Panoptikum der politischen Korrektheit

Die brutale Tötung des Daniel S. beweist, dass Deutschenfeindlichkeit auch in der Politik verbreitet ist

21.03.13
Getrübte Trauer um Daniel S. (kleines Foto r.): Obwohl das Opfer von mindestens einem Türken erschlagen wurde und kein Nazi war, rief der Politiker Lemmermann (l.) zum „Runden Tisch gegen Rechts“ auf Bild: pa

Ein Türke erschlägt einen Deutschen, im Internet verhöhnen Türken daraufhin das Opfer gezielt wegen dessen Nationalität. Antwort der Politik: Sie mobilisiert „gegen Rechts“.

Die brutale Tötung eines Deutschen durch einen Türken im niedersächsischen Kirchweyhe, Gemeinde Weyhe, hat ein skurriles Panoptikum der politischen Korrektheit freigelegt. Der 25-jährige Lackierer Daniel S. war von dem 20-jährigen Cihan A. und möglicherweise weiteren Komplizen derart zusammengeschlagen worden, dass er an seinen Verletzungen starb.
Zuvor hatten Daniel S. und einige Freunde bei der Rückfahrt aus der Disco eine Gruppe junger Türken in einem angemieteten Bus mitgenommen. Ein Akt der Freundlichkeit, der in eine Katastrophe mündete. Schon im Bus kam es zum Streit, die Türken alarmierten Freunde, welche die Gruppe in Kirchweyhe erwartete. Als Daniel S. als erster ausstieg, um zu vermitteln, wurde er umgehend attackiert.
Bis auf die Regionalausgabe der „Bild“-Zeitung maßen die Medien dem Vorfall keine Bedeutung bei. Erst als sich die Nachricht über den Vorfall im Internet wie ein Lauffeuer verbreitete, stiegen andere Medien ein, allerdings meist, ohne die Nationalität von Täter und Opfer zu erwähnen. Der Chefredakteur der Lokalzeitung verstieg sich gar zu der Behauptung, man wisse nicht, welcher Nationalität die Täter seien.
Weyhes Bürgermeister Frank Lemmermann bezeichnete die Tat als „abscheulich“ und reagierte relativ schnell. Seine Art der Reaktion aber macht staunen: Der SPD-Mann berief eine Sondersitzung des „Runden Tisches gegen Rechts“ ein. An dem „Runden Tisch“ sitzt auch die örtliche Polizei, die sich beeilte, das Verbrechen als „dramatische Einzeltat“ darzustellen.
Niedersachens Innenminister Boris Pistorius ließ erst auf Anfrage über seinen Sprecher verlauten, „es gibt so viele dieser Fälle“, weshalb man dazu nichts sagen wolle. Erst später bereute der Sozialdemokrat diese Kaltschnäuzigkeit und äußerte „Bestürzung“. Vor allem aber betonte Pistorius, es müsse vor allem verhindert werden, dass „rechtsextreme Gruppierungen“ den Vorfall „instrumentalisieren“. Die Herkunft von Täter und Opfer spielten keine Rolle.
Diese Darstellung steht im krassen Kontrast zu Vorfällen, wo Deutsche Täter und Immigranten Opfer sind. Selbst wenn keine Täterschaft erkennbar ist, wie bei dem tragischen Tod einer türkischen Familie in Backnang, war die Anteilnahme der Politik erheblich, der deutschen wie der türkischen. Auch die türkischen Verbände äußerten sich ausführlich. Im Falle von Daniel S. indes schwieg die Bundesregierung ebenso wie Ankara oder die türkischen Verbände.
Bei Übergriffen von Deutschen auf Ausländer wird zudem oft auf den „rassistischen Ungeist“ hingewiesen, welcher die jungen Deutschen zu der Tat ermutigt haben könnte. Von einem möglicherweise verbreiteten „Ungeist“ unter in Deutschland lebenden Türken war nach Kirchweyhe nichts zu hören. Dabei belegen Umfragen, dass hier bedenkliche Trends zu beobachten sind. Laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts „info GmbH“ wollen 62 Prozent der in Deutschland lebenden Türken „am liebsten nur mit Türken zusammen sein“. 46 Prozent hoffen, dass es irgendwann mehr Muslime als Christen in Deutschland gibt. Die Ergebnisse der Studie lösten keinerlei Debatte aus.
Umfragen, welche eine ähnlich distanzierte Haltung von Deutschen gegenüber Ausländern offenlegen, werden in öffentlichen Debatten als Beweis für „tiefverwurzelten Rassismus“ ausgelegt, als dessen Auswüchse Gewalttaten zu sehen seien. Würde fast die Hälfte der Deutschen den Wunsch äußern, der Anteil der Muslime im Land möge sinken, wären die Reaktionen Erfahrungen zufolge ähnlich.
Dafür, dass die Tat von Kirchweyhe sehr wohl auch einen politischen, rassistischen Hintergrund haben könnte, sprechen Reaktionen türkischer Diskutanten im Internet: „Ein Bastard Nazi weniger in weyhe das ist ja suppii!“, schrieb ein „Ali“ im Portal „Facebook“, ein „Hussein“ geifert gegen die „dreckige Art“ (der Deutschen), „die uns zwingt mit euch sowas zu machen ihr Nazis“ (Rechtschreibung aus dem Original).
Die rassistische Beleidigung eines Deutschen durch einen Ausländer ist übrigens nicht strafbar, sie wird höchstens als gewöhnliche Beleidigung verhandelt. Umgekehrt, also wenn ein Deutscher einen Ausländer rassistisch beleidigt, ist dies „Volksverhetzung“. Sollte also ein Türke einen Deutschen wegen dessen Nationalität herabsetzen, und der Deutsche antwortet mit einer ebensolchen Herabsetzung, ermittelt der Staatsschutz allein gegen den Deutschen, auch wenn der Türke angefangen hat. So schreibt es das deutsche Gesetz, an dem alle Bundestagsparteien festhalten, vor.
Nachdem im Internet zu einer Mahnwache für Daniel S. aufgerufen wurde, trommelte Bürgermeister Lemmermann ebenfalls zu einer Gedenkkundgebung. Allerdings vor allem, um abermals vor „Rechts“ zu warnen. Damit meint er offenkundig alle, die das Thema Deutschenhass thematisieren.
Heinz Buschkowsky, SPD-Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, weist seit Langem darauf hin, dass vor allem und gezielt Deutsche von türkischen und arabischen Jugendgangs als Opfer ausgesucht werden. Studien stützen die Beobachtung, dass Deutsche wegen ihrer Nationalität zum Ziel von Attacken werden. Rassismus gegen Deutsche spielt also offenbar eine gewichtige Rolle.
Die Reaktion? Das Land Berlin und das türkische Generalkonsulat wollen gezielt den Opferschutz für Bürger türkischer Herkunft ausbauen. Die Opferhilfe-Organisation „Weißer Ring“ will beratend mithelfen, türkische Opfer von Gewalt und anderen Verbrechen verstärkt zu unterstützen.
Sofern es sich um Opfer handelt, spielt die türkische Nationalität also doch wieder eine wichtige Rolle.                  Hans Heckel


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Kommentare

ano nym:
26.03.2013, 18:57 Uhr

Wann wacht Deutschland endlich auf? Ich habe kein bock mehr auf Multikulti! Unser Volk ist vollkommen Verblödet!


volker hardt:
26.03.2013, 17:35 Uhr

In vielerlei Hinsicht erfährt man als national denkender Deutscher die Verzweiflung und den Frust der Menschen vor Ort. Doch sich einer systembekämpfenden nationalen Alternative anzuschließen, fehlt den Menschen die endgültige Entschlußkraft. Man kann das sehr schön bei den Wahlen ablesen. Sie wählen immer dieselben Versager. Unterhaltung und Spaß sind die Triebfedern, die dieses System in Deutschland stützt. Die bewußt herbeigeführte Individualisierung der Gesellschaft hat die Zerstörung des Gemeinschaftsbewußtseins bewirkt. Viele Deutsche – zumindest diejenigen, die sich einen Rest an Verstand bewahrt haben- wissen ganz genau, daß dieses System Deutschland ihnen keine Zukunft bietet. Daher ist eine Parteienerneuerung dringend geboten. Daher werde ich mich der Bewegung der „Alternative für Deutschland“ anschließen. Auch wenn diese Bewegung nicht alle Wünsche erfüllen wird und kann, es muß aber den etablierten Parteien die rote Karte gezeigt werden.


Kein Multikulti-Freund:
24.03.2013, 00:58 Uhr

@Hans Wurst:
Der Vergleich mit der verblichenen DDR ist Unfug! Die DDR war zwar eine ideologische Katastrophe bezüglich des Gesellschaftssystems, aber sie war eben NICHT deutschfeindlich!

Es gab z.B. eine NATIONALE VOLKSARMEE (!) - und Ausländer wurden in der Regel nur temporär für eine Ausbildung ins Land gelassen, krimminelle Ausländer meines Wissens sehr schnell in das Herkunftsland "rückgeführt"!


Michael Mayer:
23.03.2013, 20:31 Uhr

Die Deutschen die hier noch übrig sind, sind feige und Egoistisch, können nicht zusammenhalten wie die Türken es tun, deswegen sind wir unterlegen. Solange wie der Deutsche sich selbst nur der Nächste ist, geht Deutschland unter. Ich bin keineswegs Rechts, nie gewesen, aber einiges nehme ich mir inzwischen an. Notgedrungen, denn so entstand die Macht der Nazis 1933. Die Regierung beschwört das wieder herauf, also BITTE, sie können so haben.


Jo Men:
23.03.2013, 19:58 Uhr

sorry aber es werden immer noch zu wenige erschlagen, um die Trägheit/Blödheit des Michels zu überwinden


Wolfgang Schäfer:
23.03.2013, 15:38 Uhr

Wir haben die paz aboniert,

es ist die einzige Zeitung in Deutschland, die die Wahrheit sagt und nicht so verlogen ist wie andere Zeitungen.

Es langt mit der staatlichen Massenverblödung, aber ein dummes Volk regiert sich leicht.

Ein Staat und eine Justitz die das eigene Volk nicht schüzt, gehört abgewählt, es sind
keine Volksvertreter. eher Verräter.

Wann wachen die Deutschen endlich auf, aber es sind ja bald Wahlen.

W.E.P.S.


Thomas Wagner:
23.03.2013, 00:42 Uhr

Hier zeigt sich wieder einmal, genauso wie bei der sogenannten EU-Rettungspolitik, wie ein Staat gegen sein eigenes Volk handelt. Es sollte langsam jedem klar werden, dass die Interessen des Staates BRD denen des deutschen Volkes diametral entgegengesetzt sind. Es handelt sich demnach um eine volksfeindliche Herrschaftsstruktur.


Michel Deutsch:
22.03.2013, 22:20 Uhr

Es ist müßig, sich darüber aufzuregen. Das Fass muss erst überlaufen, bis etwas geschieht. Türken, ihr tut mir schon heute leid, denn es wird wieder die falschen treffen.


Hans Wurst:
22.03.2013, 17:11 Uhr

KOMMT MIR ALLES BEKANNT VOR: DDR EBEN !


Bruce Yaitanes:
22.03.2013, 15:32 Uhr

Wie wir alle wissen, ist der Deutsche an sich ein Gemütsmensch und weitgehend tolerant. Dass wir alle "Nazis" sind, daran sind wir ja schon seit der Schule gewöhnt. Dass wir nach internationalen Recht ebenfalls Nazis sind, ist auch hinreichend bekannt. Dass unsere Gesetzgebung aus uns Nazis macht, sieht man daran, dass viele Gesetze aus dieser unsäglichen Zeit auch heute noch Gültigkeit haben. Was - sehr verwunderlich - eigentlich nach den Gesetzen der Alliierten gar nicht sein darf.

Was mich an diesem ganzen Dilemma beunruhigt ist, dass der Deutsche ziemlich lange stillhält und sich vieles gefallen lässt. Doch was passiert, wenn dieser ach so schlimme "Nazi" aufwacht? Haben sich die Gutmenschen im Land und die netten, so toll integrierten Menschen mal überlegt, was dann passiert? Ich möchte es nicht erleben, wenn Deutschland aufwacht und dann Tabularasa spielt. Und ich bin ganz sicher, dass die, die uns jetzt als Dreck usw. bezeichnen, dass bestimmt auch nicht erleben wollen.

Die Ironie an dem ganzen ist, dass die Menschen, die zu uns gekommen sind und die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, bzw. deren Kinder, die hier geboren sind, damit nach internationalen Recht auch Nazis sind. Somit willkommen bei uns.

Ihr könnte mich schon lange nicht mehr beleidigen. Denn, wer keine Ahnung hat und nur nachplappert, was ihm durch den Imam eingetrichtert wird, ist keinen Deut besser derjenige hier, der sein Wissen von RTL oder der größten, deutschen Tageszeitung bezieht. Ganz zu schweigen von den Leugnern und Wegschauern, was die Realität in diesem Land angeht.

Mensch Leute, werdet endlich wach. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Die Leute, die wir bekämpfen müssen, sind unser aller Feind und die sitzen ganz woanders.

Wie sagte schon Schiller: "Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!"

In diesem Sinne: Wehrt euch und passt auf euch auf!


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