Doppeltes Desaster beim »Klimaschutz«

Die Eiskappen wachsen und Windräder wie Elektroautos führen zu mehr Kohlendioxidausstoß

23.09.14
Führt nach neuesten Erkenntnissen zu mehr Kohlendioxidausstoß als bei Dieselautos: Elektromobilität. Bild: pa

Gleich zwei Vorhersagen der Apologeten der „Energiewende“ erweisen sich als falsch. Die Eiskappen wachsen, statt zu schmelzen, und Windräder wie Elektroautos produzieren mehr Kohlendioxid statt weniger. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb wird das Vorgehen gegen „Klimaleugner“ immer intoleranter.

Den Klimawandel zu „leugnen“ ist schon des Längeren genauso riskant wie abzustreiten, dass die angebliche „Erderwärmung“ auf das Konto des Menschen gehe, der zu viel von dem „gefährlichen Treibhausgas“ Kohlendioxid in die Atmosphäre blase. Wer dies wagt, geht das Risiko ein, von übereifrigen Gutmenschen mit jenen Zeitgenossen auf eine Stufe gestellt zu werden, die den Holocaust anzweifeln. Desgleichen faselten einige Scharfmacher auch schon von „Öko-Gulags“ zur „Umerziehung“ der Uneinsichtigen. Jetzt allerdings trieb Sir Paul Nurse, der neue Präsident der British Science Association, das Kesseltreiben auf die Spitze, indem er ganz unverhohlen zu Gewalttaten aufrief, die an das Treiben der Mörderbanden des Islamischen Staates gemahnen. Denn wie anders soll man die von britischen Zeitungen zitierten Aussagen von Nurse verstehen, „Klimaskeptiker“ seien „Serientäter“, die „zerquetscht und begraben“ werden müssten?
Glücklicherweise lassen sich viele Wissenschaftler aber nicht mehr von derartigen Unterstellungen oder Drohungen beeinflussen und widersprechen der Weltuntergangs-Propaganda, was deren Wortführer um jeden Preis zu kaschieren versuchen. So begründete US-Präsident Barack Obama seine jüngste Klimaschutzinitiative vom 31. Mai unter anderem damit, dass über 97 Prozent der Fachleute an den menschengemachten Klimawandel glaubten. Allerdings resultiert diese Zahl aus vollkommen unsinnigen Fehlinterpretationen einer Befragung der University of Illinois, in deren Verlauf gerade einmal 77 von 10257 angeschriebenen Naturwissenschaftlern erklärt hatten, Obamas Thesen zu teilen.
Der mittlerweile also weit verbreitete „Klimaskeptizismus“ resultiert nicht zuletzt aus der Faktenlage, die eine immer deutlichere Sprache spricht: Wie selbst der Weltklimarat (IPCC), die Dachorganisation der „Klimawarner“, anerkennen musste, gab es seit 1997 keine weitere Erhöhung der Globaltemperatur, obwohl der Kohlendioxidwert im gleichen Zeitraum um fast zehn Prozent anstieg. Zudem werden die Folgen der stagnierenden Temperaturen nun auch ganz konkret sichtbar. So zeigen satellitengestützte Messungen des National Snow and Ice Date Center der USA sowie des Dänischen Meteorologischen Instituts, dass sich die arktische Eiskappe nun bereits seit zwei Jahren ausdehnt – und zwar in erheblichem Ausmaß: Die US-Forscher sprechen von einem Zuwachs um 43 Prozent, während die Dänen sogar einen Wert von 63 Prozent ermittelt haben. Auf jeden Fall expandierte die Eisdecke im Norden damit in kürzester Zeit um eine Fläche von mindestens der Größe Alaskas. Darüber hinaus ist der Eispanzer nicht nur umfangreicher, sondern auch dicker geworden, und das Eis weist eine größere Dichte auf, was die Resistenz gegen das Abschmelzen erhöht.
Das alles weckt natürlich nun gravierende Zweifel an jenen Modellen, die einen engen Zusammenhang zwischen der „Erd­erwärmung“ und dem vom Menschen erzeugten Kohlendioxid konstruieren, und lässt die „Experten“ mit ihren Prognosen blamiert dastehen. So hatte der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, der für seine Warnungen vor dem Klimawandel sogar den Friedensnobelpreis erhielt, noch 2007 getönt, in sieben Jahren – also genau jetzt – gebe es überhaupt kein Polareis mehr.
Angesichts dieser Entwicklung ist es fast ein Trost, dass die Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes, die uns Deutsche Jahr für Jahr 23 Milliarden Euro kosten, so komplett wirkungslos sind. Hierzu sagte der Kieler Professor für Regelungstechnik, elektrische Antriebe und Management Gonde Dittmer am 4. September in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“: „Bisher wurde durch die Energiewende nicht eine Kilowattstunde fossile Energie eingespart und nicht ein Kilogramm CO2-Emission vermieden, eher ist das Gegenteil der Fall.“ Bei der Produktion von Windrädern oder bei der Stromherstellung für Elektrofahrzeuge falle nämlich deutlich mehr          CO2 an, als durch deren Betrieb          vermieden werde: „Unterm                  Strich emittiert ein      Dieselauto damit nur etwa die Hälfte der CO2-Gase im Vergleich zu einem Elektroauto.“ Daraus zieht Dittmer den einzig logischen Schluss: „Das wahre Ziel der Energiewende ist nicht die Reduktion von Kohlenstoffdioxidemissionen – sondern der ökonomische Gewinn.“
Trotzdem aber steht zu befürchten, dass selbst dieses doppelte Desaster beim „Klimaschutz“ hierzulande zu keinem Umdenken führen wird. Den Grund dafür nennt Michael Rosenberger, Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität von Linz, in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „GAiA – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft“: Schon längst gehe es im Klimadis­kurs nicht mehr „um Klimadaten und deren Deutung, sondern um Weltanschauungen und Wert­orientierungen“. Und diese sind bekanntlich zählebig – ganz gleich, was die Fakten sagen und die Vernunft gebietet. Wolfgang Kaufmann


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Kommentare

Jürgen Kunz:
23.09.2014, 13:48 Uhr

Wenn ich das so lese mit den konträren Wirkungen des befohlenen Klimaschutzes, kann ich mir eine klammheimliche Freude nicht versagen.
Zur Sache: Ich denke außerdem, dass ein nicht geringer geistiger Hintergrund des Klimaschutzes nur darin besteht, den Bevölkerungen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Sozusagen eine neue ewige Sondersteuer.


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