Neues Sarrazin-Buch: Der Autor gibt den Deutschen eine letzte Chance

30.08.18

Nach seinen vier Bestsellern „Deutschland schafft sich ab“, „Europa braucht den Euro nicht“, „Der neue Tugendterror“ und „Wunschdenken“ legt der Volkswirt und frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin nun einen weiteren Band mit dem Titel „Feindliche Übernahme“ vor, der sicher ebenfalls zum Verkaufsschlager avancieren wird.
Diese Prognose erfordert wahrlich keine hellseherischen Fähigkeiten, geht es doch um das heiße Eisen Islam. Deshalb wurden wie im Falle von „Deutschland schafft sich ab“ auch schon lange vor dem Erscheinen des Buches erste Urteile – oder besser gesagt Vorurteile – sowie Spekulationen über den Inhalt verbreitet. So fragte beispielsweise die „Bild“-Zeitung: „Ist das neue Buch zu hart?“ Immerhin laute sein Untertitel ja „Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“.
Aber genau das ist tatsächlich der Fall – den Nachweis hierzu tritt Sarrazin auf fast 500 Seiten mit der ihm eigenen nüchternen Logik und aufschlussreichem Zahlenmaterial an. Damit beantwortet er seine anfängliche Leitfrage, welche lautet: „Inwieweit bildet der Islam … und inwieweit bildet die Einwanderung von Muslimen nach Europa eine Gefahr für die Zukunft der westlichen Gesellschaft und für unser Lebensmodell?“ Durch diese Herangehensweise stellt sich Sarrazin explizit und mit voller Absicht gegen all jene Beschwichtiger und Verharmloser in Politik und Gesellschaft, die das Problem Islam ignorieren und Andersdenkende wie ihn mit der denunziatorischen Diagnose „Islamophobie“ mundtot zu machen versuchen.
In seiner Argumentation geht Sarrazin sehr systematisch vor, indem er zunächst im ersten Abschnitt die Frage nach dem Wesen des Islam und dem Inhalt der koranischen Offenbarung stellt. Das ist insofern wichtig, als die heilige Schrift der Muslime sehr schwer zu lesen ist, da sich ihre Kernaussagen mehr oder weniger willkürlich und redundant über den gesamten Text verteilen. Im Verlaufe dieser Analyse kommt Sarrazin zu dem Schluss, dass der „Koran seine Spannkraft einerseits aus der Ehrfurcht vor dem einzigen Gott, … andererseits aber aus dem Hass auf die Ungläubigen“ beziehe. Somit begünstige Mohammeds Offenbarung Autoritätshörigkeit und Gewaltbereitschaft sowie „eine Tendenz zum Beleidigtsein und zur Intoleranz“. Zugleich behindere sie Wissbegier und Veränderungsbereitschaft, Meinungsfreiheit und Demokratie sowie die Emanzipation der Frau.
Letzterer Umstand wiederum führe zu auffälligem Kinderreichtum und einer höchst gefährlichen „demografischen Expansion“: „Weil … die islamische Welt wegen der durch den Islam beförderten Rückständigkeit weitaus fruchtbarer ist als die westliche Welt, ist die dem Islam innewohnende demografische Sprengkraft über Kriege und Einwanderungsdruck gleichzeitig eine Bedrohung für die Zukunft und die Stabilität der westlichen Welt.“ Ansonsten, so Sarrazin weiter, erkläre der „Unterwerfungsgestus des Islam … sowie die Geringschätzung nicht religiösen Wissens“ auch den auffälligen technisch-zivilisatorischen Rück-stand der islamischen Welt, welcher den Neid und Hass auf den Westen noch vergrößere.
Nach dieser Diagnose auf der Basis der Lehren des Koran betrachtet der Autor im zweiten Abschnitt die islamische Staatenwelt von Arabien bis Indonesien im Detail und legt dabei zahlreiche Beweise für die Richtigkeit der obengenannten Aussagen vor: In allen islamischen Ländern nimmt die Bevölkerung in schnellem Tempo zu, aber „stark sind die islamischen Länder nur beim Bevölkerungswachstum. Schwach sind sie bei der Schaffung von Wohlstand, schwach sind sie bei der Bildung ihrer Menschen, und schwach sind sie in Wissenschaft und Technik.“
Im dritten Abschnitt beschäftigt sich Sarrazin dann noch detaillierter mit den diversen „Problemzonen islamischer Gesellschaften“ und zeigt weitere negative Auswirkungen des Islam, als da wären: geistige Unmündigkeit, Verödung der Künste, unterdurchschnittlich entwickelte kognitive Kompetenzen, teilweise auch bedingt durch häufige Verwandtenheiraten, männliches Dominanzgehabe, zwanghafte Geschlechtertrennung, Fundamentalismus und Terrorismus, Verfolgung von Nichtmuslimen, Antisemitismus und politische Instabilität. Dieser Teil der Ausführungen Sarrazins schließt mit dem Ausspruch des pakistanischen Atomphysikers Pervez Hoodbhoy: „Tief versteckt empfinden Muslime, dass sie gescheitert sind … Für viele Muslime steht die Frage im Raum: Warum ist es vorbei mit unserer Großartigkeit?“ Wobei – so Sarrazins vollkommen zutreffende Beobachtung – die Antwort der religiösen Führer des Islam hierauf lautet: Weil ihr nicht streng genug im Glauben seid! Deshalb die Radikalisierung der Gläubigen in der islamischen Welt und außerhalb derselben.
Um die Befindlichkeit der Muslime in der „Diaspora“ geht es dann im vierten Abschnitt, welcher von den „Muslimen im Abendland“ handelt. Hier erklärt Sarrazin einleitend, dass der starke Drang der Anhänger des Islam, in die Länder des Westens überzusiedeln, aus „der Rück-ständigkeit und den ungelösten Problemen ihres eigenen Kulturkreises“ resultiere. Dabei bezeichnet er die Einwanderung der Muslime als präzedenzlosen Vorgang: Anders als frühere Immigranten lehnten sie die Kultur und Religion der Aufnahmeländer ab und verweigerten jede Vermischung mit den Menschen dort – so lebten 90 Prozent der Muslime in Deutschland in Parallelgesellschaften! Dennoch versuchten sie aber, der autochthonen Bevölkerung die eigenen kulturellen und religiösen Vorschriften aufzuzwingen. Außerdem, so Sarrazin weiter, finde ein Import all der Gebrechen statt, an denen die islamische Welt leide. So bestehe beispielsweise „ein erheblicher Teil der Zugewanderten von  60 bis 70 Prozent … aus funktionalen Analphabeten.“ Und das wiederum belaste die Sozialsysteme, weil die muslimischen Neuankömmlinge so natürlich nicht in den Arbeitsmarkt integrierbar seien. Anschließend weist Sarrazin noch anhand amtlicher Statistiken nach, dass auch die „Gewaltkriminalität in Deutschland und Europa weit überdurchschnittlich mit der Herkunft aus islamischen Ländern verbunden“ sei.
Angesichts der ganz offensichtlich vollkommen gescheiterten Integration der Mehrheit der Muslime und der Gefahren, welche von ihrer religiösen Prägung ausgehen, listet der Autor dann im fünften und letzten Abschnitt mit dem Titel „Was man tun muss“ Maßnahmen auf, durch die all den geschilderten Missständen hierzulande abgeholfen und die „feindliche Übernahme“ durch den Islam verhindert werden könne. Diese sind: Stärkung der deutschen und europäischen Identität, nüchterne Definition der eigenen Interessen sowie Befreiung der Einwanderungspolitik von Ideologie und Wunschdenken, nachhaltiges Umsteuern in der Flüchtlings- und Asylfrage beziehungsweise eine „robuste und realistische nationale Islampolitik“ sowie die Revision der Außen- und Entwicklungspolitik zur Stärkung der säkularen Kräfte rund um den Globus. Darüber hinaus gelte es, die Muslime in den westlichen Ländern stärker in die Pflicht zu nehmen, was die Teilhabe an Staat und Gesellschaft betreffe. In diesem Zusammenhang müsse die Bildungspolitik die kulturelle Assimilation unterstützen und „auf Integration durch Leistung“ setzen. Dazu gehöre auch der Abbau falscher Anreize in der Sozialpolitik.
Das ebenso lesenswerte wie informative Buch, dessen Stärke insbesondere in der systematischen Präsentation unwiderlegbarer Fakten und Statistiken liegt, endet mit einer nochmaligen Warnung: „Bei unveränderter demografischer Dynamik und unveränderter Einwanderung ist der Islam in Deutschland und Europa langfristig auf dem Weg zur Mehrheitsreligion.“ Und das könne höchst fatale Folgen haben, denn „Mehrheitsislam und eine freiheitliche Gesellschaft schließen sich offenbar aus.“
Es steht zu vermuten, dass die Sarrazin-Gegner angesichts dieser Schlussfolgerungen wieder mit Schaum vor dem Mund Sturm laufen werden. Das ändert allerdings nichts an den Realitäten, die Sarrazin völlig korrekt beschrieben hat, weswegen sein Buch wohl bald zur Bibel aller Islamkritiker avancieren wird.    Wolfgang Kaufmann

Thilo Sarrazin: „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“, FinanzBuch Verlag, München 2018, gebunden, 496 Seiten, 24,99 Euro


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