Höllische Orte

Deutschlands Moscheen gelten als Brennpunkte der Radikalisierung – Ihre Geldgeber sitzen im Ausland

06.01.17
Centrum-Moschee in Schleswig-Holstein: Dem Gebetshaus werden enge Verbindungen zur radikal-islamischen Milli-Görüs-Bewegung nachgesagt Bild: pa

Der bedingungslose Glaube an Allah treibt die IS-Terroristen zu ihren Mordtaten. Fast alle wurden in Moscheen angestachelt und fanatisiert. Für viele Islamexperten sind die moslemischen Gotteshäuser Zentren des Dschihad.

Wie fühlt man sich, wenn man am Steuer eines 40-Tonners als Todesengel durch einen Weihnachtsmarkt rast? Wie ist es, wenn grässliche Geräusche in die Fahrerkabine dringen? Wenn die Reifen über lebende Körper rollen? Um so etwas durchzuziehen, muss man vollkommen abgestumpft sein – oder sehr fromm. Wer Allah bei so einer „schweren Prüfung“ in seiner Nähe weiß, wird die Kuffar, die Gottesleugner, die Ungläubigen, zu töten wissen. Tiefer Glaube lässt Menschen 40 Jahre lang das gelobte Land Kanaan suchen. Er lässt sie im Kolosseum des antiken Rom klaglos zur Löwenbeute werden oder – durchdrungen von einem Gott der Gewalt – im modernen Berlin entsetzliche Mordtaten begehen.
Anis Amri, der tunesische Lkw-Schlächter, war tiefreligiös – natürlich. Wer die IS-Täter auch nur ansatzweise verstehen will, muss die „Fake-News“ der Mainstream-Medien über den angeblichen Gegensatz zwischen Islam und radikal-islamischem Terror ausblenden. Die IS-eigene Hochglanzzeitschrift „Dabiq“ – ja, auch so etwas gibt es, und es ist problemlos im Internet einsehbar – erklärt uns den Terror in der blumigen Sprache des Koran und ruft zur intensiven Zwiesprache mit Allah in den Gotteshäusern des Islam auf. Schließlich, so heißt es im Koran, ist das Gebet in der Gemeinschaft 25-mal so viel wert, wie eines, das zu Hause abgehalten wird.
So war auch Anis Amri ein fleißiger Moscheegänger. In der Berliner Fussilet-Moschee an der Perleberger Straße – nur wenige hundert Meter entfernt kaperte Amri den Lkw – soll er ein Stammgast gewesen sein. Auch auf Reisen war ihm die Gemeinschaft der Gläubigen wichtig. Allein in Dortmund besuchte er zwölf Gotteshäuser, fanden Ermittler heraus. In einigen leitete er sogar die rituellen Gebete.
Deutschlands Moscheen sind Planungszentren des Dschihad. Es sind Mörderschmieden, IS-Rekrutierungsbüros und höllische Orte, in denen Menschen sich einem Gott der Gewalt und des Hasses anheimgeben. „Hier findet die Radikalisierung statt“, heißt es auch in offiziellen Verlautbarungen des Verfassungsschutzes.
Natürlich gilt dies nicht für alle der etwa 2600 muslimischen Gotteshäuser hierzulande. Nur etwa 90 von ihnen stehen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Die anderen? „Friedliche Orte des Gebets und der spirituellen Betreuung, sowie gleichermaßen soziale Treffpunkte, Bildungsstätte und Anlaufstellen, die ihren Besuchern praktische Lebenshilfe bieten“, formulieren es die Macher einer Studie über „Islamisches Gemeindeleben in Berlin“ harmlos. Das Gemeindeleben sei vor allem in der Form von eingetragenen Vereinen organisiert. „Mithilfe dieser Organisationsstruktur können Imame beschäftigt, religiöse Grundbildung für muslimische Kinder und Jugendliche angeboten und Gebetsräume zur Verfügung gestellt werden.“
Unterschieden wird grundsätzlich zwischen den repräsentativen Freitagsmoscheen und den einfachen Mescit, die oft auch Hinterhofmoscheen genannt werden. Viele Gebäude dienten ursprünglich anderen Zwecken, denn der Bedarf ist groß. Mit der Asylflut der letzten Jahre ist die Zahl der Moslems in Deutschland auf etwa fünf Millionen angewachsen. Im hessischen Hanau wurde 2015 ein ehemaliger Aldi-Markt umgebaut. 2013 wurde aus der evangelisch-lutherischen Kapernaum-Kirche im Hamburger Stadtteil Horn das islamische Al-Nour-Zentrum. Als eines der größten islamischen Gebetshäuser gilt derzeit die Duisburger Merkez-Moschee, die 1200 Gläubigen Platz bietet und ihre Umgebung, das berüchtigte Problemviertel Marxloh, mit einem 34 Meter hohen Minarett beherrscht. Noch imposanter soll die Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld werden. Die Eröffnung ist für 2017 geplant. Auf 55 Metern Höhe wird der Muezzin fünf Mal am Tag die Gläubigen zum Gebet rufen.
Gottesfürchtige Menschen werden sich einfinden, um hier und anderswo den Predigten zu lauschen. Viel zu viele verlassen die Moscheen danach als potenzielle Gotteskrieger. Dabei sind es nicht nur die sogenannten Hassprediger, die als eine Art islamischer Popstars mit eingängigem Mix aus Fanatismus und Mordgedanken durch die Gotteshäuser touren. „In den Moscheen werden Erziehung und Sozialarbeit auf der Basis eines anderen Wertesystems, nämlich der Scharia geleistet. So können große Teile der Kinder und Enkelkinder der muslimischen Migranten weiterhin gegen unsere Gesellschaft erzogen werden“, warnte der im Libanon geborene Berliner Islamwissenschaftler Ralph Ghadbhan jüngst im „Focus“. Abdel-Hakim Ourghi, ein Freiburger Islamwissenschaftler mit algerischen Wurzeln, spricht vom massiven Beitrag, den Moscheen und Moscheeverbände zur islamischen Radikalisierung leisten: „Sie führen die jungen Muslime gewissermaßen auf diesen Weg. Ein entscheidender Faktor ist der Umstand, dass sie durch ihr Wirken eine enorme Kluft zwischen einer modernen und einer konservativ-religiösen Identität herstellen. So findet eine Art Vorradikalisierung statt.“
Ourghi fordert unter anderem eine strikte Kontrolle der „ferngesteuerten“ Moscheen. Tatsächlich stammt ein Großteil des Geldes, mit dem die Gotteshäuser unterhalten werden, aus dem Ausland. Dies trifft vor allem auf die Ditib zu, die „Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion“. Sie ist der deutsche Arm des türkischen Religionsministeriums. Die Imame ihrer knapp 1000 Moscheen sind Staatsbeamte, die von Ankara entsandt und bezahlt werden – Gehalt: 5000 bis 6000 Euro pro Monat. Ditib-Imame vertreten einen staatsoffiziellen türkischen Islam und kommen in der Regel für fünf Jahre. „Der deutschen Lebenswirklichkeit sind sie völlig fremd“, weiß Susanne Schröter, die Leiterin der „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam“. In Ditib-Broschüren wird auch schon mal der Märtyrertod verherrlicht und die Vielweiberei angeraten.
Arabischsprachige Moscheen werden wohl vielfach aus Saudi-Arabien, Kuwait und Katar finanziert. Die Öl-Scheichs aus Nahost vertreten eine noch extremere Ausrichtung ihrer Religion als die türkischen Glaubensbrüder. Die großzügigen Spender werden erwarten, dass die Empfänger eben diesen Steinzeit-Islam auch in Deutschland verbreiten. Besonders den extremistischen Salafisten soll ihr Geld zugutekommen, heißt es.
Die Islam-Finanziers zweifelsfrei zu benennen, ist allerdings schwer. „Das ist ein Feld, über das nicht gerne geredet wird. Verbände und Moscheegemeinden tun einen Teufel, das offenzulegen“, sagt die Expertin Susanne Schröter. Zur Verschwiegenheit kommt zuweilen eine große Vergesslichkeit hinzu. An den Vorbeter Anis Amri kann sich niemand mehr in den Dortmunder Moscheen erinnern.      Frank Horns


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Kommentare

Hein ten Hof:
6.01.2017, 16:54 Uhr

Meine Meinung: Es gibt KEINEN gemässigten Islam, keinen Islamismus, keine Islamisten. Es gibt einzig und allein den Islam mit verschiedenen Auslegungen, denn es gibt auch nur einen Koran. Der genügt allerdings auch. Jeder von denen hat das alles mit der Muttermilch eingesogen und verinnerlicht, wirklich jeder. Schon lange bevor sie hierher geflüchtet werden. Ohne Blizradikalisierung vor Ort.

Mir wurde das deutlich bewusst vor etlichenJahren im Iran als mir mehrfach versprochen wurde "heute Nacht kommen wir und bringen alle Christen um". Nicht besonders freundlich und die kamen nicht aus irgendeiner Anstalt.

Die gesamten Vorkomnisse der letzten Zeit erinnern mich fatalerweise an die Geschichten aus dem Mittelalter über die Assasinen, eine professionell geführte Gruppe von Meuchelmördern. Damals schon lockte man mit dem Paradies und willigen Jungfrauen, die ihre Jungfräulichkeit nie verlören und natürlich "flat rate" Sex. (Im Himmel/Paradies ist Jahrmarkt.)
Also eigentlich ein Angebot für Feiglinge, Faule und verklemmte.

Was sagt der Orientalist Max Horten: (Laut WIKI sind Hortens Übersetzungen meist jedoch nicht im Sinne heutiger textkritischer Standards.)
Welch ein Ausdruck, vielleicht nicht kultursensibel genug.

Aus >>Die religiöse Gedankenwelt des Volkes im heutigen Islam<<, M Horten, S. 308

<<Die außerordentliche Bedeutung, die dem Besitz des rechten Glaubens zugeschrieben wird, tritt am deutlichsten darin zutage, daß das Gebiet des Islam allein als Rechtsgebiet gilt, alle anderen Länder bilden das Gebiet >> des Krieges<< (dar-al-harb). Die Bewohner des letzteren gelten als Rechtspersonen im Falle von Verträgen, sonst sind sie so lange zu bekriegen, bis sie sich unterwerfen.

Das herannahende Weltende kündigt sich dadurch an, daß die allgemeinen Zeitverhältnisse immer schlechter werden und das islamische Gesetz nicht beachtet wird. Durch das Auftreten eines Mahdi (d.h. von Gott >>Geleiteten<<) wird dann zwar vorübergehend die Rechtsordnung des Goldenen Zeitalters der Kalifen wiederhergestellt und die Macht des Unglaubens zurückgedrängt auf die Dauer läßt sich der Verfall aber nicht aufhalten. Denn es tritt ein Antichrist al Dajjal auf, der viele in die Irre führt, ein apokalyptisches Tier erscheint, und die kriegerischen Völker Gog und Magog richten große Verheerungen an. Rettung bringt die Wiederkehr ´Christi´: Ìsa (Jesus), der nach seiner Himmelfahrt im Himmel geweilt hatte, steigt herab und tötet den Antichrist mit seiner Lanze, vernichtet Gog und Magog und richtet für eine Reihe von Jahren sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit auf.

>>Die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten bedeutet keine Abrogation des islamischen Gesetzes, denn Christus wird den Islam annehmen, heiraten, Kinder erzeugen, das islamische Gebet verrichten, alle Schweine schlachten und dann die Kopfsteuer der Nichtmuslime aufheben. Darauf werden diese (die Juden und Christen) vor die Alternative gestellt: Islam oder Schwert. Alle lebenden Menschen werden dann also den Islam annehmen oder angenommen haben.>>


Andreas Müller:
6.01.2017, 14:35 Uhr

In S-A zieht das öffentliche Zeigen christlicher oder andersgläubiger Symbole und sei es nur eine kleine modische Kreuzkette gleich ordentlich Peitschenhiebe.
Selbst schnödes Bibel verteilen gilt als Missionierung, worauf die Todesstrafe, natürlich Kopp abhacken und brutal möglichst grausam, steht.

Mit welcher Rechtfertigung also wird in Deutschland diesen Fanatikern "Religionsfreiheit" zugestanden???
... wenn es denn überhaupt eine "Religion" wäre!!!

Gleiches Recht für alle.
NULL Islamisierung in Europa!!!


Christian R.:
6.01.2017, 09:45 Uhr

Und selbst wenn es gar keinen islamischen Terrorismus gäbe, würde ich eine dermassene - geschweige denn ferngesteuerte - Ausbreitung des Islams nicht wünschen.

Grund #1: Diese Umwälzung und das Recht auf Religionsfreiheit beruht in keinster Weise auf Gegenseitigkeit. Erklärte Nicht-Muslime (Christen, Juden, Atheisten, Kopten, Sufis, ...) werden in den meisten islamischen Gesellschaften drangsaliert, und haben keineswegs das Recht ihrerseits nach belieben Gotteshäuser zu errichten. Der Mensch begreift seine eigenen Untaten leider oft am besten wenn er sie selbst zu spüren kriegt.

Was unsere doch so auf Menschenrechte verweisende Elite gar nicht begreift: Ein Pochen der Gegenseitigkeit wäre eventuell der beste Weg zu einer Verbesserung der Lebensumstände von christlichen Minderheiten in islamischen Gesellschaften. Nach dem Motto: Leistung - wenn überhaupt - dann nur auf Gegenleistung bzw Vorleistung.

Grund #2: Selbst der gemässigte Islam ist durchdrungen von steinzeitlich anmutenden sowie schädlichen Vorstellungen von Zwang, Kontrolle, Ehre, Unterwerfung, Abschottung von nicht-Gläubigen sowie Ritualien. Man denke nur an die Kinder die zur Fastenzeit tagsüber nichts trinken dürfen oder die Beschneidung von Säuglingen oder Mädchen.

Somit ist auch der gemässigte Islam nicht wirklich friedfertig, jedenfalls nicht wenn man unsere Masstäbe anlegt. Wie jede von Zwang und wortwörtlicher Auslegung geprägte Religion praktiziert gerade der Islam eine verschleierte Form des Terrorismus. Es ist der Psycho-Terror. Und der fordert ungleich mehr Opfer als der uns geläufige "Terrorismus".

Wenn der Masstab der Werte-Kompatibilität die von Moscheen eilig demonstrierte Distanzierung von Terrorakten sein soll, dann trennt uns nur eine hauchdünne Wand vom Rückfall in die Steinzeit. Unsere Eliten bedienen sich einer Argumentationskette die uns mal wieder arrogant für dumm verkaufen soll.

Grund #3: Der Irrglaube der schnellen Reformierbarkeit. Eine vorstellbare Mindestforderung an alle Moscheen wäre ja eine glaubwürdige, freiwillige, offizielle regelmässige Distanzierung von der Scharia. Ich höre schon die klagenden Chöre der Islamversteher tönen welche alleine diese Forderung sogleich als übelste rassistische Unterdrückung brandmarken würden.

Der Knackpunkt ist doch dass man Freiwilligkeit ohnehin nicht glaubhaft einfordern kann, denn das was erst auf äusseren Druck geschieht, dem ist schwerlich ein Siegel der Authentizität zu verleihen. Man darf annehmen dass all das was Moscheen und Islamverbände nicht schon lange gerne freiwillig zur ihrer kulturellen Integration getan hätten, bei staatlicher Forderung nach leitkultureller Integration kaum glaubhaft erfolgen wird.

Die Zeiträume fuer ein radikales Umdenken in Religionen werden in Jahrhunderten beziffert. Der Grund liegt darin dass allzu viele Religionen dem irrwitzigen Glauben aufgesessen sind dass Gott seine Meinung nie und nimmer ändern koenne weil das als ein Fehler zu werten sei.

Hmm, so ähnlich wie bei Betonkopf Merkel. Diese Stuhrheit auch Gott zuzuschreiben ist doch eigentlich eine Beleidigung Gottes, oder ? Nicht aber im Islam. Reform gilt dort immer noch zu oft als Teufelszeug.


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