Intelligente Haltestelle in Betrieb

Studenten der Königsberger Kant-Universität überzeugten mit ihrer Innovation

26.06.19
Prototyp am Königsberger Busbahnhof: Junge Techniker entwarfen einen völlig neuen Typ von Bushaltestelle Bild: J.T.

Seit Kurzem gibt es am Königsberger Busbahnhof eine Neuerung, eine sogenannte intelligente Haltestelle. Sie ist eine Erfindung junger Wissenschaftler und Konstrukteure.
Das Projekt hat ein junger, aus Indien stammender, Unternehmer namens Alen Atrej ermöglicht. Seine die innovative Jugendkreativität fördernde Firma Alen Tech ist ansässig in einem Zentrum, das im Ingenieur- und Technischen Institut der Kant-Universität beheimatet ist. Im vergangenen Jahr wurde seine Firma als bestes „Start-Up“ auf dem internationalen Forum für intellektuelle Besonderheiten, „IPQuorum“, das in Rauschen stattfand, ausgezeichnet. Das Preisgeld betrug umgerechnet rund 14000 Euro sowie weitere 7000 Euro, die Sponsoren gespendet hatten. Alen und seine Kollegin Aljona Maximenko, Aspirantin an der Uni, investierten das Geld in die Schaffung eines experimentellen Moduls einer intelligenten Haltestelle. Sie verfügt über eine Luftreinigung und ein Überwachungssytem in Echtzeit der Luftqualität. Der neue Komplex ist in der Lage, die Luft in seinem Inneren von Tabakqualm, Viren und Autoabgasen zu reinigen.
Die intelligente Haltestellte beinhaltet ein Reinigungs- und Luftfiltersystem und ist ausgestattet mit einem Klimakontollsystem für die Regulierung der Temperatur. Es gibt sowohl eine Sitzheizung als auch eine autonome Stromversorgung. An der Bushaltestelle befindet sich ein Bedienfeld mit einem Berührbildschirm, über den Kunden Bustickets buchen und kaufen sowie Informationen zu Routen abrufen können. Die autonome Stromversorgung wird durch Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen gewährleistet. Für die Bequemlichkeit der Passagiere gibt es Wi-Fi und USB-Ladestationen mit vier verschiedenen Anschlüssen für mobile Geräte. An der Anschlagtafel und der Sitzbank war der bekannte Hersteller von Verbundprodukten aus Königsberg, die Firma PGM-Urban Space, beteiligt.
Jetzt hat ein Prototyp am Busbahnhof seine Arbeit aufgenommen. Die Entwickler sind zuversichtlich, dass der Haltestellenkomplex weniger als 21000 Euro kosten wird, wenn er in Serie gefertigt wird. Über diese Möglichkeit wird in Königsberg bereits nachgedacht.     Jurij Tschernyschew


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