Die Geduld geht zu Ende

Politik und Medien reagieren auf Chemnitz mit grotesker Einseitigkeit

29.08.18
Politiker und Medien spielen mit dem Feuer: Tausende Demonstranten im Zentrum von Chemnitz Bild: action press

Mit aller Gewalt soll der Bürgerprotest von Chemnitz verunglimpft werden. Doch das ist ein Spiel mit dem Feuer.

In den Reaktionen von Politik und Medien auf die Ereignisse von Chemnitz hat sich der Wille zur unbedingten Einseitigkeit in geradezu grotesker Weise enthüllt. Der Mord an einem 35-jährigen deutschen Familienvater, begangen durch Messerstiche mutmaßlich von einem Syrer und einem Iraker, spielte schon nach kurzer Zeit kaum noch eine Rolle. Stattdessen wurden tausende aufgebrachte Bürger, die ihren Unmut nicht herunterschlucken wollten, pauschal als „rechter Mob“ abgestempelt.
Kein Zweifel: Hitlergruß, Übergriffe auf ausländisch aussehende Menschen oder auf Linke sind nicht zu rechtfertigen. Doch bei links dominierten Aufmärschen, die von Extremisten und Gewalttätern missbraucht werden, ist stets von „einer kleinen Gruppe von Randalierern“ die Rede, die „aus der Masse der friedlichen Demonstranten heraus operiert“ hätten. Die tausenden Chemnitzer dagegen werden ohne Ansehen von Person und Motiv allesamt unter das Fallbeil des „Kampfes gegen Rechts“ gelegt, das keine Differenzierungen akzeptieren will.
Es mutet fast an wie ein sadistisches Spiel: Massiv unterstützt von geneigten Medien befördert die Politik eine millionenfache Asyl- und Einwanderungswelle, die auf der ganzen Welt außerhalb Deutschlands entgeistertes Kopfschütteln auslöst. Verlieren die Deutschen dann die Geduld und entzündet eine brutale Mordtat ihren aufgestauten, nein, von dieser Politik angeheizten Zorn, reagieren Politik und Medien, als hätten sie nur auf die Gelegenheit gewartet, „Schande!“ zu rufen und die Bürger als „rechten Mob“ bloßzustellen.
Dieses Spiel ist ein Spiel mit dem Feuer. Man sollte sich von der verhältnismäßigen Ruhe besonders in den westlichen Bundesländen nicht einlullen lassen. Der Unmut wächst auch hier. Furcht und Verunsicherung − wie die Geschichte weiß, eine hochexplosive Mischung − greifen auch westlich der Werra immer mehr um sich. Nur fehlt den Westdeutschen die Revolutionserfahrung ihrer Landsleute in den neuen Bundesländern, sie sind daher leichter zu disziplinieren. Noch, denn auch bei ihnen gibt es eine unsichtbare Linie, ab der die Angst vor Verunglimpfung als „Rechtsradikale“ übermannt wird vom Zorn auf die Politik.
Die historische Frage ist, ob es hinter dieser Linie eine Kraft gibt, die den Protest demokratisch formen und zivilisieren kann, oder ob es tatsächlich extremen Kräften gelingt, sich in den Vordergrund zu spielen. Wer weiter auf zornige Bürger und die demokratische Opposition eindrischt, sie verunglimpft und jede wirkliche Dis- kussion verweigert, der spielt den wirklich Radikalen voll in die Hände.
Das neue Buch von Thilo Sarrazin (siehe unten) ist ein Angebot, endlich faktenorientiert und realistisch zu diskutieren. Es sieht leider nicht danach aus, dass es angenommen wird.     Hans Heckel


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Kommentare

Albert Nola:
4.09.2018, 08:35 Uhr

Gogo Reynolds- "Bella Ciao" haben die italienischen Partisanen gesungen, alle feige Mörder von Stalin bezahlt! Ich, als Ausländer, hasse Rechtsradikale und liebe Israel. Aber unser Problem sind LINKEN, GRÜNE und SPD und ihre Wähler, die Deutschland hassen und die Invasion von terroristischen Moslems befürworten. Die Asylanten töten unsere Töchter, töten uns: Danke Merkel!


Gogo Reynolds:
31.08.2018, 09:13 Uhr

Ich finde, nachdem ich mir etliche Kommentare durchgelesen habe, dass hier Leute mit dem Feuer spielen und genauso handeln, wie die Presse die sie verteufeln. Und das in einem Land wo es dem Leuten extrem gut geht. Ihr habt keine Argumente, nur Ängste und Phantasievorstellungen, aufbereitet durch euere Idee, dass ihr kompetent genug seid, komplexe politische Sachverhalte zu verstehen und in einem Satz niederzuschmettern. Vielleicht ist die Zeit gekommen, wo man verstärkt in Bildung investieren muss, damit nicht solche bescheuerten Aussagen wie das die BRD am Ende ist, durch "erleuchtete" Köpfe niedergeschrieben werden. Ich hab, wie so viele keine Lust, dass ich "Bella Ciao" als Kampfansage gegen die Braune Masse singen muss und man härter gegen rechts-denkende agiert, da die Freiheit auf Meinungsäußerung ein kostbares Gut ist. Leider können viele das nicht begreifen und missbrauchen dieses Recht, um die Freiheit anderer zu beschneiden. Traurige angelegenheit die eine Gegenmaßnahme erfordert. Diejenigen, die dieses kostbare Gut mißbrauchen, sind gegen die Menschlichkeit und Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.


H. Lothar Hampel:
30.08.2018, 13:44 Uhr

Herr Günther, ich bin einer derjenigen, die diese Frau abgrundtief hast.


Boni Bonus:
30.08.2018, 10:08 Uhr

Gut geschrieben

Wie viele Andere bin ich von West-Berlin in den Rand gezogen

Nicht ohne Grund , wo einst meine Heimat war, da sprechen nur noch wenige Deutsch.Jetzt bin ich in Deutschland vorläufig wieder angekommen .Ich hoffe es bleibt noch eine Weile so


Jan Kerzel:
29.08.2018, 22:08 Uhr

Deutschland verändert sich. Das war und ist eine klare Ansage und mittlerweile eine erlebbare Tatsache. Warum soll Deutschland sich nicht verändern? All jenen, die für eine Konservierung des Systems streiten,sei gesagt,sie konservieren in erster Linie die Macht ihres politischen Gegners. Die Zustände werden sich weiter verschlimmern, da wird alles Schönreden nichts helfen. Für den einzelnen sind Vorsicht und Umsicht angesagt. Von einem Regime change ´sind wir noch weit entfernt, aber die alte BRD wird auch nicht mehr kommen. Es ist also Zeit, sich bzgl. einer Neugestaltung grundlegende Gedanken zu machen.


Emmanuel Precht:
29.08.2018, 19:29 Uhr

Wenn ich hier im Turksburg-Mürxlüh mit den Leuten auf der Straße spreche, dann sind die Kommentare der Gastarbeiter-Kinder und Doppelpässler weit aus beängstigender als das was da in Mitteldeutschland abgeht. Die gut Integrierten sind überhaupt nicht gut in der angemahnten Willkommenskultur. Als Schulnote müsste man da eine 6- geben. Das IST der blanke Hass.
Wohlan...


Rolf Günther:
29.08.2018, 15:16 Uhr

Ich danke Herrn Henkel für den tollen Artikel. Leider bin ich nicht zuversichtlich. Ich denke, die SED Soze wartet nur auf Widerstand, um dann mit brachialer Gewalt gegen ihr eigenes Volk, welches sie so abgrundtief hasst, vorzugehen. Auf die BRD kommen schlimme Zeiten zu!


rainer redeker:
29.08.2018, 14:18 Uhr

Die Nationalstaaten sind Basis und Garanten unserer demokratischen Gesellschaften. Die Masseneinwanderung, von der europäischen Elite forciert, unterminiert das Verbindende. Wohin dies führt, zeigen die verstörenden Beispiele aus allen Bereichen des täglichen Lebens. Wenn diese Minderheit, überwiegend Muslime, die schon durch ihren Lebensstil signalisieren, dass sie unsere rechtsstaatlich garantierten Freiheiten für Teufelswerk halten, sich dank Wachstumsraten anschicken, langfristig die Mehrheitsbevölkerung in Europa zu stellen, da dieses auf ihrer religiösen Agenda steht, ist doch ein Nachdenken angesagt. Ein Blick in andere europäische Staaten zeigt dies schon überdeutlich. Wenn in einem westeuropäischen Staat plötzlich Werte aus fremden Kulturen zum Maßstab werden, erodiert zwangsläufig das, was die Bürger des Landes bisher verband. Wer kein Fundament sein eigen nennt, kann auch nichts verteidigen und erlangt auch keinen Respekt. Wer schon im europäischen Raum mit der eigenen Religion, Tradition und der daraus resultierenden Werteordnung auf Kriegsfuß steht, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Islam, mit seinen Vorstellungen, eines Tages über Europa schwappt. Respekt von anderen kann man nur erlangen, wenn man die eigenen Spielregeln und Werte klar und deutlich formuliert. Wenn andere anfangen wollen in Sachen Respekt, Gefühle die Deutungshoheit zu erlangen, wie der Islam es versucht, bleibt von uns dann nicht mehr viel übrig, da hier die Politik bisher vollständig versagt hat.


Jan Hus:
29.08.2018, 13:34 Uhr

Die aktuelle Proppaganda der Staatspresse ist nicht nur frappierend ähnlich (Zusammenrottungen) zum DDR-Fernsehen, nein, sie ist teils identisch!


James Ostenmoordorf:
29.08.2018, 12:55 Uhr

Die BRD geht zu Ende

Jede politische Ordnung findet mit der Unfähigkeit zur Problemlösung ihr Ende. (Raymond Aron, „Demokratie und Totalitarismus“)
Zerrüttung der Finanzen, Destabilisierung, Flutung, Auflösung der Ordnung. Der krönende Abschluss wird der US-Krieg gegen Russland, auf deutschem Territorium. Die BRD ist Geschichte. Es geht darum, dass wir jetzt in Deckung gehen und dann den Neuanfang vorbereiten.


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