Angst vor Gegenwehr

Antifa-Aktivisten befürchten, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Pegida zu unterliegen

05.12.14
Fühlen sich berufen, „Rechte” zu blockieren: Antifa-Aktivisten stören eine Demonstration

Die Antifa hat ein Problem. Nachdem die Zahl der „rechten“ Demonstrationen, zu deren Verhinderung oder Blockade sie sich berufen fühlt, lange Zeit im überschaubaren Rahmen blieb, explodiert das Ganze nun.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Dresden. Bisher reisten zum Gedenktag anlässlich der Zerstörung der Stadt durch anglo-amerikanische Bomber einige tausend Linksradikale aus ganz Deutschland an, um die „faschistischen“ Umzüge, die an den Massenmord erinnern sollten, zu stoppen. Und das hat auch bestens funktioniert. Jetzt aber treffen sich die angeb­lichen „Nazis“ nicht mehr nur einmal im Jahr, sondern einmal in der Woche oder sogar noch öfter, denn es finden ja neben den montäglichen Demonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) zahllose weitere kleinere Protestveranstaltungen statt, die gegen den am Bürgerwillen vorbei beschlossenen Bau von insgesamt zwölf neuen Asylbewerberheimen gerichtet sind.
Das hat „T&P“, zwei Vertreter der örtlichen Antifa, dazu bewogen, einen höchst larmoyanten Text für die linksradikale Internetplattform „indymedia“ zu verfassen, der mit „Pegida oder der ganz normale Wahnsinn – Montag, Scheißtag“ überschrieben ist.

Wollen Sie mehr kritische Berichterstattung? Dann abonnieren Sie die Printausgabe der PAZ

Darin heißt es unter anderem, Massenblockaden seien unter den gegenwärtigen Umständen kaum mehr realisierbar, denn „mit gutem Recht hat kein Mensch Bock jeden Montag ins bekackte Dresden zu kurven“. Hierdurch wiederum agiere man nun permanent in der Unterzahl, was es faktisch unmöglich mache, einfach mal so richtig draufzuhauen und die „Teilnehmer*innen der Pegida amtlich ins Krankenhaus zu schicken“, denn die nach einer solchen Aktion zu erwartende Radikalisierung der Gegenseite „kann die Dresdner Linke derzeit definitiv nicht auffangen und aushalten“.
Das gleiche trifft sinngemäß auch auf Leipzig, München, Kassel, Düsseldorf und andere Städte zu, wo nun weitere Gruppen nach dem Muster der Pegida entstehen und ihrerseits Demonstrationen planen beziehungsweise durchführen: Je mehr die Bewegung gegen Asylmissbrauch und Islamismus Breitenwirkung entfaltet, umso mehr muss die Antifa ihre Kräfte zersplittern sowie auch auf die üblichen Gewaltexzesse verzichten, weil ihre Protagonisten vor Ort immer deutlicher in die Unterzahl geraten. Und das macht offensichtlich Angst – in Dresden und anderswo. So gaben Berliner Linksextremisten in einem weiteren „indymedia“-Beitrag zu Protokoll, die wachsende Zahl der Gegner neuer Flüchtlingsheime verursache ihnen ein „mulmiges Bauchgefühl“, wonach dann der blanke Defätismus durchblitzt: 

Möchten Sie uns vorher besser kennenlernen? Dann wählen Sie unser Probe- oder Schnupperabo!

„Eine Strategie der ständigen Mobilisierung zu Gegendemos, die im Dunkeln durch unbekannte Gebiete/Kieze führen, kann weder erfolgreich sein noch wird sie der Komplexität des Themas und des Problems gerecht.“
Als „neue Handlungsoption“ in dieser ungewohnten Defensiv-Situation empfehlen die sichtlich entnervten Berliner Mitglieder der „Antifaschistischen Aktion“, „einen Keil zwischen Anwohner_innen und Nazis zu treiben“, um den vermeintlich gefährlicheren Gegner zu isolieren und das vertraute Kräfteverhältnis der Vergangenheit wiederherzustellen. Das wiederum sehen „T&P“ ganz ähnlich: Die Pegida-Gegner, die dem Umfeld der Undogmatischen Radikalen Antifa (URA) in Dresden entstammen, sollten endlich aufhören, „sich unabhängig von jeglichem Kontext, aggressiv, radikal und gefährlich zu geben“. Zum einen verliere man so vollends die Sympathien der Bürger, die ja letztlich nur von den „Neonazikadern“ der NPD und AfD aufgehetzt worden seien, zum anderen könne niemand genau sagen, wie viele der eigenen Leute denn tatsächlich noch zur Verfügung stünden, „sollte es einmal zu einer physischen Konfrontation kommen“.
Diese Stimmen der Vernunft beziehungsweise Vorsicht aus den Reihen der Antifa hindern die linksextremen Hardliner allerdings nicht daran, weiter mit verstörenden Parolen wie „Gegen Heimat, gegen Volk und gegen Vaterland!“ hausieren zu gehen und darüber hinaus genau die gewaltsamen Zusammenstöße zu riskieren, vor denen ihre etwas realistischer denkenden Gesinnungsgenossen gewarnt hatten. Denn welch anderem Zweck diente wohl der Aufruf an „alle antifaschistischen, zivilgesellschaftlichen und antirassistischen Kräfte“, am 1. Dezember nach Dresden zu kommen und den Pegida-Anhängern „entgegenzutreten“?
Am Ende fruchteten aber weder die unterschwelligen Drohungen noch das große Trommelrühren: Diesmal versammelten sich nun bereits an die 8000 Menschen zum „Großen Abendspaziergang“ – und traten diesen auch an, obwohl die Antifa eine Blockade vom Start­ort weg versuchte. Doch dazu reichte ihr Aufgebot, das aus gerade einmal 1000 Störern bestand, in keiner Weise aus. Allerdings gelang es etwa 150 Linksextremisten, den Pegida-Zug dann kurz vor Demonstrationsschluss an einer Engstelle am Elbufer von der geplanten Route abzudrängen. „Machtvolle Zeichen gegen Rechts“ sehen freilich anders aus. Wolfgang Kaufmann


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Tom Orden:
31.05.2015, 15:38 Uhr

Zitat:
"...die gegen den am Bürgerwillen vorbei beschlossenen Bau von insgesamt zwölf neuen Asylbewerberheimen gerichtet sind."
Also werden in Dresden ZWÖLF Aslyheime gebaut, obwohl die Dresdener MEHR ALS EINMAL mit Hilfe von PEGIDA & Co klargamacht haben, dass sie das nicht wollen!!! Das ist wieder einmal eine Unverschämtheit der Dresdener Regierung und Scheinopposition, sich so über den Volkswillen hinwegzusetzen!
Eine dummdreiste Frechheit!
Und so typisch für unsere angebliche Demokratie, in der eigentlich da Volk entscheiden müsste ob überhaupt solche Heime gebaut werden!
Das ist einfach nur das letzte was die Politiker der etablierten Parteien da treiben; ich glaube die WOLLEN einen Krieg gegen ihr eigenes Volk führen, deshalb bauen sie die Heime überall! Die hassen uns Deutsche und wollen uns loswerden, uns überall zur Minderheit im eigenen Land machen!
Ich finde wir Bürger haben das Recht, ja sogar die Pflicht uns dagegen zu wehren; sonst enden wir wie die Indianer :-(


egon sunsamu:
28.12.2014, 19:05 Uhr

Diese linksextremen Faschisten sind genauso ehrlos und feige, wie ihre Ideologie. Und ihre kriminellen Schützlinge von der Friedensreligion...
Große Klappe in absoluter Mehrzahl und nur wenn keine Gegenwehr zu erwarten ist.


abraham silberschmied:
10.12.2014, 18:19 Uhr

Wer als Antifa mit dem Willen anreiset, eine Demonstrations zu stören ist ein Terrorist.
Übrigens denkt daran, falls NPD-Anhänger mitmarschieren, dann marschiert der Verfassungsschutz (IMs, U-Bootfahrer) und der BND mit. Außerdem erhält der BND seine Direktiven von CiA und Mossad. Also werden die Gegen-Demonstranten ordentlich beobachtet (gefilmt bei Anreise, Autonummerschilder registriert, andere Erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt, Datenabgleich mit anderen Veranstaltungen). Also die angemeldete Basisdemonstration wird sicherlich nicht angreifen, höchstens sich das Recht der Notwehr zur Gefahrenabwehr verschaffen.


Sabrina Birke:
5.12.2014, 23:57 Uhr

Endlich mal eine Zeitung die die Wahrheit schreibt!!! Bekommt man die Zeitung am kiosk?


Hans-Joachim Nehring:
5.12.2014, 21:30 Uhr

Dresden, die Perle Sachsens und gewiss eine der schönsten Städte Deutschlands, wurde im Februar 1945 ein sinnloses Opfer der Engländer und Amerikaner. Frauen, Kinder und sehr viele Flüchtlinge aus Schlesien starben und verbrannten im Bombenterror von Bomber Harris.
Heute wehrt sich die Stadt gegen die Gewalt, welche von Islamisten und der Antifa ausgeht.
Die wieder erbaute Frauenkirche ist ein Symbol des Friedens.
Patrioten für Deutschland stehen für die Zukunft unseres Landes und stellen sich gegen die islamistische Lehre des Kampfes gegen sogenannte Ungläubige. Marx, Engels, Lenin und Stalin wurden von den Sockeln gestoßen, welche Jahrzehnte die Freiheit unseres Volkes unterdrückt haben. Gut, dass wieder Montagsdemonstrationen stattfinden, denn unsere neuen Politikfürsten haben die Fühlung zum Volk verloren.


Andreas Müller:
5.12.2014, 20:58 Uhr

Vermutlich werden die Rädelsführer dieser linken Spinnern auch von der CIA-BDN-VS gesponsert und trainiert.

Und der Rest von den Haufen lebt sowieso von H4 und dope. Da kann man nix erwarten.


Stefanie Heydenreich:
5.12.2014, 15:25 Uhr

Oft genug wurde gesagt: Die patriotischen Demos sollten zeitgleich in verschiedenen Städten stattfinden, dann weiß die " Antifa" nicht mehr wo sie zuerst hinhetzen muß. Unterlegen ist sie schon lange und ihre Sponsoren gehen auch langsam aus.


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.