»Westliche Toleranz verteidigen«

Der wegen seiner Islamismuskritik suspendierte Lehrer Daniel Krause über sein demnächst erscheinendes Buch

14.01.13
Prangert in seinem Buch auch das Versagen der Linken an: Der vom Dienst zwangsweise freigestellte Daniel Krause

Der 32-jährige Gymnasiallehrer und promovierte Soziologe Daniel Krause geriet im Sommer 2012 in die Schlagzeilen. Nachdem er öffentlich zum Kampf gegen den Islamismus aufgerufen hatte, wurde er als „Nazi“ beschimpft, erhielt Morddrohungen und musste zweitweise untertauchen (siehe PAZ 30/12). Zwar folgten keine beamtenrechtlichen Disziplinarmaßnahmen, doch noch immer ist der Pädagoge vom Dienst freigestellt. Nun hat er ein Buch geschrieben, das Mitte März erscheint: „Als Linker gegen Islamismus – Ein schwuler Lehrer zeigt Courage“. Darin schildert er seine Erlebnisse und prangert das Schweigen der Linken zur Missachtung freiheitlicher Grundwerte an. Im Interview mit PAZ-Chefredakteur Jan Heitmann gibt er exklusiv erste Einblicke in sein Buch.

PAZ: Ihr Leben wurde durch Stigmatisierung, Beleidigung und Bedrohung massiv beeinträchtigt. Wie fühlen Sie sich zurzeit?
Krause: Eine schwierige Situation zu bewältigen kann einen Menschen noch stärker machen. Meine Entschlossenheit und Kampfbereitschaft sind größer als je zuvor.

PAZ: Was war für Sie die wichtigste Motivation, dieses Buch zu schreiben?
Krause: Der Islamismus ist die dritte große totalitäre Bewegung nach dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus. Der Islamismus befindet sich weltweit in der Offensive, auch in Deutschland. Immer mehr junge Menschen, Deutsche wie Migranten, werden anfällig für diese menschenverachtende Ideologie. Unser Verfassungsschutz sieht im Islamismus die gefährlichste Form des politischen Extremismus, noch vor dem Rechtsextremismus. Ich möchte die Zivilgesellschaft dahingehend aufrütteln, ihren demokratischen Widerstand entsprechend zu gewichten. Denn zurzeit erleben wir noch Situationen wie diese: Zehntausende demonstrieren ohne konkreten Anlass „gegen rechts“, doch Islamisten veranstalten zu Tausenden ungestört ihre Kongresse. Dabei hetzen Islamisten schonungslos gegen Frauenrechte und Minderheiten, unter anderem gegen Juden und Schwule, welche sie als „Affen“ beziehungsweise „Schweine“ titulieren.

PAZ: Aus dem Buchtitel erschließt sich, dass Sie eine dezidiert „linke“ Perspektive einnehmen. Was ist hierunter konkret zu verstehen?
Krause: Zu linken Werten zählen für mich: Gleichberechtigung von Frauen und Männern, von Homosexuellen und Heterosexuellen, gewaltfreie Kindererziehung und Trennung von Staat und Religion. Ich bin dankbar dafür, dass die Generation der 68er diese linken Werte in Deutschland etabliert hat. Diesen Werten verdanke ich, als Homosexueller heutzutage gleichberechtigt leben zu können. Daher empfinde ich es als „linkes“ Anliegen, für unsere moderne Gesellschaft und gegen Islamismus einzutreten. Auf meine Erfahrungen als „Linker“ greife ich auch zurück, um die Widersprüchlichkeit des linken Lagers aufzuzeigen. Wir verraten unsere mühsam errungenen Werte an unsere ärgsten Feinde und loben jene gar als „multikulturelle Bereicherung“.

PAZ: Was steuern Sie speziell aus Ihrer Perspektive als Lehrer bei?
Krause: Insbesondere ins Bildungswesen des Landes Nordrhein-Westfalen gebe ich bedenkliche Einblicke. Ich helfe zu durchschauen, wie verfassungsbedenkliche muslimische Lobbystrukturen die rot-grüne Bildungspolitik vor sich hertreiben. Insbesondere zeige ich auf, wie sich dieses im konkreten Schulalltag widerspiegelt. So gibt es in NRW seit diesem Schuljahr muslimischen Religions­unterricht. Über Un­terrichts­inhalte und Lehrbefugnisse lässt unsere Landesregierung höchst verfassungsbedenkliche Islamverbände entscheiden. Fatalerweise nehmen sich andere Bun­desländer NRW auch noch zum Vorbild. In vielen Städten im Ruhrgebiet beeinträchtigt der Islam den Schulbetrieb an Grund- und Hauptschulen. Schulen werden unfreiwillig zur Brutstätte gefährlicher Parallelgesellschaften. Noch ist es möglich, diese Entwick­lung abzuwenden, auch durch Druck des Wahlvolkes.
PAZ: Ihr Verlag hat auch das aktuelle Buch von Geert Wilders veröffentlicht. Fühlen Sie sich dabei wohl?
Krause: Geert Wilders hat eine andere Gesinnung als ich: Er ist ein Nationalliberaler, ich bin ein Linksgrüner. Doch der Islamismus ist unser gemeinsamer Feind. Im Kampf gegen diese Form von Faschismus sollten demokratische Kräfte zusammenhalten. Ich kooperiere gerne mit jedem, der sich zum Grundgesetz bekennt, sowohl links wie rechts. Lediglich mit extremistischen Gruppierungen schließe ich die Zusammenarbeit aus.

PAZ: Ein ganzes Kapitel Ihres Buches widmen Sie den jüngsten Ereignissen in den Niederlanden. Worum geht es dabei?
Krause: Der homosexuelle Politiker Pim Fortuyn wurde 2002 ermordet, der feministische Filmemacher Theo van Gogh 2004. Infolgedessen beendeten die Niederlande endlich ihre naive „Multikulti-Politik“. Sie entwickelten eine moderne Form von Patriotismus. Sie begannen selbstbewusst, westliche Freiheiten zu verteidigen. Es liegt in der Natur der Sache, dass gerade auch Feministen und Homosexuelle diesem Patriotismus von ganzem Herzen zustimmten. Deutschland kann von Holland lernen. Auch wir sollten unsere westliche Toleranz gegen islamistische Intoleranz verteidigen.

PAZ: Rechnen Sie mit Rassismus-Vorwürfen seitens des linken Lagers?
Krause: Ja. Doch wer solche Vorwürfe erhebt, diskreditiert sich selbst, weil er grundlegende Vokabeln durcheinanderbringt. Rassismus bezieht sich auf Rassen, so wie Nationalismus auf nationale Zugehörigkeit abzielt. Mein Buch hingegen bezieht sich auf eine ganz andere Kategorie, nämlich auf „religiösen Fanatismus“. Viele Islamisten sind konvertierte Deutsche mit weißer Haut. Da ist mir zum Beispiel ein schwarzafrikanischer Agnostiker viel lieber.


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Kommentare

Uli Candisky:
3.03.2013, 18:31 Uhr

@Petra Candisky: Finde ich sehr interessant Deinen Beitrag. Du führst hier einen netten Nachnamen :-). Falls zu Recht, dann such doch mal Kontakt zu Deinen Verwandten/ mir, z.B. über eine bekannte Suchmaschine. Falls nicht zu Recht, dann such Dir für die Zukunft bitte ein anderes Pseudonym, damit es nicht zu Verwechslungen o.ä. kommt. Beste Grüße UC


Petra Candisky:
20.01.2013, 12:54 Uhr

Es ist ein Armutszeugnis, dass jeder Normalo (ob links, rechts, schwul oder hete), der es wagt, den Mund aufzumachen und die Wahrheit zu sagen, so gehypt wird! Da kann ich genauso ein Buch schreiben! Die eigentliche Tragik ist doch jene, dass man im eigenen Land den Mund nicht mehr aufmachen darf und dass die Presse, sowie Politik nur EINE Meinung zuläßt! Darüber sollte er ein Buch schreiben. 70% der Bevölkerung denkt doch so - der Rest denkt gar nicht!


Joe Durchblicker:
17.01.2013, 22:58 Uhr

@Jans N: Ich kann mich nicht erinnern dass es mit Portugiesen, Spaniern, Italienern oder Griechen Probleme gegeben hätte. Auch an Sprachverweigerer oder Gewalttätige aus diesem Personenkreis kann ich mich nicht erinnern.
Meine Erinnerung sagt: Erst mit dem massenhaften Eindringen der Muslime entstanden diese Probleme.
Und der Islam ist in meinen Augen keine Religion, und von dem was er darstellt auf dem Stand des Mittelalters stehen geblieben. Bezeichnenderweise treten ja auch viele, trotz der Gefahr der sie sich damit aussetzen, aus dem Islam aus.
Wählen wir bei der Bundestagswahl die Blockparteien ab, und geben uns über eine Nationalversammlung endlich eine vom Volk erstellte Verfassung. Dann noch raus aus der EU mit ihrem Überregulierungswahnsinn und weg mit dem Euro und zurück zu einer nationalen Währung.
Und wenn wir schon einen Neustart machen, dann ändern und vereinfachen wir das Steuersystem, verhinden künftig Klientelpolitik und führen ein Grundeinkommen ein.


Steve K.:
16.01.2013, 13:06 Uhr

Dieser Typ verteidigt Werten, die unmittelbar zum Untergang Deutschlands und des gesamten westlichen Welt führen, und wir sollen ihn feiern? Ohne mich.


Lothar L.:
16.01.2013, 12:38 Uhr

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber ich werde es mir auf jeden Fall kaufen.
Der Kampf "Gegen den Islam" ist für mich absolut keiner.
Es ist "Ein Kampf für unser Grundgesetz"!!!
Das hat der Buchautor in seinem Interview gesagt und wenn er das genau im Buch auch so wieder gibt, dann ist genau das wichtig und RICHTIG.
Tatsache ist, daß Hamburg & Bremen nun Staatsverträge geschlossen haben und die Frage ist mit WEM??
Mit Vereinen???
Mit Moscheen???
NRW hat VERBINDLICHE Verträge geschlossen mit Vereinen-Moscheen, die stellenweise, wenn nicht gar gänzlich von Spenden leben, die aus Saudi Arabien & dem restlichen Arabischen Raum kommen.
Diese "Spender" sind aber auch die Großinvestoren, um die unsere Politik buhlt. Sei es als Aktienkäufer unserer Kapitalunternehmen, oder als Immobilieninvestoren in Deutschland.
Unsere Politik will "nicht nur" das Volk austauschen-es will es komplett VERKAUFEN.
Was dabei auf der Strecke bleibt ist egal, denn es geht um Macht & Einfluss.


Benny Berger:
15.01.2013, 13:30 Uhr

Bezüglich seines Verständnisses von Rassismus irrt der Herr Krause leider! Laut UNO -Definition (International Convention on the Elimination of All Forms of Racial Discrimination. Adopted and opened for signature and ratification by General Assembly resolution 2106 (XX) of 21 December 1965 entry into force 4 January 1969 in accordance with Article 19.)heißt es im Part I Article I (1):
In dieser Übereinkunft umfasst der Begriff Rassendiskriminierung jede Unterscheidung, jeden Ausschluss, jede Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe , Abstammung nationaler oder ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge, die Anerkennung den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auf gleicher Grundlage im politischen wirtschaftlichen sozialen kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens aufzuheben oder zu behindern.

Deshalb die "Feuer frei" -Legitimation der Linken gegen jede Form nationaler Selbstbehauptung!


Lisje Türelüre aus der Klappergasse:
15.01.2013, 10:42 Uhr

Ich bin froh, wieder von Dr. Krause zu hören (wieder bedeutet nach der PRO-Demo in Köln gegen Pierre Vogel und die Seinen) und zu lesen, daß er sich nicht hat unterkriegen lassen. Bravo!
Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen:...vom Dienst suspendiert wegen einer Rede!!
@ Jens N.
Das ist ein Streit um des Kaisers Bart: Die Menschen sind doch identisch: (Islam=Fremde)


Julia Hilgebrink:
15.01.2013, 09:53 Uhr

Das Buch wird garantiert ein voller Erfolg. Thematisch schlägt es genau in die richtige Marktlücke ein. Es gibt keinen Grund zu zweifeln, dass Dr. Krause ein Linker ist, und gerade darum ist ein solches Buch so einzigartig.


Marina Katzbach:
15.01.2013, 01:55 Uhr

Hier ist auch eine Internetseite, die sich mit dem Buch beschäftigt: http://islamkritisch.wordpress.com/


Leon Wagner:
15.01.2013, 00:21 Uhr

"Eine Frau muss für mich das Recht haben, bis zum siebten Monat abzutreiben", hat der Typ in einem Interview gesagt. Das ist kurz vor Ende der Schwangerschaft. Die Kinder, die Krause töten will, sind dann schon lebensfähig: http://www.lms.de/uterus_mit_fetus_im_7_monat,pid,40259,pzoom.html Jeder normal denkende Mensch lässt die Finger von solchen Typen! Das Interview ist hier zu lesen: http://www.ruhrbarone.de/es-war-ein-grosser-fehler-diese-rede-gehalten-zu-haben/


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