Angst – aber die richtige!

Wie Merkel den Massenansturm wieder in Gang bringt, wofür Schäuble den Etat verdoppelt, und was ein Asylbewerber von Schwarzen hält / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

02.04.16

Das haben sie aber ge­schickt eingefädelt, unsere weisen Regierenden. Irgendwie mochte man die Zahlen ohnehin kaum schlucken. Zwischen 18000 und 72000 Asylsucher sollten laut dem EU-Türkei-Abkommen von Anatolien in die Europäische Union verfrachtet werden.
Das sollte alles sein? Da hatten wir in Deutschland vergangenes Jahr schon pro Monat mehr! Mit so wenigen sollten sich Angela Merkel und ihre Schleppenträger von der schwarz-rot-grünen Koalition zufriedengeben? Außenminister Steinmeier rüttelt doch schon wieder heftig am mazedonischen Grenzzaun und will die „Balkan-Route“ wieder aufkriegen, damit sie endlich wieder ungehindert nach Deutschland fließen können, die Menschenmassen. Stattdessen soll er sich mit 78000 abspeisen lassen. Da dauert der Austausch des eigenen Volkes ja noch ewig.
Keine Sorge: Das wissen die schlauen Leute in Berlin, Brüssel und Ankara natürlich auch und haben in den Handel einen interessanten Zusatz eingebaut, der erst ein wenig später bekannt wurde. In dem Zusatz haben sie vereinbart, dass die EU der Türkei darüber hinaus noch mehrere Hunderttausend abnimmt, und zwar direkt, also wohl per Flugzeug. Gemunkelt wird derzeit von einer halben Million Menschen.
Die sollen nach dem Freiwilligkeitsprinzip in der EU verteilt werden. Es nehmen also nur die Länder welche auf, die das wünschen. Angela Merkel muss sich dabei gar nicht groß vordrängeln. Alle außer den Deutschen haben sich das Hemd schon bis obenhin zugeknöpft: Sie werden höchsten ein paar Symbol-Syrer hereinlassen.
Nach den Brüsseler Terrorattacken ist die Vorfreude auf weitere Zuwanderer aus der islamischen Welt bei unseren europäischen Nachbarn sogar noch etwas weiter abgekühlt. Ja, die Angst geht um in Europa! Wovor? Wovor wohl: Die Co-Chefin der Grünen Jugend der Schweiz, Irina Studhalter, bringt unsere aufgewühlte Stimmung auf den Punkt. Sie schrieb gleich nach den Attentaten von Brüssel: „Ich habe Angst. Nicht vor dem Islam, nicht vor Terror – sondern vor der rechts­populistischen Hetze, die folgen wird.“ Damit ist sie beileibe nicht allein. Finanzminister Schäuble und Vizekanzler Gabriel haben gerade erst dieser Tage vereinbart, die Bundesmittel für den „Kampf gegen Rechts“ von jetzt 50 im nächsten Jahr auf stolze 100 Millionen Euro zu verdoppeln. Es dürfte kaum einen anderen Haushaltsposten geben, der prozentual derart rasant wächst. „Das Programm unterstützt unter anderem zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte, die sich in den Kommunen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit einsetzen“, lesen wir in der „Zeit“.
„Menschenfeindlichkeit“ ist ein sehr dehnbarer Begriff, was ihn so unsagbar nützlich macht. Für gewisse „zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte“ beginnt „Menschenfeindlichkeit“ dort, wo man sich weder zu Multikulti noch zu offenen Grenzen, Bleiberecht für jedermann oder zum allgemeinen Linkssein bekennen will.
Da nach dieser Definition die Mehrheit im Volk als „menschenfeindlich“ eingestuft werden muss, war die Verdoppelung der Bundesmittel eine dringend gebotene Maßnahme zur Herrschaftssicherung. Die geförderten „Initiativen und Projekte“ sind sozusagen in die Rolle der Dragoner geschlüpft, welche einst die Obrigkeit vor dem unbotmäßigen Volk beschützt haben, um die bestehende Macht zu sichern. Das viele Steuergeld von Schäuble und Gabriel ist die Munition, mit der die neuen Dragoner schießen sollen auf den aufmüpfigen Pöbel.
Sollte sich ein Gewalt-Exzess wie in Paris Mitte November oder in Brüssel Ende März wiederholen (was leider zu befürchten steht), dann wird unsere Staatsmacht die Pegida-Horden endgültig auseinander treiben müssen. Und folgt noch so ein Terroranschlag, der „nichts mit dem Islam zu tun hat“, wird ein Verbot der AfD unausweichlich sein. Schließlich haben wir „Angst“. Verblüffend ist nur, wie sich die „Angst“ verändert, wenn die vermutete Gefahr konkret wird. Dann sind es plötzlich ganz andere Sachen, vor denen sich die Leute fürchten.
Hat eigentlich schon einmal ein Karikaturist, Journalist oder Kabarettist irgendetwas nicht gezeichnet, geschrieben oder gesagt, weil er sich vor Übergriffen „von rechts“ fürchtet? Darüber ist in jüngerer Zeit nichts bekannt geworden, im Gegenteil: Wenn es einem Spinner gefallen sollte, jemanden zu bedrohen, weil er die NPD aufs Korn genommen hat, ist das für den „Bedrohten“ wie ein Lottogewinn.
Damit kommt er in alle Kanäle und hat gute Chancen, viele hübsche Auszeichnungen für seine Zivilcourage zu ernten, ohne jemals wirklich in Gefahr gewesen zu sein: „Ich lasse mich vom rechten Mob nicht einschüchtern! Ich kämpfe weiter!“
Der eingefleischt linke Kabarettist Bruno Jonas bekannte demgegenüber schon vor acht Jahren, dass er mit Spitzen gegen den Islam eher vorsichtig sei, um keine gewalttätigen Reaktionen hervorzurufen. Der Zeichner der berühmten Mohammed-Karikaturen, Kurt Westergaard, steht seit 2007 unter massivem Polizeischutz, nachdem konkrete Mordpläne bekannt geworden waren. Am Neujahrstag 2010 konnte er trotzdem nur in einen eigens eingebauten Schutzraum in seinem Haus flüchten, nachdem ein somalischer Asylbewerber mit Axt und Messer in Westergaards Heim in Aarhus eingedrungen war, um den Zeichner zu massakrieren.
Übrigens: Das ZDF hatte im Mai 2010 ein TV-Gespräch mit Westergaard abgesagt aus Furcht vor möglichen Konsequenzen. Erst als der Däne dem deutschen Staatssender öffentlich Selbstzensur vorwarf, ließen ihn die hasenfüßigen Staatssender-Leute doch noch auftreten. Ein Ende des Polizeischutzes ist nicht absehbar, weil die tödliche Bedrohung unvermindert anhält.
Aber wir schweifen ab. Wovor hatten wir noch gleich Angst? Richtig: Vor den Rechtspopulisten, die solche Dinge ausschlachten, indem sie sie ohne Rücksicht auf den schönen Schein offen aussprechen. Und das auch noch ohne die Bekenntnisformel, dass das alles nichts mit dem Islam zu tun hat.
Wir verstehen die fremde Kultur einfach nicht, wofür wir uns schämen sollten. Neulich hat der DFB-Kontrollausschuss eine Drei-Spiel-Sperre gegen einen senegalesischen Fußballer von Werder Bremen beantragt, weil der einem Gegenspieler eine „Kopf-ab-       Geste“ gezeigt hatte, also mit dem Finger über seinen Hals gestrichen war als Andeutung von Kehle durchschneiden. Werders Sportchef hatte für die beantragte Sperre überhaupt kein Verständnis. Die Geste sei in Afrika „gebräuchlich“. Eben, andernorts folgen die Sitten eben einem ganz anderen Schnittmuster als bei uns.
Und das wäre? Kommt ganz drauf an. Ein Journalist des Berliner „Tagesspiegel“ hat sich in einem Asylheim kundig gemacht und allerhand zu hören bekommen. Über Schwarze sagte ihm ein Ägypter, einige „Affen“ seien nett, die meisten aber eine Plage. Der Ägypter, ein Afghane und ein Syrer erklärten ihm obendrein, dass Frauen dem Mann gehorchen, Schläge seien erlaubt, aber unnötig, denn Frauen wollten ja gehorchen. Juden seien für das Elend in der Welt verantwortlich und hätten auch das Massaker von Paris angezettelt.
Der Syrer habe zudem erläutert, dass „nur Sunniten Muslime seien, Schiiten und Drusen seien Verräter, Zionisten, Teufel, und Gewalt gegen Teufel sei legitim“. Was er bei Christen und Angehörigen anderer Religionen für „legitim“ hält, hat der Reporter den freundlichen jungen Mann offenbar gar nicht erst gefragt.
Keine Frage, es ist höchste Zeit, dass die Balkanroute wieder geöffnet wird und dass Merkel die halbe Million aus der Türkei zu uns führt. Der Zustrom wird unser Land und unser Leben viel bunter und interessanter machen. Wenn da bloß nicht immer diese schreckliche Angst wäre – vor den Rechtspopulisten.


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Kommentare

Hans Kolpak:
7.04.2016, 08:23 Uhr

http://www.dzig.de/Putin-Freigabe-von-Dokumenten-mit-sehr-interessanten-Namen
Putin: Freigabe von Dokumenten mit "sehr interessanten Namen"

Russische Quelle vom 4. April 2016 | ???? ???????????.
5. April 2016 | Putin to Declassify Documents That Bear Some "Very Interesting Names"
Translated by Ollie Richardson for Fort Russ from Russian to English

Da ich kein Russisch beherrsche, kann ich die Übersetzung ins Englische nicht überprüfen. Übersetzung ins Deutsche von Hans Kolpak:

Ihr habt es über euch gebracht
Die gestrigen Pfuschzettel aus Panama erfuhren sofort eine passende Antwort. Kerle, die von der Soros Foundation und der MacArthur Foundation geschmiert werden, ihre Eigner und andere interessierte Kreise dachten, sie seien bei der Jagd einer Bestie beteiligt. Nun ja! Dieses Mal wurden sie dazu gebracht, Tischtennis zu spielen, doch sie haben es nicht einmal bemerkt. Sie sind so naiv!

Sie verteilten die Dokumente an ausgesuchte Namen und Adressen von ungefähr 400 bezahlten Journalisten in achtzig Ländern. Zumindest einer von ihnen gehört zum CBP (Foreign Intelligence Service) und ein paar hundert zum GRU (Main Intelligence Directorate). Und sie erhielten ihre Bestrafung, nicht persönlich, aber die Eigner.

Der russische Präsident sagte, er habe entschieden, viele archivierte Dokumente freizugeben, und dass er die Anordnung heute unterzeichnen werde. Und sie wurde unterzeichnet: www.kremlin.ru

Und leise fügte er hinzu: "Soweit ich das von den Archiv-Agenturen weiß, betrifft es den Zeitraum von 1930 bis 1989. Diese Dokumente enthalten Namen, verzeihen Sie mir, von Verrätern genauso wie von unschuldig Unterdrückten mit sehr interessanten Namen, einige Dokumente werden die Gesellschaft überraschen."

Tatsächlich ist das, was geschieht, ein Test für die Gesellschaft und für den Präsidenten. Er erließ eine Prüfung für den "Führer der Nation" und für die Gesellschaft der "Supermacht". Ich persönlich hege keinerlei Zweifel am Resultat. Auch bezweifle ich nicht die Anzahl der politischen Kadaver, die bald im dummen Europa erscheinen werden, das dachte, sich an der Jagd auf die Bestie zu beteiligen, während der Hinterhalt für es selbst vorbereitet wurde.


sitra achra:
4.04.2016, 21:52 Uhr

Wollen die Asylanten wirklich so werden wie Sigmar Gabriel und Co?
Wenn das das Ziel der Integration sein soll, dann gibt es noch mehr von diesen demokratischen Trantüten.
Die Verdoppelung der Mittel gegen Rechts dient nur der Sinekure der sozialistischen Parasiten, die jede Form von Tätigkeit scheuen.
Deren verquaste Paper sind für den Shredder vorgemerkt. Wer nimmt davon schon Notiz?
Aber die Spezln werden halt gepampert.Gute Freunde soll man nicht trennen,auch wenn sie der Allgemeinheit zur Last fallen.
Dieses politische Personal ekelt einen an, es gibt leider keine Möglichkeit, diese ewigen Murmeltiere auf einen fernen Planeten
zu beamen, wo sie sich zu ihrem eigenen Schaden austoben könnten.
Oder Wassili Blochin kriegt Erdurlaub und zeigt den Senegalesen einmal, wie man das richtig macht.
Dann gibt es auch keine Sperre, wenn der Groschen erst mal gefallen ist.


Gustav Rübezahl:
3.04.2016, 12:23 Uhr

Zwei Jahre vor seinem Tod schrieb Friedrich der Große (1712-1786): »Rechtmäßig werden die staatlichen Einnahmen nur da verwendet, wo es dem Wohl des Volkes dient. Jeder Fürst, der die staatlichen Einnahmen zu unangebrachter Freigebigkeit vergeudet, handelt wie ein Straßenräuber.«“ (Ehrhardt Bödecker, Preußen und die Marktwirtschaft, 2006, S. 79).


Alexander Rostert:
2.04.2016, 20:13 Uhr

Das Schönste am Begriff "Menschenfeindlichkeit" ist die unterschwellige Botschaft, dass, wer "menschenfeindlich" ist, wohl selbst kein Mensch sein kann, zumindest aber psychisch gestört ist: Menschenfeindlich sind der Weiße Hai, der Sibirische Tiger, das Leistenkrokodil. Menschen eigentlich nur, wenn sie autoaggressiv sind.

Der Begriff dient somit der Entmenschlichung des politischen Gegners und ist insofern reinstes Nazivokabular.


Herbert Ludwig:
2.04.2016, 17:27 Uhr

Diese Massen-Invasion, bei der die eigenen Beherrscher mitspielen, ist nur erklärbar, wenn man darauf kommt, dass globale Planungen dahinter stecken, die das Ziel haben, die Völker insbesondere Europas zu durchmischen und damit aufzulösen. Es ist auch Absicht, die durch inszenierte Armut hervorgerufenen Armuts-Migration nicht von den durch inszenierte Kriege ausgelösten Flüchtlingsströme zu unterscheiden.

Es ist erstaunlich, wie breit diese Planungen in der internationalen Elite bestehen. Hier eine Zusammenstellung:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/02/globale-planung-der-massenmigration/


Andreas Müller:
2.04.2016, 14:53 Uhr

Herr Heckel,
wenn man über die Jahre Ihre Beiträge zur Migration, vielmehr FEINDLICHE Invasion, so liest, kann man durchaus zu dem Schluß kommen, dass vor Jahre eher mit britischen Humor gepflastert war, dann die Wut über diese unsägliche deutschophobe Politik breit macht und nun da sich der Vorhang lichtet, der Akt die Deutsche Nation der Vernichtung preis zu geben offenbart wird, der berechtigte Zorn zwischen den Zeilen steht.
Es ist an der Zeit in den Notstand nach GG Art 20 3/4 zu gehen.
Anders wird unser Deutsches Vaterland nicht zu retten sein.


Francesco Salatino:
2.04.2016, 12:26 Uhr

Die Zeit spielt gegen uns Europäer: jedes Jahr werden wir ein Jahr älter und bekommen 1 Million neue Rentner dazu. Jede hohe Kultur zerbricht an der Demografie (wie die römische). Jede "barbarische" Kultur siegt (wie die der alten Germanen), weil sie "familien- und kinderfreundlich" ist.
Wir werden alle Flüchtlinge aufnehmen müssen, egal wie hoch der Terroristenanteil ist.


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