Deutsche haben Kriegsangst

Doch die Nato marschiert weiter gegen Russland auf

02.11.16

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Wochenmagazins „Stern“ fürchtet ein Drittel der Deutschen einen Krieg mit Russland. Mit 84 Prozent findet es die große Mehrheit richtig, dass die Bundesregierung weiter das Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sucht. Lediglich 14 Prozent der Befragten halten die Gespräche mit Moskau für sinnlos. Der Umfrage zufolge bereitet auch der Konflikt in Syrien, den viele als Stellvertreterkrieg zwischen der Nato und Russland betrachten, Sorgen.
Unterdessen haben die Verteidigungsminister des Bündnisses bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel in der vergangenen Woche ihre Absicht zur „Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft“ sowie zur „Stabilisierung der Außengrenzen und Nachbarregionen“ bekräftigt. Dazu gehört, dass die Nato immer mehr Kräfte an den Grenzen zu Russland disloziert, darunter zunächst vier multinationale Bataillone an ihrer Nordostflanke. Deutschland wird dabei den Kern eines etwa 1000 Mann starken Bataillons in Litauen stellen und dessen Aufstellung verantworten. Unterstützt wird es dabei von Belgien, Kroatien, Frankreich, Luxemburg, Norwegen und den Niederlanden. Die Kontingente werden rotieren, sodass nicht alle Nationen gleichzeitig vertreten sein werden. Das gilt allerdings nicht für Deutschland, das die Stabs- und Versorgungskompanie sowie wenigstens eine Kampfkompanie stellen wird.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zufolge gibt es jetzt ähnliche Planungen für die Schwarz- meer-Region. Demnach wollen sich Deutschland, Kanada, die Niederlande, Polen, die Türkei und die USA an der „Präsenz des Bündnisses zu Lande, zur See und in der Luft“ beteiligen. Die Landkomponente soll dabei eine Brigade unter rumänischer Führung bilden.    J.H.


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Kommentare

Klaus Körner:
2.11.2016, 20:28 Uhr

Ich bin fest davon überzeugt daß es Krieg geben wird denn die Kriegstreiber werden sich von Russland nicht noch einmal in die Suppe spucken lassen so wie bei Syrien u.Ukraine.
Die wollen Russland erstmal erledigen um sich danach noch ein paar andere Wünsche zu erfüllen.


Christian R.:
2.11.2016, 12:13 Uhr

Die Verantwortlichen bedrohen uns mit einem Fiasko für welches sie niemals die Verantwortung werden übernehmen können.

Es handelt sich um Primatengehirne mit Kernwaffen in der Hand. Dasselbe alte Schema vom Auftrumpfen, Kämpferpose, den Macker spielen, bis an die Grenze gehen um den anderen in die Knie zu zwingen. Schade dass wir alle womöglich zusammen mit diesen Irren untergehen werden.

Wie psychopathisch, irrwitzig und verbrecherisch dieses Spiel mit dem nuklearen Feuer ist, das zeigte sich ja 1962 mit der Kubakrise. Erst viel später zeigten Nachforschungen und Interviews um welche Haaresbreite wir dem Tod der Menschheit entronnen waren.

Ob uns das Schicksal diesmal wieder so gnädig sein wird ? Soviel steht fest: je öfter man es herausfordert, desto wahrscheinlicher geht es schlussendlich schief.


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