Kommentar: Gewollte Dummheit

Deutschkenntnisse schaffen Grundlage zur Selbstbestimmtheit

17.07.14
Deutschkurse sind anstrengend, aber die einzige Chance, um auch in der neuen Heimat zurechtzukommen: Der EuGH nimmt aus der Türkei nachziehenden Ehegatten mit seinem Urteil zu den Sprachtests auch die Möglichkeit, sich schnell zu integrieren und selbstständig zu agieren. Bild: epd

Dass die Türkische Gemeinde in Deutschland, aber auch die Grünen das Urteil des EuGH begrüßen, der entschied, dass Sprachtests für nach Deutschland nachziehende türkische Ehepartner gegen europäisches Recht verstoßen, überrascht nicht. Dass aber auch viele deutsche Medien die Entscheidung positiv bewerten, macht deutlich, dass vielen Journalisten nicht bewusst ist, welche Folgen die Zementierung von Parallelgesellschaften hat. Dabei betonen nicht nur Politiker in Sonntagsreden, dass „Sprache der Schlüssel zur Integration“ sei, auch in zahlreichen Zeitungskommentaren taucht der Satz regelmäßig auf, aber offenbar nur, wenn er gerade passt. Bezüglich des EuGH-Urteils ist es nun offenbar angebracht, Mitleid mit den armen, von der deutschen Bürokratie zu Sprachtests genötigten Ehegatten türkischstämmiger Deutscher zu haben. Dass es aber in deren eigenem Interesse ist, zumindest über geringe Deutschkenntnisse zu verfügen, kommt vielen Bejublern der EuGH-Entscheidung gar nicht in den Sinn. Wie sollen sich diese Nachzügler aber in ihrer neuen Heimat zurechtfinden, wenn sie selber nicht einmal beim Arzt deutlich machen können, worunter sie leiden, und es häufig schon daran hapert, dass sie die Praxis nicht finden, weil sie nicht nach dem Weg fragen können?
Wie gut, dass es in Deutschland schon Stadtteile gibt, in denen sich solche Menschen auch ohne Deutschkenntnisse bewegen können, könnte man jetzt zynisch anführen. Zudem sind jene nachgezogenen Ehegatten bestimmt auch viel fügsamer innerhalb ihrer neuen Familie, wenn sie sich aufgrund fehlender Sprachkenntnisse kein eigenes Bild von ihrer neuen Heimat machen oder gar ein eigenes Umfeld aufbauen können.
Wobei es durchaus mysteriös ist, dass offenbar noch so viele junge, in Deutschland geborene Türken einen Partner heiraten, der im Land ihrer Ahnen das Licht der Welt erblickte. Schon erstaunlich, wie viele Urlaubslieben da entstehen, wenn die Großeltern in der Türkei in den Ferien besucht werden. Angesichts von 350000 Familiennachzügen aus der Türkei von 2005 bis 2013 könnte es aber auch sein, dass so manche Ehe nichts mit Liebe zu tun hat, sondern ein Arrangement ist. Aber derartige Gedanken kommen wohl keinem der EuGH-Urteilsbefürworter, obwohl viele immer betonen, wie wichtig es ist, dass Menschen selber frei über ihr Leben entscheiden.
Aber wir wollen an dieser Stelle nicht auf so etwas wie Menschenrechten herumreiten. Sonst käme man vielleicht noch auf die Idee, auch das Thema Meinungsfreiheit anzusprechen. Dann wiederum könnte man folgenden Satz erwähnen: „Anmerkung der Redaktion: Aufgrund einer Vielzahl fremdenfeindlicher und extremistischer Äußerungen haben wir die Kommentarfunktion zu diesem Artikel abgeschaltet.“ Dieser Satz stammt aus der Internet-Ausgabe der „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ („WAZ“) und stand unter einem Artikel, in dem es um eine Online-Petition ging, die sich für einen verpflichtenden bundesweiten Gebetsaufruf für Muslime einsetzt. Noch Fragen? Bel


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Kommentare

Hartmut Bies:
21.07.2014, 10:16 Uhr

Werter Herr Günther,

Bei einer Abschaffung Deutschlands wäre wenigstens alles vorbei(!)
Doch so einfach machen es die inneren Feinde in Politik und Wirtschaft dem gemeinen Volk nicht..
Ich fürchte, da soll ein ein ganzes Land mental versklavt werden,rechtlos und ehrlos.
Wofür viele europäische Länder 2000 Jahre brauchten,machen ein paar pseudoakademisierte Klugscheißer unter dem Deckmäntelchen der Demokratie in wenigen Jahrzehnten zunichte...
Also,...dann lasst uns bald alle zum Vesuv ziehen,..dann hat's endlich ein Ende!


Gerlinde Gabriel:
18.07.2014, 19:03 Uhr

Wozu sollten 'Neudeutsche' deutsch lernen? Ganz gewiß ist ein Gesetzentwurf in Arbeit, der Deutsch-Deutsche verpflichtet, türkisch/arabisch/suaheli zu lernen, um Verständigungsschwierigkeiten vorzubeugen. Gute Nacht Deutschland!


W. Scholz:
18.07.2014, 04:33 Uhr

Herr Günther sie haben recht. Die Deutschen sind bescheuert(s. Napoleon).Ist aber auch kein Wunder wenn man die dt. Geschichte betrachtet. Jeder der Aufmuckte wurde einen Kopf kürzer gemacht. Dazu kommt noch, daß die Deutschen von vornherein zu kaum einer Gemeinschaft fähig sind, es sei denn es wird hirarschisch verordnet. Man stelle sich mal vor das jemand in ein Land kommt das durch Readukation seine Nationalität verloren hat. Wieso soll ein Nationalbewußter (Italiener, Portugiese, Türke ...) vor den Landesbewohnern Respekt haben? Wer sich nicht selbst respektiert wird nicht respektiert. So einfach kann Leben sein. Ich habe selbst diese Erfahrung gemacht. In einer Auseinandersetzung mit einem Türken sagte dieser ich sei ein Nazi. Meine Entgegnung: Dann kommen solche wie er wieder in ein Lager. Darauf hin wurde er ganz still, hat sich umgedreht und ist gegangen. Das passiert noch in München weil die Bayern noch sagen Mir san mir und schreim uns Uns. Berliner haben wohl schon verspielt. Da wissen die Muslime sie brauchen nur ihre Klappe aufzureißen und jeder kuscht.


Rolf-Axel Günther:
17.07.2014, 10:39 Uhr

Es ist nicht mehr nachzuvollziehen, wie sich dieses Deutschland verhält. Der Slang der muslimischen Jugendlichen wird als "NEUER DIALEKT" verkauft, dabei zeigt er nur die Faulheit und Unterbelichtetheit dieser Menschengruppe. Familienmitglieder der Türken brauchen kein Deutsch zu können(wie man damit in einem fremden Land leben soll, interessiert nicht), und so weiter und so fort. Dank diesen linksgrünen Volkshassern wird D bald nicht mehr existieren. Aber ehrlich: Die Deutschen haben es auch verdient abgeschafft zu werden. SO EIN BESCHEUERTES VOLK GIBTS NUR EINMAL!!!!!!!!!!


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