Lampedusa ist erst der Anfang

Bevölkerungsexplosion in Afrika spült Folgen jahrzehntelanger Fehlplanung an EU-Küste

16.11.13
Menschen, wohin das Auge blickt: Innerhalb einer Generation hat sich die Bevölkerung in Uganda fast verdreifacht. Bild: F1 Online

Obwohl sich die Bevölkerung in einigen afrikanischen Ländern innerhalb von zwei Jahrzehnten fast verdoppelt hat, begrüßen die meisten Regierungschefs eine hohe Kinderzahl. Dank sinkender Kindersterblichkeitsrate erreichen inzwischen immer mehr Afrikaner das Erwachsenenalter, doch die meisten erwartet ein Leben ohne Perspektiven. Für viele ist der einzige Ausweg aus ihrem Elend eine Flucht nach Europa.

Nur die wenigsten derjenigen, die für ein Bleiberecht der in Berlin und Hamburg gelandeten afrikanischen Asylbewerber demonstrieren, dürften realisiert haben, dass diese nur die Vorhut eines Menschenstroms sind, der in den nächsten Jahren Richtung Europa strebt, denn für Nachschub ist gesorgt. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Bevölkerung Afrikas auf eine Milliarde verdoppelt, und da sechs und sieben Kinder pro Frau auf dem schwarzen Kontinent immer noch üblich sind, ist eine weitere Verdoppelung auf zwei Milliarden Menschen bis 2050 zu erwarten. In Nigeria wird sogar ein Anstieg um 349 Prozent von derzeit 160 Millionen auf 730 Millionen Menschen im Jahr 2100 prognostiziert. Ländern wie Mali (408 Prozent), Somalia (663 Prozent) oder Malawi (741 Prozent) wird von den Vereinten Nationen noch ein deutlich höheres Bevölkerungswachstum vorhergesagt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst Bürgerkriege, Dürren und Epidemien die Zunahme nur bedingt verlangsamen. Dank Ent- wicklungshilfeprogrammen hat zugleich die Kinder- und Müttersterblichkeit massiv abgenommen, Nahrungshilfe von zahlreichen internationalen wie nationalen Organisationen hat zudem die Zahl der an Hunger Sterbenden gesenkt. Und so kommt es, dass in Ländern wie Uganda inzwischen 78 Prozent der Bevölkerung unter 30 Jahre alt sind. Viele von ihnen haben nichts anderes zu tun, als selber Kinder in die Welt zu setzen, denn der Staat ist nicht in der Lage, den Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten, und so gilt die traditionelle Vorstellung, dass Kinder die beste Altersvorsorge seien.
Doch obwohl die ugandische Hauptstadt Kampala vor Menschen überquillt, ist Überbevölkerung kein Top-Thema in dem Land. „Wir haben zu viele Debatten und Komitees zur Familienplanung und viel zu wenig Umsetzung“, zitiert das „Handelsblatt“ die ugandische Parlamentsabgeordnete Sylvia Ssinabulya. Zudem ist Kinderreichtum in vielen afrikanischen Ländern politisch gewollt. Für sie ist Masse ein Zeichen von Größe. Und so klagt Ulrike Neubert von der Stiftung Weltbevölkerung darüber, dass von ihr auf die Folgen des ungelenkten Bevölkerungswachstums angesprochene afrikanische Politiker oft abwinken. „Die halten einem dann entgegen: ,Ihr wollt wohl, dass wir weniger werden‘“, so Neubert.
Dabei muss man eigentlich kein Genie sein, um zu erkennen, dass eine heranwachsende Masse perspektivloser Jugendlicher für die Stabilität eines Staates und dessen Wachstum eine Gefahr darstellt. Ein Blick in die nahe Vergangenheit nicht nur Afrikas, sondern der ganzen Welt zeigt, dass Millionen arbeitslose junge Männer ein Land schneller ins Chaos stürzen können als Umweltkatastrophen oder Missernten. Inzwischen erfassen auch immer mehr afrikanische Regierungschefs die Folgen ihres Handelns. Einige wie Paul Kagame in Ruanda steuern auch inzwischen gegen, doch die meisten hoffen darauf, dass sich die Probleme von allein lösen. Da kommt vielen die Massenabwanderung nach Europa nur recht.  Rebecca Bellano


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Kommentare

jabba jabba:
27.06.2015, 09:01 Uhr

Kein Problem, meine Freunde.

Unsere Discounter-Ketten haben bereits reagiert und fügen schon seit einiger Zeit in die Abbildungen ihrer Werbeprospekte *gaaaaanz* unauffällig in vermehrter Zahl lustige bunte Bildchen mit zunehmend stärker pigmentierten Wunschkunden ein.

Solltet Ihr also nicht zu dieser künftig erwarteten Käufer-Klientel gehören, tut ihnen doch einfach den Gefallen und meidet diese Handelsketten.

Auf das Aldi, Lidl und Co. bunter werden mögen...


Thorsten Müller:
21.11.2013, 18:52 Uhr

Da braut sich eine für Europa tödliche Mischung zusammen: Durch Selbstverwirklichung und Verhütung implodierende einheimische Bevölkerungen bei uns, explodierende Menschenmassen in Afrika und dazu ein angeblich oder tatsächlich von den Industrienationen verursachter Klimawandel. Wie viele Dürren wird es in diesen Ländern brauchen, bis man sich im Recht fühlt, mit ganzen Stämmen nach Norden aufzubrechen? Wir stehen am Anfang einer Völkerwanderung gegen die die germanische ein laues Lüftchen gewesen sein wird.


Gerald Franz:
19.11.2013, 17:21 Uhr

Und damit hätten wir auch dafür eine Lösung:

Lügende Flüchtlinge können nachträglich Asylstatus verlieren
Gericht: Grobe Täuschung wiegt schwerer als Anerkennungsurteil

Wenn Asylsuchende bei Angaben zu Verfolgung und Herkunftsland zur Lüge greifen, kann ihnen der Flüchtlingsstatus nachträglich auch dann wieder aberkannt werden, wenn er per Gerichtsurteil durchgesetzt worden war. Gezielte grobe Täuschungen können die Rechtskraft eines Urteils nachträglich "durchbrechen", wie das Bundesverwaltungsgericht in einem am Dienstag verkündeten Urteil entschied. (Az. 10 C 27.12)

Im aktuellen Fall hatten eine Frau und ihre beiden Söhne 1998 unter falschen Namen Asylanträge gestellt und behauptet sie seien als syrisch-orthodoxe Christen in der Türkei verfolgt worden. Durch Urteil eines Verwaltungsgerichts wurde das Flüchtlingsamt verpflichtet, die Frau und ihre Kinder als Flüchtlinge anzuerkennen. Zehn Jahre später stellte sich dann aber heraus, dass die Kläger Armenier sind, nie in der Türkei gelebt haben und auch in Armenien nicht verfolgt wurden.

Daraufhin hob das Bundesamt die Flüchtlingsanerkennungen auf. Zu Recht, wie die Leipziger Richter nun entschieden: Die Anerkennung der Kläger sei nur erfolgt, weil das Verwaltungsgericht über "zentrale Elemente des Flüchtlingsschickals" belogen worden sei. Gezielte Täuschungen über Identität, Staatsangehörigkeit und angebliche Verfolger rechtfertigen es jedenfalls ausnahmsweise, die eigentlich bestehende Rechtskraft eines Urteil zu "durchbrechen" und die Rücknahme der Flüchtlingsanerkennung zu ermöglichen, heißt es im Urteil.

Quelle: http://de.nachrichten.yahoo.com/l%C3%BCgende-fl%C3%BCchtlinge-k%C3%B6nnen-nachtr%C3%A4glich-asylstatus-verlieren-143230171.html


Manfred Herrmann:
17.11.2013, 16:14 Uhr

Diese Wahrheit wird leider kaum noch ausgesprochen. Statt auf die Gefahr der Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt hinzuweisen und hier Gelder und Ideen für Möglichkeiten zur Geburtenkontrolle freizugeben, beschäftigen sich die Meinungsmacher mit dem Pseudoproblem "Klimawandel". Leider lässt sich die Realität aber nicht vorschreiben, wo die wirklichen Probleme sind. Und leider wird die Beschäftigung mit vermeintlichen uns nicht vor den Folgen der wirklichen Problemen bewahren.


Jörn Gebert:
16.11.2013, 15:45 Uhr

Eigentlich müsste es ein Migration von europäischen Unternehmern nach Afrika geben und zusammen mit den Einheimischen was aufbauen, so das die Europäer und Afrikaner was davon haben. Solange aber Europa im sozialistischen und idiologischen Morast feststeckt werden wir diese Art von Migration sehen. Auch diese Fehlentwicklung wird erst vom grossen Euro/Dollar Zusammenbruch beendet werden.


Edith Schuler:
16.11.2013, 13:10 Uhr

Eine Defi­ni­tion zur viel dis­ku­tier­ten Überbevölkerungs-Problematik nachfolgend:

Über­be­völ­ke­rung als Aus­wir­kung – Ursa­che – Symptom…

…ist die Unfä­hig­keit auf indi­vi­du­el­les Leid ange­mes­sen zu rea­gie­ren. Das wirkt – nachhaltig!

…ist die Unfä­hig­keit Acht­sam­keit zu pfle­gen, sich der Pflicht ver­pflich­tet zu füh­len. Es eilt – mor­gen dann!

…ist die Unfä­hig­keit sich und andere zu spü­ren, Gewalt und Zwang zu ver­ban­nen. Im Hier und Jetzt zu sein – Wann?

…ist die Unfä­hig­keit nicht län­ger gren­zen­los über Gren­zen hin­weg auf Kos­ten ande­rer Bedürf­nisse zu stil­len. Ver­zicht ist schmerz­voll – Gott bewahre uns!

…ist die Unfä­hig­keit Kon­flikte zu ver­hin­dern! Hier und jetzt Lösun­gen zu kre­ie­ren! Gren­zen­los macht­voll mäch­tig zu sein!

Wei­tere Defi­ni­tio­nen zum Begriff “Über­be­völ­ke­rung” fin­den sich bei Inter­esse im Netz, Edith


Andreas Müller:
16.11.2013, 10:22 Uhr

Das Thema ist ja nicht gerade neu und die ersten Vordenker mit ihrer teils sehr düsteren Prognose Club of Rome und Herbert Gruhl wurden vor gut 40 !!! Jahren mehr oder weniger ausgelacht und ignoriert.
Andererseits ist KEIN europäisches und erst recht KEIN deutsches Problem, sondern in Afrika hausgemacht.
Und uns Deutsche im Besonderen können die Afrikaner erst recht keine "koloniale Wiedergutmachung" anheften! (wie aktuell in Berlin und anderswo so gerne echauffiert wird)
Und so wie die ROT-GRÜNEN mit ihrer Deutschlandhasserei ALLE ins Land lassen, ist auch Irrsinn, da dadurch KEIN einziges Problem gelöst, sondern eher noch verschärft wird.
Nicht nur das unsere Sozialkassen dann bankrott sind und KEINER mehr einzahlen will und die soziale Absicherung komplett zusammenbricht,
schon aus rein ökologischer Sicht ist Europa völlig übervölkert, die Böden werden über Gebühr genutzt und drohen dauerhaft auszulaugen,
ein Großteil der Lebensmittel wird seit langem importiert.
Hier noch mehr Menschen: 300/500/1 MRD. (Moslems sowieso, Inder wollen dann auch kommen!) aufzunehmen wäre der Supergau.

Die Formel sagte Helmut Schmidt
schon vor 30 !!! Jahren.
Wirtschaftliche (partnerschaftliche)Zusammenarbeit JA!
Bevölkerungsüberschüsse ist jedes Land selbst verantwortlich.
Und wenn ein Maghreb-Diktator mal wieder die eigene Bevölkerung als Hungergeisel nimmt, um europäische Entwickungshilfe-gelder auf sein Schweizer Privatkonto überwiesen zu bekommen, muss man als Europäer einfach hart bleiben und die rote Karte zücken!
Leider ist es immer noch so, dass man die Afrikaner aufgrund ihrer durch und durch korrupten, egomanen Eliten zu ihren Glück oberlehrerhaft zwingen muss, um für das Volk eine Zukunft zu sehen.
Leider ist das mit unserer Elite, die mehr auf das Ohrflüstern eines Goldman-Sachs hörig reagiert nicht zu machen
und hier braut sich das nächste gigantische Pulverfass vor sich hin.
Herbert Gruhls Version von den " bis an die Zähne bewaffneten Staat", aus REINEM Selbsterhaltungantrieb nimmt bedrohliche Konturen an.


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