Advokat der Extremisten

13.01.14

Für die Staatsanwaltschaft Hamburg ist er vor Gericht einer der unbeliebtesten Widersacher: Rechtsanawalt Andreas Beuth findet immer wieder Mittel und Wege, um für seine Klienten, die nach gewalttätigen Demonstrationen wegen Angriffen gegen Polizeibeamte angeklagt wurden, einen Freispruch zu erwirken.
Für Beuth ist ohnehin klar: Linke Demonstranten können keiner Fliege etwas zuleide tun. Die Aggressoren sind immer die anderen. So sei kurz vor Neujahr eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen linken Aktivisten, die um den Erhalt des sogenannten alternativen Kulturzentrums „Rote Flora“ kämpfen, und drei Polizeibeamten in der Nähe der Davidwache an der Reeperbahn „polizeilich inszeniert“ gewesen.
Nach seiner Logik hat sich ein Polizist demnach selbst einen Kieferbruch beigebracht, damit die Stadt eine Rechtfertigung dafür habe, ganze Stadtteile als „Gefahrengebiete“ zu deklarieren, in denen die Polizei Passanten grundlos kontrollieren kann. Mit seiner schwarzen Lederkleidung und -kappe mimt Beuth den Klaus Croissant von heute. Wie der frühere RAF-Verteidiger hegt der 1953 geborene Beuth unverhohlen Sympathie für linke Kampfgenossen.
2011 entstand das Filmporträt „Das hat mit Gerechtigkeit wenig zu tun“. Darin schildert Beuth seine harte Kindheit in Norderstedt bei Hamburg und wie seine Eltern ihn zwangen, Verwaltungsbeamter zu werden. Er brach die Lehre ab, studierte Jura und arbeitete in einem Anwaltskollektiv mit, was ihm einen Ruf als „Anwalt der linken Szene“ einbrachte. Als er im Gericht mit einer Signalrakete ohne Munition erschien und er wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt wurde, fand er auch hier einen juristischen Kniff für einen Freispruch. tws


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Günther Adens:
15.01.2014, 14:47 Uhr

Es ist nicht die Aufgabe von Herrn Beuth, in der BRD für Gerechtigkeit zu sorgen, sondern für seine Mandanten die korrekte Anwendung der Gesetze einzufordern. Dabei ist es egal, ob sich die Mandantur auf Kindermörder oder linke Gewallttäter bezieht. Daß die Gesetze - oftmals wohl bewusst - lückenhaft gestaltet sind, mögen die Staatsanwälte und der Bürger dem linksgestrickten Gesetzgeber, aber nicht dem Rechtsanwalt vorwerfen.


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.