Europa im Irrsinn

Von Eva Herman

16.06.10
Was wird aus den von der Verfassung geschützen Institutionen Ehe und Familie? Dieses gleichgeschlechtliche, kalifornische Paar feiert seine Verpartnerung. Die Protagonisten des Gender Mainstreaming begrüßen solche Konstellationen, und die Frage, ob diese Kinder wohl gern einen Vater hätten, wird beiseitegewischt. Der Vorstoß des Europarates, nun die Worte „Vater“ und „Mutter“ aus amtlichen Texten zu verbannen, belegt den Einfluss der Gender-Lobby. Bild: Getty

Die Europäische Union ist sich seit Jahren nahezu einig: Nichts ist verstaubter (und nichts ist in Wahrheit gefährlicher) als die traditionelle Familie. Und nichts soll so schnell wie möglich beseitigt werden wie das klassische Familienbild. Jetzt geht’s ans Eingemachte: Die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ werden politisch nun vom Europarat abgeschafft. Die geschlechtergerechte Sprache des „Gender Mainstreaming“ macht es möglich.
Bezeichnenderweise ist es ausgerechnet jenes europäische Land, welches nicht einmal in der EU ist, das dem Wahnsinn „Gender“ jedoch schon seit einiger Zeit ergeben dient und das nun voranprescht: die Schweiz. Dort wird die amtlich verbindliche Sprache neu definiert. Und laut diesem neuen, amtlichen Leitfaden fällt die Verwendung der Begriffe „Mutter“ und „Vater“ unter die Kategorie der Diskriminierung. Da das Endziel des Gender Mainstreaming die Auflösung der Geschlechter ist, heißen die Personen, die bis dato als Mutter und Vater bekannt waren, künftig ganz neutral: Elter. Ist das nicht prima? So einfach kann die Welt in Wirklichkeit sein.
Die stellvertretende Leiterin der Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei Schweiz, sagte auf Anfrage, dieser Leitfaden sei für amtliche Publikationen verbindlich. Die politisch Verantwortlichen in Bern folgen damit der Beschlussvorlage 12267 im Ausschuss für Chancengleichheit von Frauen und Männern des Europarates, der in den Nationen gegen unerlaubte Begriffe wie Mutter und Vater amtlich vorgehen soll.
Vor wenigen Tagen erst war bekannt geworden, dass der Europarat künftig die Medienvertreter europaweit „umschulen“ wolle, wonach diese künftig die Frau nicht mehr als Mutter darstellen dürften, weil dies diskriminierend sei. Auch europaweite Richtlinien für die Werbung in den Medien legten bereits fest: Frauen dürfen nicht mehr am Herd oder an der Waschmaschine gezeigt werden.
Dabei gibt es – dank Gender – ja schon längst keine Hausfrauen mehr. Denn der Begriff „Hausfrau“ wurde amtlich abgeschafft und durch „Haushaltsführende“ ersetzt. Der deutsche Hausfrauenbund (DHB) hat sich jetzt umbenannt: Der Dachverband mit Sitz in Bonn heißt künftig „DHB – Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden“.
Doch keine Angst, auch die Männer dürfen keine Hausmänner mehr sein, auch ihnen gebührt nun die Bezeichnung: Haushaltsführender. Da macht es ihm dann doch gleich viel mehr Spaß, wenn Vati, pardon, Elter, die Schürze umbindet und für das gestresste andere Elter und den Nachwuchs das Essen zubereitet, nachdem er vorher alles ordentlich gesaugt und gebügelt hat. Dank Gender Mainstreaming.

© Kopp Verlag, Rottenburg. Leicht gekürzte Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Eva Herman.

Eva Herman


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Kommentare

Christian A. Wittke:
17.06.2010, 21:50 Uhr

Vor acht Jahren haben wir Deutschland verlassen und schauen seitdem dem Treiben von außen zu; nun werden wir wohl Europa adieu sagen müssen um weiter außen vor zu bleiben und unseren Kindern eine irgendwo und irgendwie einigermaßen heile Welt zu zeigen.

Krank, einfach krank.

caw


Walter Schneider:
16.06.2010, 23:40 Uhr

Das Elter Ia + Das Elter Ib haben gezeugt ein Kind. Gestern durften die Elternden das Kindende im Spitalende abholen. Name aufgrund des äusseren Erscheinungsbildnis nicht festgesetzt. Schöne neue Weltin.


Gerhard Paschedag:
16.06.2010, 21:55 Uhr

Sowas Albernes: „Haushaltsführende!“ Warum ein so unmöglich langer Name? „Ha ha Führer“ ist doch lang genug. Gewisse Leute sind wirklich krank im Kopf. Elter schreibt man mit „ä!“ Da die Erfinder von diesem Unsinn das nicht wissen, sind sie noch nicht viel älter geworden und tragen die Eierschalen noch hinter den Ohren.


Josef Heger:
16.06.2010, 20:16 Uhr

Richtig! Wie krank im Kopf muß man sein für so ein Blödsinn? Deshalb weg mit dem kranken EU-Kraken.
Die dt. Voksverräter ebenso aus dem Amt jagen!


Heinz Gendermann:
16.06.2010, 19:46 Uhr

Gender ist eine faschistoide Ideologie, weil sie ebenso wie die Rechts- und Links- Faschisten die Natur des Menschen ignoriert; bzw. gegen die Natur einen neuen Menschentypus schaffen will !


james darwin:
16.06.2010, 19:03 Uhr

Es geht dabei nur darum, die Bevölkerung zu reduzieren. Dazu muss als erstes die bewährte Familienkonstellation abgeschafft werden. Dadurch und durch die folgende Einwanderung werden die Nationalstaaten zersetzt, die unkontrollierten Weltbehörden hörig und beliebig manipulierbar für die Finanzelite werden.


Albrecht Maier:
16.06.2010, 18:20 Uhr

Wenn erst der Islam hier mehr zu sagen hat, dann wird mit diesem ganzen Gender-Irrsinn aufgeräumt. Ein Mohammedanervater lässt sich nicht als "Elter" bezeichnen.


Dietmar Fürste:
16.06.2010, 18:01 Uhr

Oswald Spengler hatte mit seinem "Untergang des Abendlandes" doch Recht! Die Kultur verkommt an ihrem Ende zu seelenloser Zivilisation: Dekadenz als Ausfluß des Abartigen wird zur Norm erhoben und Werte werden künftig durch die jeweiligen Politbüros festgelegt. Schöne Neue Welt!


Robin Renitent:
16.06.2010, 17:49 Uhr

Es liegt an uns selbst ob wir unsere Kinder von diesem Irrsinn beeinflussen lassen oder nicht. Habe das meinen Kindern (14+10) vorgelesen und die haben laut gelacht.

Wir sagen auch noch Negerkuß, Zigeunerschnitzel und Schwule. Mit anderen Worten: Die EU kann uns mal.


Heini Meiereier:
16.06.2010, 16:58 Uhr

"Haushaltsführender" ist diskriminierend! Schließlich gibt es leider immer noch viele nichtmännlichinne Haushaltsführendinnen!
Hier muss deutlich nachgebessert werden.


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