Kommentar: Kulturelle Sensibilität

21.11.13

In Berlin macht sich eine Verhaltensweise breit, die „kulturelle Sensibilität“ genannt wird. Das ist mein Vorschlag für das Unwort des Jahres 2013. Geprägt hat es ein stellvertretender Direktor einer Volkshochschule eines Plattenbaubezirks, als er die Aktbilder einer Künstlerin abhängen ließ, um Musliminnen auf ihrem Weg zum Integrationskurs nicht zu irritieren. Wie sollen die Frauen sich integrieren, wenn ihnen keine Gelegenheit gegeben wird, unsere Lebensweise, zu der die Errungenschaften der emanzipatorischen Bewegungen der letzten 100 Jahre gehören, die den Westen zu einem so angenehmen Lebensort gemacht haben, kennenzulernen? Integration kann ja nicht bedeuten, dass wir uns an die Lebensweise derjenigen anpassen, die zu uns kommen. Diese einfache Tatsache auszusprechen, scheint heute schon ein Akt zu sein, der einigen Mut erfordert.
Das Bilderverbot ist keineswegs ein Einzelfall. Muslimische Mädchen sollen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, oder nur im „Burkini“, wie die unhygienische Ganzkörperverhüllung verniedlichend genannt wird. Muslimische Frauen sollen nicht von männlichen Ärzten behandelt werden. Sanitäter, die Erste Hilfe leisten wollten, werden immer häufiger von muslimischen Männern angegriffen, die gar nicht daran denken, „kulturelle Sensibilität“ ihrem Gastland gegenüber aufzubringen. Es häufen sich die Meldungen, dass Feuerwehrleute attackiert und an ihrer Arbeit gehindert werden. Polizisten werden angespuckt, geschlagen, gejagt. Mitglieder arabischer Clans bekunden öffentlich vor Gericht, dass sie den Rechtsstaat nicht anerkennen. Das alles steht keineswegs in der „Nationalzeitung“, sondern in „Welt“, „Tagesspiegel“, „taz“.
Während wegen der großen Empörung die Aktbilder in die Volkshochschule zurück­kehrten, wenn auch nicht an ihren ursprünglichen Platz, machte eine noch verstörendere Meldung die Runde. Auch im Roten Rathaus wurde „kulturelle Sensibilität“ geübt.
Anlässlich der 3. Konferenz des Rates der Religionen im Roten Rathaus wurde ein Gebetsraum für muslimische Prediger eingerichtet, in dem alle Bilder und Statuen verhängt waren. Abdul Adhim Kamouss vom Verein Tauhid e.V. fand das „sehr schön“. Aber was hat ein Forum mit dem Ziel, langfristig verschiedene kommunale Projekte zu realisieren, um eine religiöse Stimme für die Stadt zu  bilden, im Roten Rathaus zu suchen? Wieso werden in Zusammenarbeit des Senats mit religiösen Gemeinschaften Projekte gefördert, die „im mehrheitlich atheistischen Berlin Religionen bekannt machen“ sollen? Gilt es in Berlin die Trennung von Staat und Kirche nicht mehr? Vera Lengsfeld


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Kommentare

777 faruka:
1.12.2013, 17:22 Uhr

Kulturelle Sensibiltät??Muss was neues sein!Habe ich noch nicht gehört!
Ich habe aber auch etwas neues.
Wie wär mir KULTURSCHLEIMEREI!Oder KULTURSCHLEIMER.
Der Ausdruck erinnert mich sehr an unseren BP.


Peter Karner:
22.11.2013, 18:01 Uhr

Es faellt in Deutschland seit ein paar jahrzehnten auf, dass nur noch die Schleimer und Kriecher in hoehere Positionen gehievt werden. Das gilt fuer Politik, Wirtschaft und alle anderen Bereiche gleichermassen. Es sollte auch eine allbekannte Tatsache sein, dass Schleimer und Kriecher nie die intelligentesten Beispiele menschlicher Wesen waren, doch eher die Duemmsten und psychisch Angeschlagensten, wie wir ja noch aus dem Kindergarten, der Schule und der Hochschule wissen. Wen wundert es da, wenn heute die Fruechte dieses Handelns voll zu Tage treten. Oder was sonst erwartet man von solch kranken Gehirnen, denen man ueber jahrzehnte erlaubt hat, Ihresgleichen zu befoerdern und in alle Instanzen zu installieren? So lange man dieses Unkraut nicht ausreisst und verbrennt, wird es immer weiter wuchern und alles ersticken. Aber die Deutschen wissen ja alles immer besser, denn ich kann mich noch erinnern, dass man mich belaechelte, als ich schon vor 30 Jahren vor dieser Entwicklung warnte. Uebrigens hat auch die NPD damanls klar gesagt: "Auslaender Raus". Nun muesst Ihr es ausbaden und Ihr habt es ALLE nicht besser verdient. Nur zur Beruhigung: Es kommt noch viel schlimmer!!!


Andreas Müller:
22.11.2013, 11:47 Uhr

„kulturelle Sensibilität“ hab ich speziell noch von keinen Moslem und auch keinen anderen Ausländer in D gesehen, der sich genauso reinhängt wie das Paradebeispiel unserer Empörungsministerin,oder der Integrations-(Moslem)-beauftragten.
Das scheint ein typisch deutsches und Linkes Problem zu sein.


Sandra Baumann:
22.11.2013, 11:21 Uhr

Nicht nur in Berlin, Frau Lengsfeld. In ganz Deutschland fehlt die Trennung von Staat und Kirche. Und seit wir mit der "Religion des Friedens" begeistert werden, noch weniger. Teilweise vorauseilender Gehorsam, teilweise widerwärtige Unterwürfigkeit. Es wundert in Berlin allerdings umso mehr - weil doch gerade der regierende Bürgermeister Wowereit wissen sollte, was das für ihn und seine sexuelle Orientierung bedeuten würde, käme der Islam nur in Ansätzen ans Ruder. Ist schon merkwürdig, dass all die angeblich gebildeteten Menschen mit einer dermaßenen Inbrust an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. Man könnte meinen, die Abschaffung von Demokratie, Freiheit und Modernität sei das oberste Ziel in diesem Land. Einzige Freude: All diese Bereicherungen, die wir inzwischen hier haben, tun alles - aber sicher nicht einen Cent in die Sozialkassen abführen. Von daher wird es nach und nach schlecht aussehen mit der rundum-Versorgung unserer fetten und feisten Trogbesetzer! Man kann dieses Übel also praktisch aussitzen. Irgendwann sitzen wir wie im Mittelalter - dafür als Frauen züchtig verhüllt hinter verschlossenen Türen! Danke Deutschland!


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