Wieder mehr Aussiedler

21.04.17

Berlin – Seit 1988 sind nach den Bestimmungen des Bundesvertriebenengesetzes rund drei Millionen Menschen im Rahmen der Aussiedleraufnahme in die Bundesrepublik gekommen. Davon kamen etwa 800000 aus den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas und rund 2,2 Millionen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2016 des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten hervor. Im vergangenen Jahr fanden danach 6588 Spätaussiedler und deren Angehörige Aufnahme in Deutschland, was eine Steigerung um 470 Personen im Vergleich zu 2015 bedeutet. Nachdem im letzten Quartal 2016 die Zuzugszahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen seien, „könnte der Zuzug einen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben, heißt es in dem Bericht. Aufgrund hoher Antragszahlen in der Vergangenheit sei jedoch weiter mit Zuzugszahlen etwa auf diesem Niveau zu rechnen.    J.H.


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Kommentare

Hagen Wolters:
22.04.2017, 18:57 Uhr

Nichts für ungut, aber wie lange soll dieser kostspielige Spätaussiedlerzuzug noch dauern? Es sind nun bald 8 Jahrzehnte her seit Ende des 2. Weltkriegs und bald 3 Jahrzehnte nach Zusammenbruch des Ostblocks, es ist daher wirklich bizarr, da noch von Spätaussiedlern zu reden. Das sind mittlerweile einfach Leute mit deutschen Vorfahren, so what? Davon gibts viele Millionen in der ganzen Welt. Mittlerweile ist eine Bevorzugung dieser "Spätaussiedler" nicht mehr nachvollziehbar. Von den Problemen à la Russendisco lieber gar nicht zu reden, denn die Enkel (!) und Urenkel (!) der einstmals deutschsprachigen Bevölkerung in Russland usw. fühlen sich meist keineswegs als Deutsche, das wäre ja auch ein Wunder. Bis in die 80er, 90er Jahre war der Spätaussiedlerzuzug ja noch durchaus nachvollziehbar, war auch richtig, danach aber existiert der Spätaussiedlerzuzug offenbar nur noch aus dem gleichen Grund wie die Sektsteuer, und zwar aus Gewohnheit und als Beschäftigungsmaßnahme für die betreffenden Ämter.
Aber die Sache hat auch etwas Lustiges, immerhin. Denn diese ganze Spätaussiedlergeschichte war und ist ja eigentlich eine rassisch oder zumindest nationalistisch motivierte Geschichte, und warum auch nicht. Aber - beim Wort Rasse oder Nation fallen die, "die schon länger hier wohnen", doch regelmäßig vor Schreck in Ohnmacht, vor allem, wenn sie schon länger regieren. Doch hier, bei der Spätaussiedlergeschichte, störts nicht, ja die Sache wird sogar staatlich unterstützt, denn dabei reicht sozusagen der Arierernachweis, um als Deutscher, also als Spätaussiedler zu gelten. Seltsam. Kurios.


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