Lage am »Görli« aus dem Ruder

Trotz aller Bemühungen von Politik und Polizei: Drogen- und Gewaltdelikte nehmen rasant zu

16.08.15
Keinen Respekt vor der Polizei: Nach einer Razzia zeigt ein Durchsuchter, was er von deutschen Sicherheitskräften hält Bild: pa

Die Kriminalität um den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg hat im vergangenen Jahr erheblich zugenommen und steigt auch 2015 weiter. Zwar stehen Drogendelikte im Mittelpunkt der veröffentlichten Meinung, aber auch steigende Gewaltdelikte wie versuchte Tötung, Vergewaltigungen sowie Raub und Diebstähle haben bislang nie gekannte Ausmaße erreicht.


2012 wurden noch 30 bis 50 Drogendealer gezählt. Jetzt sind es mehr als 200. 2014 ereigneten sich im Görlitzer Park vier versuchte Tötungen, sechs Vergewaltigungen und 178 gefährliche Körperverletzungen.
Die Drogenszene beschränkt sich nicht mehr nur auf die Parkanlage, sondern zieht sich vom Wrangelkiez bis zur Warschauer Brücke und zur Revaler Straße und damit weit über die frühere Sektorengrenze in den Ostteil der Stadt hinein.
Innensenator Frank Henkel und Justizsenator Thomas Heilmann (beide CDU) hatten vergangenen März versprochen, vor allem gegen die wuchernde Drogenszene im „Görli“ vorzugehen. Eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus brachte die Erfolglosigkeit des politischen Handels jedoch ans Licht. „Reine Symbolpolitik“, kritisiert die Berliner Opposition.
Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) muss einräumen: „Das Verhalten von Käufern und Drogenhändlern im Görlitzer Park hat sich nicht grundlegend geändert.“ Die Rauschgifthändler reagierten „sehr sensibel“, rücke die Polizei an, verzögen sich die Dealer in angrenzende Straßen sowie den im Osten angrenzenden Schlesischen Busch. Die Polizei folge dann den Dealern. Im Anschluss an Polizei-Maßnahmen kehrten die Drogenschieber jedoch regelmäßig in den Parkbereich zurück. Immerhin seien bei Raub und gefährlicher Körperverletzung „positive Tendenzen“ zu erkennen, beschwichtigt Krömer.
Die zuständige Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) ließ sich schadenfroh vernehmen: „Muss ich wohl nicht weiter kommentieren ...“ Sie empfiehlt die Legalisierung von Cannabis und will bezirkliche „Coffeeshops“ zum freien Drogenverkauf einrichten, was ein eklatanter Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) wäre. Gleichwohl wird das Bezirksamt einen entsprechenden Antrag beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte stellen.
Die Bezirksbürgermeisterin hatte das Vorgehen von Polizei und Justiz von Beginn an kritisiert und Erfolglosigkeit prophezeit. Indes zeitigt polizeiliche Präsenz vor allem deswegen keine Erfolge, weil es nicht gelingt, die Dealer dauerhaft von der Straße zu bringen. Juristisch reicht es meist nicht für einen Platz im Untersuchungsgefängnis. Die Staatsanwälte können Ermessen ausüben. Wie viel Cannabis jemand dabeihaben darf, ohne sich strafbar zu machen, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In der Praxis haben Berliner Richter Cannabis-Besitz ohne Konsequenzen gelassen.
Die Drogendealer sind fast ausnahmslos „Flüchtlinge“. Ihre Aufdringlichkeit und Aggressivität nimmt zu. Die kriminellen Händler stehen ungeniert auf den Gehwegen und sprechen Passanten offensiv an. Wer nicht kaufen will, kann sogar mit Beschimpfungen rechnen.
Immer öfter kommt es zudem zu Handgreiflichkeiten. Tätliche Auseinandersetzungen zwischen türkischen Gewerbetreibenden vor Ort und den meist aus Schwarzafrika kommenden Dealern, die vorgeben, „Flüchtlinge“ zu sein, bewegten bereits die Medien. Die türkischen Händler sind weit weniger zurückhaltend als manch „verständnisvoller“ Deutscher. Annika Varadinek vom Verein „Bantabaa“, der Zuwanderern Deutschkurse anbietet und bei der Wohnungssuche hilft, findet: „Viele der Leute, die im Park Drogen verkaufen, würden doch gerne arbeiten … Zum Beispiel könnte man den Flüchtlingen erlauben, im Park Getränke zu verkaufen oder Liegestühle zu vermieten.“
Neuerdings warnt die Polizei vor neuen Verhaltensmustern der Dealer. In einem Merkblatt heißt es: „Durch ein freundliches Auftreten wird zunächst eine Vertrauensbasis zu den Geschädigten aufgebaut.“
Dann jedoch folgt das böse Erwachen: „Im weiteren Verlauf“, so das Merkblatt, „werden die Geschädigten durch eine teils unterschwellige, teils offene Aggressivität eingeschüchtert. Zur weiteren Einschüchterung wird den Geschädigten suggeriert, dass die Täter mafiösen Strukturen angehören würden. Im Hintergrund befinde sich ein ,Boss‘, der kein Fehlverhalten dulde. Durch das Verlagern auf einen Hinterhof und die ständige Präsenz von Mittätern sehen die Geschädigten im Verlauf der Tat keine Möglichkeit, gefahrlos zu fliehen. Die Geschädigten nehmen an, dass die Zahlung von weiterem Bargeld die einzige Möglichkeit sei, um sich aus der unangenehmen Situation zu lösen. Für den Fall, dass die Tat nicht wie von den Tätern gewünscht abläuft, wird mitunter auch Gewalt angewendet.“
Eigentlich sollten die Opfer von den Ordnungshütern Hilfe erwarten können. Stattdessen gibt es „Tipps“ für den schutzlosen Umgang mit Kriminellen. Abgesehen von demonstrativen Auftritten der Polizei kann der Görlitzer Park inzwischen zu den „rechtsfreien“ Räumen in Berlin gerechnet werden, von denen es immer mehr gibt. Ein anderes Merkblatt der Polizei empfiehlt: „Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper! Achten Sie im Gedränge bewusst auf Ihre Wertsachen! Bringen Sie sich nicht selber in Gefahr, wählen Sie die 110!“     Hans Lody


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Kommentare

Andreas Müller:
18.08.2015, 14:02 Uhr

update
Im internet ist zu lesen, dass die neuste, bei der Hitze, Straftaten sind, dass Horden von Schwarzen KLEINE (10 Jahre!!!) DEUTSCHE Mädchen sexuell belästigten und im VOLLEN Wannsee-Bad die Polizei und Guudmenschen auch diese Straftäter noch gewähren lassen!!!
Und es nur empörten DEUTSCHEN Mitbürgern zu verdanken ist, dass es zu keiner Vergewaltigung gekommen ist.
Einer dieser Vorfälle ist durch Bilder und Zeugen dokumentiert.
Und was tut die verlogene rotgrüne Politik?? NICHTS.
Im Kreuzberger Prinzenbad und Columbiabad sind die ,meist orientalen, Kulturverbesserer schon weiter. Dort sind mehrere Vergewaltiugungen natürlich DEUTSCHE Mädchen dokumentiert.
Und was tut die Politik und Polizei???
NICHTS!!!
Meist werden die arab-türkischen Jugendlichen NUR aufgefordert das Bad zu verlassen,
im Nu sind 50-100 Alis "zum Streß machen" da. Die Polizei MUSS schon mit MEHREREN HUNDERTSCHAFTEN !!! der Landesbereitschaft anrücken, um wenigsten den Rauswurf durchzusetzen-
Niemand wird kontrolliert, verhaftet oder angeklagt, oder gar abgeschoben!!!
Niemand wird der erneute Eintritt verwehrt!
Lange wird das nicht mehr gut gehen bis wir ganz offen Zustände wie im Sudan, Kenia oder Somalia haben.


Steffen B.:
17.08.2015, 10:53 Uhr

Der Tipp die "110" zu wählen ist wohl der sicherste Weg neben seinem Bargeld auch noch das Handy abgeben zu dürfen und somit an Zynismus und Hilflosigkeit kaum noch zu überbieten.

Ich wähle da lieber etwas ganz Anderes...


veronika schindler:
16.08.2015, 23:30 Uhr

Den Park umstellen, die Täter festnehmen und ab zurück ins Land woher sie kamen! ich fass es nicht dass solch ein Verhalten geduldet wird und das ist erst der Anfang denn unsere gutmütige Dummheit fordert diese Menschen, die hier bei uns meines Erachtens kein Bleiberecht haben,geradezu auf Straftaten zu begehen und nun schützt uns nicht die Polizei sondern unsere türkischen Ladenbesitzer?


Andreas Müller:
16.08.2015, 12:43 Uhr

Die einzige Sprache die diese Kriminellen und GRÜNEN verstehen ist ABSCHIEBEN OHNE lange fackeln nach dem Prinzip mitgehangen, mitgefangen.

Und Frau Herrmann,GRÜNE/AL die diese Zustände erst geFORDERT, dann massiv unterstützt hat, den Prozeß zu machen.
Künftig sollte das Strafmaß für solche Politiker, das praktisch Aufruf zum schweren Landfriedensbruch, schwerer Straftaten, Strafvereitelung im Amte, und Amtsmissbrauch (Polizei verteilt zettel, indem DEUTSCHE sich ausplündern lassen sollen!!) und Aufruf zum Rassenhass letztendlich ist, weil, jeder Deutsche Kritiker als "nazi" angepöbelt wird, dass Strafmaß mit voller Härte erhalten, als wenn sie die Tat selbst begangen hätten.

Ohne Prophet zu sein, so knallhart angewendet, der Spuk wäre im Nu zu Ende.
Leider wird diese fanatische Bande im Reichstag und dem Roten Rathaus eher den Bürgerkrieg a la Somalia -bewußt- fördern, als Recht und Ordnung wieder herzustellen.


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