Ist Rotkäppchen wirklich nur ein Märchen?

Aus vielen Ländern werden Angriffe auf Menschen gemeldet.

17.03.17
Momentaufnahme in Fahrendorf im Landkreis Rotenburg/Wümme: Wolf in direkter Ortsnähe Bild: privat

Nennen Sie bloß nicht meinen Namen“, bittet die Macherin der Facebookseite „Wölfe, nein danke“. Man habe schon gedroht, ihr Haus anzuzünden und Schlimmeres.
Heiß her geht es zwischen „Wolfskuschlern“ und „Wolfshassern“ in Deutschland. Das hat inzwischen rund 600 Gründe, denn die streng geschützten Tiere vermehren sich fleißig. Jeder einzelne Streitgrund hat 42 Zähne, jeder einzelne braucht rund zwei Kilo Fleisch am Tag. Fleischlieferanten, die nicht fortlaufen können, weil sie auf umzäunten Flächen stehen, werden besonders gerne vertilgt. Hunderte Schafe haben die Wölfe schon erwischt. Vor Rindern und Pferden wird ebenfalls nicht haltgemacht. Besonders brisant: Auch dem Nabu, den Naturschutzbund Deutschland, wurden in einem Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt drei Fohlen gerissen. Zuvor hatten Nabu-Aktivisten jahrelang abgestritten, dass Pferden durch Wölfe ernsthafte Gefahr drohe.
Zunehmend öfter machen auch Menschen die Erfahrung, dass die Beutegreifer in Doggengröße (Schlulterhöhe bis 90 Zentimeter) keineswegs so scheu sind, wie es Nabu, BUND und andere Naturschutzvereine versprochen haben. Im niedersächsischen Uelzen umschlich jüngst ein Wolf eine entsetze Nordic-Walkerin und näherte sich bis auf 30 Meter. Erst ein zufällig mit dem Trecker vorbeifahrender Landwirt konnte das Tier vertreiben. Eine Handyaufnahme zeigt, wie unwillig der Wolf das Weite sucht. Als das Tier fort war, brach die Frau weinend zusammen.
Wolfsbefürworter, von den Gegnern abfällig auch „Balkonbiologen“ genannt, haben ihr mittlerweile empfohlen, beim nächsten Mal auf die Nordic-Walking-Stöcke zu verzichten. Sie könnten den Wolf irritiert haben und möglicherweise den Bewegungsablauf eines kranken Tieres vermittelt haben.     FH


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Kommentare

Winfried Jakobi:
20.03.2017, 17:33 Uhr

Sehr geehrte Dame und Herren,

eine sehr gute Zeitung, die ich mir wöchentlich am Bahnhofskiosk in Dinslaken kaufe. Obwohl ich mit dem Gedanken spielte, die bei Ihnen im Abbo zu bestellen, möchte ich doch, dass die Zeitung in unserem kleinen Bahnhof präsent ist und als Kunde dazu beitragen möchte, dass es sich für den Laden lohnt, die Zeitung (öffentlich) am Zeitungsständer draußen am Durchgang zum Bahnsteig angeboten wird. Vier oder fünf Exemplare stecken dort. Außerdem freut sich die Verkäuferin jedesmal, wenn ich am Wochenende aufkreuze und ein Exemplar aus dem Ständer nehme und zur Kasse kommen. Das soll auch so bleiben.

Viele Grüße

Winfried Jakobi

Übrigens: Die Verwandschaft meiner Frau stammt aus Ostpreußen, Schwägerau, Norkitten, Kreis Insterburg.


Dr. Dr. Hans-Joachim kucharski:
19.03.2017, 12:00 Uhr

Im Mittelalter war Rokäppchen ein Massenschicksal. Die Not trieb dazu.


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