Kein überraschender »Sturm auf Europa«

Vor 25 Jahren prophezeite neue Völkerwanderung hat begonnen – Erste Auflage auch heute noch erstaunlich aktuell

19.04.16

Das vor 25 Jahren erschienene Buch: „Sturm auf Europa. Asylanten und Armutsflüchtlinge“ gehört zu den seltenen Fällen, in denen politische Prophezeiungen eingetroffen sind. Sein Verfasser Manfred Ritter war 1990 als Landesanwalt in Bayern an Asylpro-zessen beteiligt und hatte bereits vor Erscheinen seines Buches in Gastkommentaren führender Zeitungen („FAZ“, „Die Welt“, „Rheinischer Merkur“) den massenhaften Missbrauch unseres Asylgrundrechts kritisiert. Seine im Buch ausgesprochene Warnung vor einer drohenden Masseneinwanderung von Armutsflüchtlingen aus der Dritten Welt führte erwartungsgemäß zu einem Sturm der Entrüstung bei linken und grünen Medien.
Da sich die Prognosen des Autors jedoch als richtig erwiesen haben, hat der Verlag nun eine Neuauflage des Buches herausgebracht. Man konnte das „historische“ Buch durch ein zusätzliches Vorwort problemlos aktualisieren, weil die politische und geostrategische Situation hinsichtlich einer Masseneinwanderung heute noch die gleiche ist wie vor 25 Jahren. Das „alte“ Buch ist vor allem deshalb so unglaublich aktuell, weil der Autor dem Leser einen globalen Blick auf die Asylpolitik bietet. Nur wer die Gesamtlage überblickt, kann vernünftige politische Entscheidungen treffen. Bei der Asylproblematik wird den Bürgern von unseren „Einwanderungs-Freunden“ allerdings bewusst dieser Überblick verweigert, um keinen Widerstand aufkommen zu lassen. Deshalb fürchten diese Kreise solche Bücher wie der Teufel das Weihwasser. Wir wären jedenfalls nicht in die derzeitige Flüchtlingskrise geraten, wenn sich Politiker und Medien bereits vor 25 Jahren mit den Argumenten des Autors auseinandergesetzt und die dort vorgeschlagenen Lösungsvorschläge aufgegriffen hätten. Offenbar gilt gerade auch bei dieser so grundlegenden Frage „der Prophet im Vaterlande“ nichts. Thilo Sarrazin lässt grüßen, dessen Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ im Raumschiff Berlin keine notwendige Wende in der Immigrationspolitik auslöste.
Ritter beschreibt das gigantische Grundsatzproblem der Bevölkerungsexplosion in den Entwick-lungsländern. Der weltweite jährliche Zuwachs entspricht etwa der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Dies führt über die Verarmung der Betroffenen zu einem enormen Auswanderungsdruck. Ein Milliarden-Heer von Armen blickt sehnsuchtsvoll auf die „Wohlstandsinseln“ dieser Welt. Industriestaaten, die politische Verfolgung, Krieg  oder sogar Armut als Begründung eines Einwanderungsrechtes akzeptieren, dürfen sich nicht wundern, wenn sie von Millionen Flüchtlingen überflutet werden. Wenn sie in Deutschland dann noch (auf Kosten der Steuerzahler) finanziell genauso gut versorgt werden wie bedürftige eigene Bürger, setzt man damit eine Völkerwanderung aus Asien und Afrika in Bewegung. Der Autor stellt zu Recht die Frage, ob gewisse Medien und Politiker unfähig sind, diese Gefahren zu erkennen, oder ob sie  ganz bewusst unsere Demokratie und unser kapitalistisches System zerstören wollen.
Ritter beweist, dass unser existenziell vom Export abhängiges übervölkertes Land bei einer weltweiten Wirtschaftskrise als eines der ersten Länder zusammenbrechen würde. Eine Massenarbeitslosigkeit würde unseren hoch verschuldeten Staat, der auch keine Reserven in der Rentenversicherung hat, in kürzester Zeit in eine äußerst kritische Lage bringen. Wer unter solchen Voraussetzungen ein Millionenheer von Asylsuchern aufnimmt, handelt verantwortungslos. Allein diese wirtschaftliche Problematik, die auch für unsere Nachbarländer gilt, müsste völlig ausreichen, um jede Art von Masseneinwanderung aus außereuropäischen Ländern zu unterbinden.
Der Autor liefert eine Fülle von weiteren ebenso überzeugenden Argumenten gegen eine Masseneinwanderung, die dringend in unsere politische Diskussion eingehen sollten.
Besonders wichtig für Europa ist der im Buch enthaltene Lösungsvorschlag einer „Regionalisierung“ der Asylsucherströme auf ihre jeweiligen Nachbarstaaten, die dann von überstaatlichen Organisationen, wie Uno oder EU, ausreichende finanzielle Unterstützung erhalten müssten. Dieser Vorschlag wäre es wert, weltweit diskutiert zu werden. Besonders die europäischen Industriestaaten müssten alles unternehmen, um eine solche Regelung international durchzusetzen, wenn sie eine ganz Europa bedrohende gewaltige Völkerwanderung aus Asien und Afrika verhindern wollen. Bernd Kallina

Manfred Ritter: „Sturm auf Europa.  Asylanten und Armutsflüchtlinge: Droht eine neue Völkerwanderung?“. Hase & Koehler-Verlag Mainz 2016, broschiert, 144 Seiten, 8,90 Euro


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