Lebensmittel fast alle belastet

18.05.17

Brüssel – Fast alle europäischen Lebensmittel weisen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor. Von den 84000 geprüften Produkten aus konventioneller Landwirtschaft enthielten 97,2 Prozent Spuren von mindestens einem der 774 von der EFSA gelisteten Pestizide. Drei Viertel der getesteten Lebensmittel stammten aus EU-Ländern oder Norwegen und Island, das andere Viertel aus Drittländern. Die importierten Produkte stellen das größte Risiko für die Verbraucher dar: Bei 5,6 Prozent wurden Pestizidrückstände über den EU-Grenzwerten gefunden.    J.H.


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Kommentare

Heinz-Harald Hasterloh:
19.05.2017, 14:43 Uhr

Eine recht alarmistische Nachricht, ohne den nötigen Zusammenhang, hätte man daher eher bei Hochqualitätsmedien wie Spiegel und Co. erwartet. Denn natürlich sind in fast allen Lebensmitteln Spuren von Pflanzenschutzmitteln enthalten, das kann bei der modernen Messtechnik, die mittlerweile nicht nur milliardstel Gramm nachweisen kann, sondern teilweise sogar einzelne Moleküle (!), gar nicht anders sein. Bloß beweisen solche Messergebnisse keine „Belastung“ der Lebensmittel, sondern einfach ein für den Verbraucher total irrelevantes Messergebnis.
Ganz abgesehen davon, das für viele Pflanzenschutzmittel, wie z. B. das immer wieder verteufelte Glyphosat, seit vielen Jahrzehnten keine Schädigung der menschlichen Gesundheit nachweisbar ist. Es ist aber etwas anderes nachweisbar, und das kommt leider nur sehr selten zur Sprache, das nämlich ein sehr großer Teil der Menschheit ohne Pflanzenschutzmittel, ohne Insektizide schlicht und einfach vor Hunger krepieren würde, denn dann würde auf den Feldern kaum noch etwas wachsen. Und dieses massenweise Krepieren wäre dann in der Tat eine messbare und recht nachteilige Wirkung dieser Mittel, wenn auch nur von deren Abwesenheit. Man kann nun mal 7,5 Milliarden Menschen nicht aus dem Biolädchen ernähren, weder hier noch in der Dritten Welt.


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