Mehr Ladestationen für Autos

Der polnische Staat fördert den Ausbau der Infrastruktur für Elektro-Pkw – Auch Allenstein profitiert

14.02.20
Sie sollen helfen, die Infrastruktur der Elektromobilität zu verbessern: Ladestation in Allenstein Foto: D.K.

Noch sind Elektroautos eine recht teure Alternative, aber nach Meinung von Experten können sie in einigen Jahren zu einem Haupt-Transportmittel werden und den gesamten Verkehrssektor revolutionieren. Auch auf polnischen Straßen wächst die Anzahl der E-Autos. Angesichts langsam voranschreitenden Kohleausstiegs sowie der schwer erreichbaren Klimaziele drängt man polenweit auf den Ausbau der Elektromobilität.
In Allenstein sollen bis Mitte März 100 neue Stromtankstellen aufgestellt werden. Die erste Ladesäule für Elektrofahrzeuge wurde vor sechs Jahren auf dem Parkplatz des Wissenschafts- und Technologieparks errichtet. Nach dem Gesetz über die Elektromobilität müssen große und mittelgroße Städte neue Standorte für öffentlich zugängliche Ladepunkte vorschlagen. Auf diese Weise soll die Elektromobilität in Polen gefördert werden. Wie Łukasz Pikuła, der Bevollmächtigte des Stadtpräsidenten für die Energieinfrastruktur, sagte, zieht man hauptsächlich Standorte in der Nähe von Mehrfamilienhäusern und in den von Anwohnern stark frequentierten Gebieten in Erwägung. Genannt wurden das Gebiet um den Okullsee und der Altstadtbereich.
Die meisten derzeit bestehenden Stromtankstellen gibt es in den Parkhäusern der größten städtischen Einkaufszentren „Ermländische Galerie“ und „Aura“.
Im vergangenen Jahr wurden in der gesamten Republik Polen 1400 Elektroautos verkauft. Zwar gehört Allenstein nicht zu den Spitzenreitern in diesem Bereich, aber die Autohändler sehen ein wachsendes Interesse an elektrisch angetriebenen Wagen. Je realer das in Aussicht gestellte Förderprogramm der Regierung für den Kauf von Elektroautos wird, desto größer ist die Chance, die Kaufentscheidung der Verbraucher zu beeinflussen. Damit ein Fahrer auf seinen konventionellen Diesel- oder Benzin-Pkw verzichtet und auf ein Elektroauto umsteigt, muss die nötige Ladeinfrastruktur ausgebaut werden.
Der Aufruf zur Einreichung von Förderanträgen wird voraussichtlich noch in diesem Quartal erfolgen. Im polnischen Parlament wird noch erörtert, wie die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge künftig errechnet wird. Der größte Nachteil umweltfreundlicher Autos ist ihr hoher Preis. Zu den Vorteilen zählt, dass man die Busspuren benutzen darf, was besonders zu Stoßzeiten angenehm ist, da man Staus meiden kann, sowie gebührenfreies Parken. Derzeit sind in Allenstein 21 Elektroautos zugelassen. Vor einem Jahr waren es nur sieben. Mit dem ausgebauten Netz von Ladestationen und geplanten Subventionen wird in Zukunft die Nachfrage nach E-Autos vermutlich steigen. D. K.


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