IS-Chef meldet sich zu Wort

13.09.18

Damaskus – Fast ein Jahr lang war es ruhig um Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrororganisation IS. Viele vermuteten, dass er längst tot sei. Als Indiz dafür werteten sie, dass er sich während der Hochphase des gegen seine Terrorgruppe gerichteten Kampfes nicht zu Wort gemeldet hatte, um sie zum Durchhalten zu ermutigen. In einer jetzt über die IS-Propagandakanäle verbreiteten, knapp 55 Minuten langen Sprachnachricht soll es der selbsternannte „Kalif aller Gläubigen“ sein, der die USA, Saudi-Arabien und die Vereinig­ten Arabischen Emirate für ihren Kampf gegen die Extremisten attackiert. Israel blieb diesmal unerwähnt. Es blieb unklar, von wann die Aufnahme genau stammt, aber sie enthält Anspielungen auf Entwicklungen der vergangenen Wochen. Baghdadi räumte Gebietsverluste in Syrien und dem Irak ein, sagte seinen Anhängern aber, sie sollten sich nicht sorgen, weil der IS auf keinen Ort beschränkt sei. Die  Gebietsverluste seien eine Prüfung Allahs für die Anhänger der Terrorbruderschaft. Der Irak hat den Krieg gegen den IS für siegreich beendet erklärt. Allein in Syrien, wo es keine konzertierte Aktion gegen den IS gegeben hat, hält dieser noch einige Gebietsfetzen. Wo sich Baghdadi aufhält, ist unbekannt. Seine letzte Videobotschaft hatte der Terrorkalif in der großen Moschee von Mossul aufnehmen lassen. Da der Großteil der Stadt wie auch die Moschee seit der Vertreibung des IS im Herbst vergangenen Jahres in Trümmern liegt, wird er in Syrien vermutet.    B.B.


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Keine Kommentare


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.