Kein Veto gegen Waffen-Uran

23.08.19

Gronau – Das britisch-niederländisch-deutsche Urananreicherungsunternehmen Urenco, das rund ein Drittel der weltweiten Aktivitäten in diesem Bereich der Atomwirtschaft kontrolliert, erhöht den Anreicherungsgrad für Uran 235 in seiner Anlage in Neu-Mexiko von fünf auf 19,75 Prozent. Offiziell wird eine Waffennutzungsfähigkeit erst ab einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent erreicht, sodass mit dem neuen „HALEU“ (High Assay Low-Enriched Uranium) die internationalen Kontrollschwellen genau unterlaufen werden. Laut Urenco ist der Stoff „für zivile, friedliche Anwendungen in bestehenden und neuen Kraftwerken sowie für Forschungs-, Test- und Medizinische-Isotopen-Einrichtungen“ vorgesehen. Das US-Verteidigungsministerium hat als bisher einzige bekannte Einrichtung Interesse an einem Erwerb des neuen Stoffes angemeldet. Die Bundesregierung als Teil-Aufsichtsbehörde äußerte keine Einwände gegen das Vorhaben, bei dem vermutlich in Jülich entwickelte Zentrifugen zum Einsatz kommen dürften – sowie möglicherweise in Gronau angereichertes Uran.     T.W.W.


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