Kerle stehen auf AfD, Ladys auf Mutti

12.10.17

Was in linksfeministischen Blättern und Internet-Blogs gleich zum Beweis der höheren weiblichen Intelligenz herangezogen wurde, bewog andere zu gegensätzlichen Schlussfolgerungen. Brachial-Spötter und Feminismuskritiker Akif Pirincci, nie um eine schockierende Aussage verlegen, verfasste auf seiner Internetseite sogar ein „Pläydoyer für die Abschaffung des Frauenwahlrechts“. Grund der hochkochenden Mann-Frau-Krawalle: Mehr Kerle wählten die AfD, während die Ladys eher eine Vorliebe für die CDU/CSU entwickelten. Die Stimmverteilung im Einzelnen: Zehn Prozent aller weiblichen Wähler entschieden sich für die AfD. 15 Prozent der Männer stimmten nationalkonservativ. Die Union wünschten sich 36 Prozent der abstimmenden Frauen als staatlichen Haushaltsvorstand für die nächsten vier Jahre. Dagegen konnten sich nur 30 Prozent der Männer für Mutti begeistern.
Für weitere Erregung in feministischen Kreisen sorgt auch die zukünftige Geschlechterverteilung im Bundestag. Der Anteil weiblicher Abgeordneter wird von 37 Prozent auf 31 Prozent sinken. Insgesamt werden 218 Frauen 491 Männer gegenüberstehen. „Beschämend“ sei das, empörte sich Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, einem Dachverband von 60 Frauenorganisationen, im „Tagesspiegel“. Das Parlament spiegele nicht die Tatsache wieder, dass die Gesellschaft zur Hälfte aus Frauen bestehe. Elke Ferner, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, forderte denn auch in der Parteizeitung „Vorwärts“ mal eben eine Änderung des Wahlrechts. Eine Quote für Frauen müsse her.
Was sich auf den ersten Blick anhört, als sei es nur gerecht, ist es auf den zweiten Blick mitnichten. In jeder Partei, die im Bundestag vertreten ist, engagieren sich deutlich mehr Männer als Frauen. Selbst bei den Grünen sind 61 Prozent ihrer Mitglieder weder weiblich, noch transsexuell, noch transgender, sondern schlicht und einfach männlich. Geradezu umgekehrt ist das Verhältnis dann im Bundestag. Von den 67 grünen Abgeordneten sind nur 28 männlich und 39 weiblich. Gäbe es einen deutschen Männerrat, könnte dessen Vorsitzender zu Recht die grünen Macho-Frauen fragen, ob das ihrem Verständnis von echter Gleichberechtigung entspreche.
Ein ungern preisgegebenes weibliches Geheimnis ist auch, dass Frauen die schmucklosen deutschen Wahlkabinen anscheinend wenig attraktiv finden. Ihr Anteil an den Nichtwählern ist bei jedem Urnengang höher als jener der Männer. Da kann die Frauenzeitschrift „Cosmopolitan“ in ihrer letzten Ausgabe vor der Bundestagswahl noch so sehr werben, dass Wählen „eine Riesensache“ (mit Ausrufezeichen!) sei, – auch wenn man sich dabei über den „quietschenden Linoleumboden eines Gemeindehauses“ in einen „Minikabuff“ begeben müsse.    VK


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Kommentare

Jürgen Umfahr:
12.10.2017, 18:00 Uhr

Ein genialer Artikel, danke vielmals!
Allerdings müssen natürlich Männer UND Frauen weiter wählen dürfen, ABER nur nach einem gewissen Beitrag für die Gemeinschaft: Bei Männern der erfolgreiche Wehrdienst (bei Untauglichkeit müsste es Formen der Kompensation geben). Bei Frauen die Verheiratung mit einem wehrerfahrenen Mann bzw. die Mutterschaft oder bei Unverheirateten bzw. Unfruchtbaren ein dem Männerwehrdienst ähnliches Verdienst für die Gemeinschaft.

Damit würde wesentlich mehr Hausverstand, Gemeinsinn und Opferbereitschaft das Wahlverhalten bestimmen!


Jens Bartelt:
12.10.2017, 08:16 Uhr

Eine Großstudie "Sex and Culture" von Joseph Unwin (1934) hat 80 Kulturen der letzten 5000 Jahre untersucht. Das Ergebnis ist verblüffend:
Wenn sexuelle Beziehungen nach strengen Regeln eingegangen und beibehalten werden, z.B. wie im Christentum nach dem Prinzip bis das der TOD EUCH SCHEIDET, bleibt die Kultur stabil. Wenn diese strengen Regeln aufgeweicht oder ausgesetzt werden, geht die Kultur verloren. Das war jedenfalls der Grund warum die 80 untersuchten Kulturen zu Grunde gegangen sind. Da dieser Prozess noch nie umgekehrt werden konnte, sieht es nicht besonders gut aus für die Zukunft des Westens.


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