Keineswegs egal

11.04.18

Rechtschreibung ist Zivilisation. Ohne Rechtschreibung keine Zivilisation, keine Zivilisiertheit, keine Literatur, keine Sprache, nichts, außer Radebrechen und sich irgendwelche Schlagworte um die Ohren hauen“, so Burkhardt Klaußner, Theater- und Filmschauspieler. Zusammen mit der Lehrerin Ulrike Holzwarth-Raether und dem Germanistik-Professor Peter Gallmann lud die Leiterin der Dudenredaktion Kathrin Kunkel-Razum im Oktober 2017 Klaußner zu einer Podiumsdiskussion über Rechtschreibung und Rechtschreibkompetenzen ein. Es entstand eine Streitschrift mit dem Titel „Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben“, basierend auf diesem Gespräch.
Mangelnde Schreibkompetenz in Schule, Studium und Bewerbungsverfahren wird allerorten festgestellt. Eine Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IBQ) belegte grade die schlechten Rechtschreibleistungen von Grundschülern. Älteren Mitbürgern wird es noch in Erinnerung sein, wie wichtig in ihrer Schulausbildung eine korrekte Rechtschreibung gewesen ist.
Was hat sich daran geändert und ist richtiges Schreiben tatsächlich so elementar wichtig? Neben dem aktuellen Zustand der Rechtschreibung in der Ausbildung heute beleuchtet die Debatte auch die Rechtschreibkompetenzen im internationalen Vergleich. Abschließend diskutierten die Gesprächsteilnehmer noch einen Ausblick auf Engagement und Förderung in diesem Bereich.
Geschrieben für Deutschlehrer, erhofft sich die Leiterin der Dudenredaktion noch viele weitere Leser der kleinen Streitschrift, denn Rechtschreibung geht uns alle an.    Silvia Friedrich

Kathrin Kunkel-Razum: „Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben“, Dudenverlag, Berlin 2018, broschiert, 64 Seiten, 8 Euro


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