Österreich: Islamische Landkarte im Internet

02.03.12

Einige Aufregung gibt es um eine nun im Internet abrufbare „Islamische Landkarte“, in der – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – 400 in Österreich tätige islamische Vereine verzeichnet sind. Erstellt hat die Dokumentation, die zur „Versachlichung“ der Islam-Debatte beitragen solle, Ednan Aslan von der islamischen Religionspädagogik an der Universität Wien im Rahmen des durch EU und Innenministerium finanzierten Projekts „Imame in Österreich“.
Von Muslimen wird die Dokumentation zum Teil heftig angefeindet, weil sie unliebsame Feststellungen über bestimmte Organisationen enthält, wohl aber auch, weil damit allgemein sichtbar wird, wie viele Einrichtungen es bereits gibt.
Besonders irritiert ist man bei der Österreich-Sektion von „Milli Görüs“, deren Vereine die zweitstärkste Gruppe in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) sind und der auch der IGGiÖ-Präsident angehört. So heißt es etwa, dass deren meist im Ausland ausgebildete Imame kaum über Deutsch-Kenntnisse verfügen, ihre Loyalität gegenüber der Führung in der Türkei betonen und vor der „Gefahr der Assimilierung“ warnen.
Für den 10. März ist eine „Kalifats-Konferenz“ in Vösendorf südlich von Wien geplant, bei der laut Einladung „das Kalifat als alternatives Staatsmodell vorgestellt werden“ soll. Die Veranstaltungshalle wurde jetzt zwar von den Behörden gesperrt, aber aus gewerberechtlichen Gründen, nicht weil der Organisator Shaker Assem Sprecher der in Deutschland und in arabischen Ländern verbotenen radikal-islamischen „Partei der Befreiung“ (Hizb-ut-Tahrir) ist. Ob die Konferenz ganz abgesagt wird, ist noch offen.
Inzwischen wurde auch bekannt, dass Shaker Assem in dem von der Erzdiözese Wien finanzierten Afro-Asiatischen Institut bisher regelmäßig „Freitagsgespräche“ abhalten konnte. Die Erzdiözese hat dies nun unterbunden und eine Untersuchung angeordnet.  R. G. Kerschhofer


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Kommentare

no name:
4.03.2012, 11:21 Uhr

Nicht übersehen werden sollte: Die meisten dieser angeblichen Vereine sind nicht als Verein eingetragen.


Ali Bubi:
2.03.2012, 17:20 Uhr

Tja... Wien 1683... aber im polytisch korrägtan EU-Staatenverbund gilt das Fremde noch viel mehr, als die in Jahrhunderten mit Blut und harter Arbeit errungenen Erkenntnisse und Fortschritte von + für die Einheimischen!

Erst wenn ihr wieder blutet und ggf. Sklaven euerer "Bereicherer" seid, werdet ihr`s merken!


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