A100 im Visier

DUH fordert Fahrverbote für Stadtautobahn

03.12.18

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will in Berlin Fahrverbote auf der Stadtautobahn A 100 durchsetzen. „Die A 100 muss zwingend in den Blick genommen werden“, fordert DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Kürzlich hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Fahrverbotszone für Essen angeordnet, zu der auch die Verkehrsschlagader A 40 gehört.
Die Gefahr der Stickoxidwerte ist zwar umstritten, da eine Gesundheitsbelastung laut Lungenfachärzten gar nicht besteht. Die Verwaltungsgerichte interessiert das aber nicht. Für die Berliner Stadtautobahn könnte es sein, dass selbst die von den Grünen nominierte Verkehrssenatorin Regine Günther gegen die DUH vorgeht.
In einer Modellrechnung der DUH für Berlin wird von hohen Stickoxidwerten in der Nähe des Messegeländes ausgegangen. Dort fahren täglich 80000 Fahrzeuge über die A 100 nahe dem Funkturm. Der Senat versucht abzuwiegeln: Man halte Fahrverbote auf der Stadtautobahn dennoch für extrem unwahrscheinlich.
Bereits jetzt soll das Land Berlin auf  insgesamt 117 Straßenabschnitten mit einer Gesamtlänge von 15 Kilometern Fahrverbote prüfen. Längst ist die Vorgehensweise der DUH zu einem bundesweiten Politikum geworden. Von CDU, AfD und FDP ist zu hören, dass diesem „Abmahnverein“ die Gemeinnützigkeit entzogen werden solle. Auch die Anerkennung als klageberechtigter Verbraucherschutzverband steht in der Kritik. Der Berliner Senat will das schriftliche Urteil prüfen und über eine etwaige Berufung entscheiden. Derweil gibt sich die DUH siegessicher.        F.B.


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Keine Kommentare


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.