Millionenstadt an Kostgängern

390.000 Syrer in Deutschland dürfen bis zu zwei Millionen Familienangehörige nachholen – Bis zu 70 Milliarden Euro Zusatzkosten pro Jahr

06.09.17

Am 28. August beim Flüchtlingsgipfel in Paris ließ Angela Merkel eine verstö- rende Zahl durchsickern: 390.000 Syrer in Deutschland hätten das Recht auf Familiennachzug, und zwar bereits bis Anfang des Jahres 2018. Diesen sozialen Sprengstoff knapp einen Monat vor der Bundestagswahl zu lancieren, zeigt, wie sicher sich Merkel ist, die Wahl zu gewinnen, geschehe, was da wolle.
Zurückhaltend gerechnet: Wenn 390.000 Personen, also Männer aus dem orientalischen Kulturkreis mit den dort üblichen Großfamilien, auch nur jeweils vier bis fünf Familienmitglieder nachholen – eine Frau plus Kinder –, bedeutet das in wenigen Monaten zwischen 1,56 und 1,95 Millionen weiterer Moslems allein aus Syrien in Deutschland. Das ist eine Millionenstadt in der Größe zwischen Hamburg und München. Sie kosten den deutschen Steuerzahler im Durchschnitt 3000 Euro pro Person und Monat, also zwischen 4,68 und 5,85 Milliarden Euro. Im Monat.
Aufs Jahr hochgerechnet bedeutet allein der Familiennachzug der 390.000 Syrer Mehrkosten für Deutschland zwischen 56,16 und 70,2 Milliarden Euro. Zusätzlich zu den bisher bereits rund 50 Milliarden Euro, die Deutschland bereits – nach einer realistischen Berechnung des Wirtschaftswissenschaftlers Bernd Raffelhüschen – pro Jahr für sogenannte Flüchtlinge aus aller Welt ausgibt, die hier in die Sozialsysteme eingewandert sind.
Da der Bundeshaushalt für das Jahr 2018 rund 330 Milliarden Euro umfasst, würde ungefähr ein Drittel des Bundeshaushaltes für vorwiegend islamische Einwanderer ausgegeben werden. Geld, das nicht der Staat erwirtschaftet, sondern das die gewerblichen und privaten Steuerzahler an den Staat abgeben müssen.
Von Rückkehr ist unterdessen keine Rede, dabei ist sie längst wieder möglich. Der Fernsehsender Euronews brachte am 31. August eine Reportage aus Homs. Viele Syrer würden jetzt in die befriedete Stadt zurückkehren. Homs sei auch dringend auf tatkräftige Einwohner angewiesen – zum Beispiel auf Bäcker, weil „für Syrer Brot zum Alltag“ gehört. Bisher backt, laut Euronews, allerdings erst ein Bäcker in Homs. Erstaunlich, dass in Deutschland viele Syrer aus Homs „Bäckereien“ oder „syrische Restaurants“ als Geschäftsidee angeben, sowie ihnen ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird. Noch erstaunlicher ist, dass niemand die „schutzsuchenden“ Syrer fragt, wann sie denn ins befriedete Syrien zurückkehren. Zu ihren Familien, die dort seit Jahren überlebt haben.
Noch etwas verstört aktuell anlässlich der 390.000 Syrer, die Asyl, also temporäre Zuflucht, in Deutschland genießen und die deshalb absurderweise ihre Familien nachziehen lassen wollen: Am letzten Wochenende ging in Damaskus mit einem Besucherrekord von 2,2 Millionen die 59. „Internationale Messe“ zu Ende. Bei der letzten Messe 2010 – seither fiel sie bürgerkriegsbedingt aus – wurden nur 600.000 Besucher registriert. Das diesjährige Motto lautete „Syrien lebt“. 1562 Unternehmen aus 43 Staaten stellten aus, darunter auch Deutschland mit einem „deutschen Pavillon“, auf dem sich die Firmen Ostendorf Kunststoffe und BQ Rohrsysteme aus Niedersachsen durch eine libanesische Vermittlerfirma vertreten ließen.
    Ulrike Dobberthien


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