Front gegen das Volk
Der Fall Sarrazin zeigt, wie weit sich die Politik von den Bürgern entfernt hat
Während sich Politiker in ihrem Entsetzen über Thilo Sarrazins Äußerungen überbieten, erhält er aus dem Volk breite Zustimmung.
Selten zeigte sich ein derart tiefer Graben zwischen der politischen Führung dieses Landes und weiter Teile, wenn nicht gar der großen Mehrheit des Volkes. Die führenden Politiker aller Bundestagsparteien waren sich lange nicht mehr so einig wie in der Verdammung von Thilo Sarrazin. Was sich hingegen in den überquellenden Leserforen, gedruckt und vor allem im Internet, zeigt, ist breite Zustimmung für die vergangene Woche von Sarrazin vorveröffentlichten Teile seines Buches und seine in zahlreichen Interviews geäußerten Thesen.
Kennzeichnend für die Stimmen aus dem Volk ist vor allem die Qualität der Beiträge. Es ist eben nicht „dumpfes Stammtischniveau“, das dort zutage tritt, wie einige Politiker, Lobbyisten und Medienmacher reflexhaft behaupten. Was sich in den massenhaften Reaktionen äußert, ist die ernste Sorge von Menschen, die sich durchaus differenziert und kenntnisreich mit den Problemen auseinandersetzen, die sie durch die muslimische Einwanderung hervorgerufen sehen.
Nichts davon will man „oben“ wissen: Mit aller Unerbittlichkeit soll Thilo Sarrazin an den Rand gedrängt, gesellschaftlich abgeurteilt werden. Die Hoffnung ist, dass Sarrazin bald vergessen ist und sich das Volk schon wieder beruhigen wird. Die erst im vergangenen März 93-jährig verstorbene Pionierin der deutschen Meinungsforschung, Elisabeth Noelle-Neumann, nannte diesen Prozess die „Schweigespirale“: Von mächtigen Meinungsmachern dekretiert wird eine bestimmte Meinung mit solcher Wucht verbreitet (und die gegenläufige verworfen), bis zunächst niemand mehr wagt, gegen das Meinungsdekret öffentlich aufzutreten.
Später wagt er auch nicht mehr, im privaten Rahmen zu widersprechen, und eines Tages möchte er nicht einmal mehr „politisch inkorrekt“ denken, passt sich auch innerlich an. In diesem Stadium dann sind die Abweichler endgültig zum Schweigen gebracht.
Angesichts der Menge an Sarrazin-freundlichen Reaktionen aus dem Volk erscheint es allerdings zum derzeitigen Stand fraglich, ob die „Spirale“ hier noch wirkt. Der Unwille, den bisherigen Bahnen der offiziellen „Integrationsdebatte“ zu folgen, hat kaum geahnte Ausmaße angenommen. Es hat sich eine innere Distanz zwischen „unten“ und „oben“ aufgebaut, die in den Zentralen der Macht offenbar lange nicht wahrgenommen wurde.
Doch wenn die „Repräsentanten des Volkes“ in einer so existenziellen Frage wie Immigration und Integration per Einheitsfront gegen eine Mehrheit des Volkes auftreten, dann werden bald Fragen laut, wie „repräsentativ“ unser Parteiensystem überhaupt noch ist. Die Debatte ist Wasser auf die Mühlen derer, die sagen, dass unser Parteienspektrum das Meinungsspektrum der Deutschen längst nicht mehr angemessen widerspiegelt.
Kommentare
Herr Heckel schreibt etwas, was ich gerne glauben möchte, aber nicht zu glauben wage. Sollte tatsächlich die Mehrheit unseres armen, verbogenen Volkes hinter den angefeindeten Thesen Sarrazins stehen? Aus meiner langjährigen Erfahrung, aus Stammtischdiskussionen, Feierabendgesprächen, dem Lesen vieler, vieler Zeitungen, in Diskussionen in verschiedenen Parteien, in den ich einmal Mitglied war, kann ich es nicht glauben. Eben, diese Erfahrungen sprechen mit brutaler Gewalt dagegen, dass tatsächlich die überwiegende Mehrheit aufgewacht sein sollte. Es erinnert mich vielmehr als Wunschgedanken, an den Kampfparolen der rechten und linken Demagogen, wie „Deutschland erwache!“ und „Wacht auf, verdammte dieser Erde, die ...“.
Der Kommentar von Roland W. trifft ins Schwarze. Auch wenn dieses Inquisitionsgericht gescheitert zu sein scheint, machen sich die Inquisitoren der Neuzeit bereit, Scheiterhaufen aufzurichten, auf denen zuerst die Ideen der Unbequemen und später diese selbst verbrannt werden. Ich habe Angst um Deutschland!
Das Volk wird in der Weise mundtot gemacht, wie es auch bei den Nazis und in der DDR übliche Praxis war.
Es wäre ein fantastischer Anschauungsunterricht für die nachfolgenden Gutmenschen, wenn es nicht so erbärmlich wäre.
Sehr treffender Artikel. Interessant ist, wass sogleich eine Umfrage bei Infratest-Dimap bestellt wurde, wobei ersichtlich ist, dass 35% der Bevölkerung hinter den Thesen Sarrazins stehen, aber bei Beckmann waren es 80%, bei der Springer-Presse (Bild, Welt) sind es sogar 90%, die Sarrazin zustimmen.
Apropos Springer. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso die großen deutschen Meinungsmacher Springer/Bertelsmann pro Sarrazin sind?
Ich erwähne Bertelsmann deshalb, da die Deutsche Verlags-Anstalt als Bertelsmann-Tochter der Verleger des Buches ist.
Des weiteren kursieren Gerüchte, dass das Buch nicht Sarrazins alleiniges Werk ist, sondern hochkarätige Anwälte und Ghostwriter mit daran arbeiteten - etwas in der Art sagte Sarrazin auch in der Pressekonferenz am Montag.
Meiner Meinung nach wurde hier ein Märtyrer aufs Tableau für einen Politik- und Elitenwechsel, besonders gegen die Meinungsdiktatur gestellt.
Ein Leser der Jungen Freiheit hat so kommentiert: "Das alles kommt davon, wenn man sich von Kinderlosen und Schwulen regieren läßt. Das einzige was die haben, ist ihre Karriere."
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Absolut richtig und sehr einfach, wird aber von pseudointelligenten Menschen mit Hochschuldiplom, die selbst betroffen sind, nicht begriffen, weil sie in der Uni völlig zugedröhnt wurden mit gegensätzlicher Propaganda und weder die Erfahrungen ihrer eigenen Herkunftsfamilie abgespeichert noch reflektiert haben. Zu viele dürften auch Scheidungshalbwaisen oder sonstwie geschädigt worden sein.
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Ich will aber auf was anderes hinaus. Man liest recht häufig, daß die Politfiguren & die Medienhuren borniert und schlicht zu dumm wären, die gegenwärtige Aufregung um Sarrazins Buch noch realistisch einzuschätzen. Ich glaube das nicht.
Es dürfte eher so sein, daß hinter der jahrzehntelangen absolut irrationalen Einwanderungspolitik ein Kalkül steckt, das übrigens der "Bellizist" Josef Fischer mal ausgeplaudert hat: Deutschlands Identität zu verdünnen. M.a.W. die Nation sollte gezielt geschwächt werden, was auch weitestgehend gelang. Nur sitzen die Initiatoren dieses Plans nicht in Germany, sondern woanders, ich vermute in den USA (CFR). Diese verfüg(t)en über viel Einfluß & Geldmittel, um aus den Politfiguren in Germany willfährige Erfüllungsgehilfen für diesen Plan zu machen ("Atlantikbrücke"). Sie haben es verstanden, den egomanen Karrierismus der deutschen Parteischranzen gegen einen in Restbeständen evtl. noch vorhandenen Patriotismus erfolgreich auszuspielen.
Dieses boshafte Kalkül steht nun vor dem Scheitern, insofern sich der Graben zw. Volk und Politikern unübersehbar auftut.
Wir sollten Sarrazin zum Bundeskanzler machen und unsere Ex-Stasi-Bundeskanzlerin (Stasi-Aktenname „Erika“) endlich zum Teufel schicken. Für alles in Europa ist Geld da und das eigene Volk lebt immer schlechter.
Es ist immerhin reizend am Fall Sarrazin wieder einmal beobachten zu koennen, wie das Regime sein gebetsmuehlenartig wiederholtes stinkendes Eigenlob, die BRD sei der freieste Staat, den es auf Deutschem Boden je gegeben habe
durch den Rufmord an einem weiteren Dissidenten selbst widerlegt. Die Niveaulosigkeit der oeffentlichen Debatten in der BRD und das immer wiederkehrende Grundschema, den Gegner bewusst misszuverstehen und persoenlich zu diskreditieren ist erschuetternd. Mit einem solchen System hat weder Deutschland noch Europa eine Zukunft!
Deutschland ist verloren. Wir haben doch nur noch Marionetten in der Regierung. Merkel sagt Sarrazin ist nicht tragbar und merkt nicht, dass auf sie sebst zu trifft. Wulf soll die Kuh vom Eis holen und sagt im Voraus schon seine Meinung. Als ihm das gesteckt wird, backt er kleine Brötchen und will die Regierung zur UInterstützung motivieren. Schade das wir nicht die Hintergründe von Köhlers Rücktritt kennen, denn dann könnte Deutschland brennen, ob der Pfeifen die uns regieren wollen, aber dabei nur ausnehmen.
Leute - mir fällt da einfach gar nichts mehr ein (Trauer) doch vieleicht das noch:
- In der DDR wurden Menschen verfolgt weil sie sich nicht (konform PC) äußerten
- Pop Gruppen bekamen Auftrittsverbotge (direkt von "ganz "Oben" (Honeker und Co.) weil denen ein Text nicht passte....
- Ausreise aus der DDR usw. - Ihr wisst was ich meine ..
Nur wohin reisen wir (oder T.S.) nun aus ????
Ich: stinksauerer!!!!
Hoffentlich,kommen noch viele
Sarrazins,die Mehrheit der DEUTSCHEN,denken so.Haben nur Angst in die Nazi Ecke gestellt zu
werden.Sie Leiden lieber,weil sich ja,doch nichts Ändert.Lieber Wandern sie aus,weil wir uns selber ABSCHAFFEN.Ich selber
lebe unter vielen Kulturen,aber nicht freiwillig.Habe schon einmal
meine Heimat verloren.Angst,Angst nur noch angst.Danke Deutschland??????
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Die Sendung war als Inquisitionsgericht angedacht, was aber glücklicherweise nicht funktioniert hat.
Denn billige Meinungsmache ist heutzutage trotz der sehr linkslastigen, fast schon gleichgeschalteten Massenmedien nicht mehr so leicht zu bewerkstelligen wie früher, denn die Leute sehen in ihrem tagtäglichen Leben, was draußen vor sich geht und die Diskrepanz zur veröffentlichten Meinung.
Dazu sind viele Menschen gebildeter und kritischer als früher und lassen sich deswegen nicht so leicht von irgendwelchen „Experten“ täuschen, die nur eine einseitige, ihnen genehme Meinung „DER“ Wissenschaft, die es in dieser Eindeutigkeit überhaupt nicht gibt, wiedergeben. Wer jedoch Einblick in wissenschaftliches Arbeiten hat, der konnte über die Beckmann-Sendung und den niveaulosen Täuschungsversuch der Zuschauer nur schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre.
Als die muslimische Soziologin Foroutan Herrn Heitmeyer zitiert hatte, um Sarrazin zu widerlegen, offenbarte sie, dass ihre Aussagen zum Thema Migration und Integration nicht auf wissenschaftlich nachprüfbaren Grundlagen basierten, sondern nur Meinungen darstellten. Kollege Heitmeyer ist als sehr linkslastiger Soziologe bekannt, dessen Untersuchungsergebnisse von vornherein festzustehen scheinen. Eine Universität, die einen sehr guten Ruf im Fachbereich Soziologie genießt, forderte Heitmeyer kürzlich dazu auf, seine Datensätze auf denen seine Aussagen ja basieren, zu veröffentlichen, um sie nachvollziehen zu können. Bis heute stellt sich Heitmeyer ob dieser und wiederholter Anfragen tot, seine Thesen bleiben wissenschaftlich nicht überprüfbar und sind somit allenfalls als pseudowissenschaftlicher Versuch einer politischen Einflussnahme zu werten, denn bei Heitmeyer trägt grundsätzlich immer die „böse, rassistische“ Aufnahmegesellschaft alle schuld, während Migrantengruppen lediglich als Opfer in Erscheinung treten.
Auch Herr Yogeshwar, der als Wissenschaftsjournalist Sarrazin und seinen Thesen Paroli bieten sollte, erschöpfte sich lediglich in politisch vorgegebenen Dogmen und Denkverboten, indem er Sarrazins Thesen immer wieder in die Nähe des Sozialdarwinismus rückte, was sozusagen die Nazikeule in der Wissenschaft darstellt. Dazu muss man allerdings bemerken, dass Darwins Thesen nicht vollkommen falsch sind, sondern sie werden seit dem Ende des 2. Weltkrieges und den Erfahrungen des Rassenwahns vollständig tabuisiert. Das Dogma absoluter Gleichheit auf jedem Gebiet wird auch in der Wissenschaft peinlichst genau durchgesetzt, ob es der Realität entspricht und sich in Untersuchungen bestätigen lässt oder nicht, ist dabei nebensächlich. Diese Erfahrung musste auch der Nobelpreisträger und Genetiker James Watson machen, der davon sprach, dass laut seinen Untersuchungen die Intelligenz nicht bei allen Rassen gleich ausgeprägt sei, was natürlich nicht heißt, dass es keine Talentierten oder Intelligenten in bestimmten Ethnien gäbe.
Von den anderen Gästen, die drehbuchmäßig auf Herrn Sarrazin einschlagen sollten, braucht man gar nicht erst anzufangen, denn diese hatten noch weniger sinnvolles und relevantes zur Diskussion beizutragen.
Die Stimmungsmache und „politische Willensbildung“ in den Medien erschöpft sich nur noch in reflexartigen, aufgeregten Diffamierungskampagnen mit pauschalen Xenophobieunterstellungen und Rassismusvorwürfen. Der Umgang mit Sarrazin und anderen kritischen Geistern unserer Zeit ist ein intellektuelles Armutszeugnis der hiesigen, linken Empörungsindustrie, die zu Recht um ihre Deutungshoheit fürchtet!