu "mulattieren" existiert seit 1923 und er wird langsam aber unaufhaltsam ausgeführt


Francesco Salatino:
11.04.2015, 16:37 Uhr

Erst Schengen ebnete ihnen den Weg nach Deutschland: „Lampedusa-Flüchtlinge“ auf dem Hamburger Rathausmarkt. Das Projekt „Europa ohne Grenzen“ steckt in einer tiefen Krise. Richtig! Aber es geht um die Aussengrenzen, die wie im alten Rom nicht mehr zu verteidigen sind: 100 Millionen Afrikaner wollen nach Europa, die Asylgesetzte und der Sozialstaat sind eine Einladung an die Flüchtlinge zu uns zu kommen. Linksgrün tabuisiert das Thema Invasion und die Kritiker (Heinz Buschkowski, Thilo Sarrazin, Akif Pirincci, Geert Wilders) werden isoliert und diffamiert.


Roy Bernards:
9.04.2015, 12:10 Uhr

O.K., gegen Einbrüche und Taschendiebstähle kann man sich schlecht zur Wehr setzen, aber wer Drogen nimmt ist selbst schuld!


Jürgen Forbriger:
6.04.2015, 11:35 Uhr

Mit dieser Politik wird absichtlich Deutschland zerstört!


Andreas Müller:
6.04.2015, 09:55 Uhr

Die PAZ, als einer das ganz wenigen Wochenzeitungen,
spricht die Probleme, wie immer, unverblümt an!

Was noch fehlt Herr Hanert, ist der Hinweis nach dem WARUM ist das sooo???

An "Fach-Arbeitskräftemangel" kann es nicht liegen, bei z.ZT. 7 Mio. !!! ALG+H4 Beziehern PLUS 4-5 Mio., die in Warteschleifen oder Vorruhestand gegangen sind.Eine ganze Generation von Akademikern geht in "Praktikum" statt BEZAHLUNG, oder wird mit 50 aussortiert, weil zu teuer.
Diese EU-Banken-Diktatur will ein Arbeitsmarkt zu Sklavenlöhnen, mit Manchester-Kapitalismus-Rechte für Arbeitnehmer. Und das um JEDEN Preis!!!
In Deutschland speziell wird das Land mit Kriminellen, Sozialschnorern und Hasspredigern geflutet, um wie der GRÜNEN-Gott Fischer höchstselbst formulierte, die Deutschen zu fleißig, zu intelligent sind und zu mächtig werden, dass möglichst JEDER SELBST erarbeiteter Euro/DMark zum Fenster rausgeworfen werden MUSS, nur die Deutschen Bürger dürfen über ihr eigenes Geld NICHT verfügen!!! Orginal-Zitat im Netz. Diese Politik wird seit 1990 forciert fortgesetzt, wurde von den amerikanischen Prof. Hooton entwickelt, um Deutschland ein für allemal zu zerstören und uns Deutschen zu Sklaven zu degradieren, in den der soziale Abschaum dieser Welt das Sagen hat. Kann jeder ergooglen!!!
Armuts-Massen-krimminellen- Migration und mithin das Schengenabkommen ist nix anderes als eine neue Waffe und der (fortgesetzte)KRIEG (seit Mai 1945) GEGEN die deutschen Bürger und Europas.


Mathias Dumke:
6.04.2015, 09:04 Uhr

Die Flutung mit "Flüchtlingen" hat nichts mit dem Schengen-Abkommen zu tun, sondern ist der ganz bewußt betriebene Umvolkung-Terror (siehe Hooton-Plan) des EU-Regimes und seiner heimischen Kollaborateure.

Nur durch Vernichtung der Kultur, Geschichte und der Werte der unter das EU-Regime gefallenen Völker lässt sich das geplante großeuropäische Reich mit willen- und bezugslosen Arbeitssklaven vollenden.


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