FDP führt bei Wirtschaftskompetenz

Umfrage unter Fachjournalisten – Regierung und Unionsfraktion punkten nur wegen Schäuble

06.12.17

Die FDP-Bundestagsfraktion genießt bei Wirtschaftsjournalisten hohes Ansehen für ihre Wirtschaftskom- petenz. Das geht aus einer Umfrage der Berliner Dr. Doeblin Gesellschaft für Wirtschaftsfor- schung unter 210 Fachjounalisten aller Mediengattungen hervor.
Demnach beeindruckten die FDP-Abgeordneten die Hälfte der befragten Journalisten und damit mehr als jede andere Bundestagsfraktion, die Bundesregierung und führende Wirtschaftsverbände. Im langjährigen Vergleich der Umfragewerte seit 1998 hat die FDP damit ihr bestes Ergebnis erzielt. Gestützt wird ihr gutes Ergebnis durch die Reputation ihres Vorsitzender Christian Lindner, dem
60 Prozent der Journalisten Kompetenz bei Wirtschafts- und Finanzthemen bestätigen. Sein Partei- freund Alexander Graf Lambsdorff beeindruckt mit seiner Wirtschaftskompetenz immerhin noch fast die Hälfte der Journalisten. Vor allem das Engagement der FDP für Investitionen in die digitale Infrastruktur und das Bildungswesen kommen dem Ansehen der Liberalen der Umfrage zufolge zugute.
Die Bundesregierung sowie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden noch jeweils von mehr als 40 Prozent der Journalisten für ihre Wirtschaftskompetenz geschätzt. Beide profitieren von den herausragenden Reputationswerten des ehemaligen Bundesfinanzministers  Wolfgang Schäuble (CDU), der neun von zehn Wirtschaftsjournalisten überzeugt.
Die Bundestagsfraktionen von SPD und von Bündnis 90/Die Grünen erhalten Lob von jeweils rund einem Viertel der Wirtschaftsjournalisten. Die Linke und die AfD punkten hingegen kaum in den Wirtschaftsredaktionen.
Neben Wolfgang Schäuble, Christian Lindner und Alexander Graf Lambsdorff gelten Cem Özdemir (Grüne) und Sahra Wagenknecht (Linkspartei) als Politiker mit respektabler Wirtschaftskompetenz. Beide haben zudem im Vergleich zur Journalisten-Befragung im Juni 2017 deutlich an wirtschaftspolitischer Statur hinzugewonnen. Der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder hingegen erhalten unverändert nur von wenigen Journalisten Lob für ihre Wirtschaftskompetenz.
Rund ein Viertel der Journalisten beteiligte sich erst nach dem Abbruch der Jamaika-Sondierungsgespräche durch die FDP an der Umfrage. Eine wesentlich andere Einschätzung der Reputation der FDP oder der anderen Teilnehmer der Jamaika-Gespräche lässt sich nach Angaben der Wirtschaftsforscher bei diesen Journalisten nicht feststellen.    J.H.


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