BKA-Lagebild rückt Kriminalstatistik ins rechte Licht

Die Zahl der Straftaten von Zuwanderern ist stark gestiegen – Die Gewalt gegen Ausländer hat weiter abgenommen

08.05.19

Als letzte Woche die Kriminalstatistik für 2018 vorgestellt wurde, war von einem bundesweiten Rückgang der Gewaltdelikte die Rede. Viele zweifelten die statistischen Daten beziehungsweise deren Interpretation an, die der „gefühlten“ Gewaltzunahme in Deutschland widersprachen. Jetzt zeigt ein Lagebild des Bundeskriminalamtes (BKA), dass die Zahl der Straftaten von Zuwanderern an Deutschen und anderen Ausländern stark gestiegen ist, während umgekehrt die Gewalt gegen Ausländer weiter abnimmt.
Kandel, Darmstadt, Wiesbaden, Freiburg oder Chemnitz, diese Orte prägten 2018 das rapide sinkende Sicherheitsempfinden in Deutschland, ganz zu schweigen von Hunderten oft tödlichen Messerattacken von sogenannten Messermigranten. Deutsche wurden 2018 deutlich häufiger Opfer einer Straftat, die von einem Zuwanderer verübt wurde, als umgekehrt, während insgesamt die Zahl der Straftaten zurückging. Dies geht aus dem gleichzeitig mit der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2018 veröffentlichen Lagebild „Kriminalität im Kontext der Zuwanderung“ des BKA hervor.
2018 wurden 1,025 Millionen Straftaten gegen das Leben (Mord und Tötungsdelikte), die sexuelle Selbstbestimmung und die persönliche Freiheit sowie Rohheitsdelikte (vor allem Körperverletzung und Raub) erfasst. Bei 102000 Opfern solcher Straftaten, also bei mehr als zehn Prozent, war mindestens ein Zuwanderer tatverdächtig, ein Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zu 2017. Das heißt im Klartext, dass jedes zehnte Opfer einer der oben genannten Straftaten, zu denen 2018 ein Verdächtiger ermittelt werden konnte, aus der Täterkategorie „Zuwanderer“ stammte. Als Zuwanderer gelten der Behörde zufolge alle Personen mit Aufenthaltsstatus: Asylbewerber, Schutzberechtigter, unerlaubt aufhältig und geduldet.
230 Deutsche seien einem gewaltsamen Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen, an dem mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war, heißt es im Lagebild. Dies sei ein Anstieg von 105 Prozent im Vergleich zu 2017 gewesen. Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sei ein Anstieg von 21 Prozent zu verzeichnen gewesen, heißt es im Lagebericht.
Umgekehrt listet das BKA in seinem Lagebericht auch die Fallkonstellationen auf, in denen ein Asylbewerber oder Flüchtling Opfer einer Straftat durch einen tatverdächtigen Deutschen wurde. Im Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen standen laut dem BKA-Lagebild vorbehaltlich Erfassungsmängel den 230 deutschen Opfern eines tatverdächtigen Zuwanderers nur 33 Asyl- ­bewerber und Flüchtlingen gegenüber, die Opfer einer Straftat mit einem deutschen Tatverdächtigen geworden sind. Bei den Sexualstraftaten lag dieses Verhältnis bei 3261 zu 89. Zuwanderer stellen in Deutschland rund zwei Prozent und Ausländer etwa 13 Prozent der Bevölkerung.
Die BKA-Statistik stellte auch klar, dass nur in 18 Prozent der Fälle, in denen Asylbewerber und Flüchtlinge 2018 als Opfer einer Straftat registriert wurden – zu vier Fünfteln handelt es sich um Körperverletzung –, ein Deutscher als tatverdächtig ermittelt wurde, mehr als 80 Prozent der Gewalt gegen Zuwanderer gehen von anderen Zuwanderern aus. Jene Politiker, die Flüchtlinge vor allem als von deutschen Ausländerfeinden bedroht darstellen, haben offenbar einen verengten Blick auf die Realität, in der Schutzsuchende vor allem von anderen Ausländern angegriffen werden. Dies ist laut BKA-Chef Holger Münch nur einer von zahlreichen statistischen „Verzerrungseffekten“.    Bodo Bost


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