»Pornografisierung der Schule«

Bis zu 3000 Menschen haben in Stuttgart gegen den »Bildungsplan 2015« demonstriert

27.10.14
Wehren sich gegen Gruppensex auf dem Lehrplan: Teilnehmer der „Demo gegen alle“. Bild: pa

Stuttgart hat die bislang größte Demonstration gegen den „Bildungsplan 2015“ erlebt. In den Augen der Demonstranten plant die grün-rote Landesregierung einen bisher beispiellosen pädagogischen Eingriff auf die sexuelle Entwicklung der Kinder. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Zwischen 1200 und 3000 Personen haben vergangenen Sonntag in Stuttgart gegen den „Bildungsplan 2015“ der baden-württembergischen Landesregierung demonstriert. Konkret stoßen sich die Demonstranten an der vorgesehenen „Erziehung zur Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt“, die laut den Initiatoren der „Demo für alle“ genannten Veranstaltung den Rahmen des Zulässigen und Kindgerechten massiv sprengt.
Akuter Anlass der Demonstration war, dass der Petitionsausschuss des Landtages eine Petition gegen den Bildungsplan abgeschmettert hatte, obschon sie von 192000 Bürgern unterzeichnet worden war. Die Ablehnung erfolgte den Angaben der Initiatoren zufolge ohne Begründung. Daher sei man nun erneut auf die Straße gegangen. Die Teilnehmerzahl habe die aller bisherigen Kundgebungen übertroffen.

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Laut dem Plan soll Sexualkunde künftig fachübergreifend unterrichtet werden und ausdrücklich auch Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten und ausgefallenen Sex-Praktiken fördern. Den Gegnern des Plans werfen dessen Befürworter Homosexuellenfeindlichkeit vor. Die weisen diesen Vorwurf scharf zurück. Es gehe nicht um die Diskriminierung sexueller Minderheiten, sondern um den Schutz von Zehn- bis 14-Jährigen vor einer Übersexualisierung im Unterricht.
Etwa 500 Polizisten mussten die Veranstaltung gegen 200 linke Gegendemonstranten schützen. Die Linken bewarfen die Beamten mit Stinkbomben und spuckten sie an. Bei der Durchsuchung einzelner Gegner der „Demo für alle“ stellten die Polizisten Böller, Quarzhandschuhe und Vermummungsmaterial sicher.
Dem Aktionsbündnis „Demo für alle“ haben sich rund 20 Organisationen und Initiativen in Baden-Württemberg angeschlossen, die von kirchlichen Gruppen und der AfD bis zu CDU-Gruppierungen wie den „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) oder Evangelischen Arbeitskreisen in der CDU (EAK) reichen.

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Flankierende Unterstützung erhielt die Demonstration vom Vorsitzenden des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Bernd Sauer. In einem Beitrag für den „Focus“ rechnet der 60-Jährige mit den Plänen der grün-roten Landesregierung scharf ab: „Dildo, Taschenmuschi, Handschellen, Aktfotos, Vaginalkugeln – was Gender-Sexualpädagogen, neo-emanzipatorische Sexualforscher und andere postmoderne Entgrenzer unseren Kindern unter dem Siegel einer ,Sexualpädagogik der Vielfalt‘ vorlegen wollen, ist unsäglich“, so Sauer in seiner Stellungnahme. Er zeigt sich entsetzt darüber, dass den Kindern laut „Bildungsplan“ „Oral- und Analverkehr“, „Gruppensex-Konstellationen“ oder die Frage, „Wie betreibt man einen Puff?“ im Unterricht nähergebracht werden sollten.
Was da geplant werde, sei eine „Pornografisierung der Schule“, die auf eine „staatlich sanktionierte Vergewaltigung der Kinderseele“ hinauslaufe. „Die Odenwaldschule lässt grüßen“, mahnt Sauer. Das progressive Internat war unlängst in die Schlagzeilen geraten, als etliche ehemalige Schüler frühere Lehrer anklagten, sie jahrelang sexuell missbraucht zu haben.

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Der Hinweis auf die Odenwaldschule ist möglicherweise mehr als bloße Polemik. Antje Schmelcher hat in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ die Hintergründe und Stichwortgeber dessen untersucht, was in Baden-Württemberg vorgesehen ist. Besonderen Einfluss übe die „Gesellschaft für Sexualpädagogik“ (GSP) aus mit ihrem Mitbegründer und Vorstand Uwe Sielert, Professor für Pädagogik in Kiel. Dieser komme aus der „neo-emanzipatorischen Sexualforschung“, welche der Sexualforscher Helmut Kentler begründet habe.
Kentler, so Schmelcher, habe Anfang der 70er Jahre verwahrloste Kinder bei vorbestraften Pädophilen untergebracht, „Kümmern gegen Sex, das war der Deal“. Als Kentler 2008 starb, habe Elisabeth Tuider, eine Kasseler Professorin, das Nachwort geschrieben, zusammen mit dem Bremer Soziologen Rüdiger Lautmann. Lautmann habe 1994 das Buch „Die Lust am Kind. Porträt eines Pädophilen“ veröffentlicht.
Tuider wiederum arbeitet mit Sielert in der GSP zusammen und hat mit ihm gemeinsam das Buch „Sexualpädagogik weiterdenken. Postmoderne Entgrenzungen“ veröffentlicht. Tuider empfehle beim Sexualunterricht für Kinder ausdrücklich, eine „Verwirrung“ und „Veruneindeutigung“ der Zöglinge anzustreben. Genau dagegen richten sich die Proteste. Kinder würden zutiefst und absichtlich verunsichert, ihre Schamgrenze eklatant verletzt und ihre schützenswerte, da hochsensible sexuelle Entwick­lung womöglich dauerhaft beschädigt.
In Stuttgart sprachen auch Vertreter ähnlicher Organisationen wie „Demo für alle“ aus Frankreich und Polen. Ihren Worten zufolge fürchtet man in den Nachbarländern ähnliche Entwicklungen wie in Deutschland. Innerhalb Deutschlands sind zumindest Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betroffen, wo ähnliche Pläne wie in Baden-Württemberg teilweise laufen oder angedacht werden. Beeindruckt von den Protesten hat Baden-Württembergs Regierung den „Bildungsplan 2015“ zunächst um ein Jahr auf 2016 verschoben.
Der Sprecher von Landeskultusminister Andreas Stoch (SPD) warf den zur Demo erschienenen CDU-Politikern vor, gemeinsam mit AfDlern demonstriert zu haben. Grünen-Landeschef Oliver Hildebrand kritisierte, die CDU-Vertreter stellten sich an die Seite „ultrakonservativer Kreise“. CDU-Landeschef Thomas Strobl solle sich erklären.     Hans Heckel


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Kommentare

Tom Orden:
27.10.2014, 13:05 Uhr

„Demo für alle“ bedeutet für die Linken offenbar: Böller, Quarzhandschuhe und Vermummungsmaterial mitbringen, um den politischen Gegner einzuschüchtern.
Da sieht man mal wieder was grün/linke Gutmenschen unter Deomkratie und meinungsfreiheit verstehen :-(
Ich hoffe die Gegner des grün/roten Bildungsplanes haben Erfolg.
Viel Erfolg.
Lasst euch von den Politgaunern nicht unterkriegen.


Frank Heitbrock:
27.10.2014, 12:38 Uhr

Die Partei der rot lackierten Kommunisten und perversen Pädophilen versucht offenbar ihr abartiges Weltbild Grundschulkindern einzuimpfen.

Wenn man dann noch diese Fakten über den Werdegang der Mitverfasser dieses unsäglichen "Bildungsplans 2015" liest sträuben sich mir entgültig die Nackenhaare.

Die Grünen haben sich ganz offensichtlich nie von dem Einfluss der Pädophilen in ihrer Partei distanziert.
Im Gegenteil - diese perverse Strömung innerhalb dieser Partei soll nun offensichtlich "Staaträson" werden.

Man kann nur hoffen dass der deutsche Michel endlich aufwacht und allmählich mitbekommt, wen und was er da eigentlich in den Landtag gewählt hat.

Hier mal ein "nettes" Beispiel vom Oberpädophilen Daniel Cohn-Bendit, gerade eben gefunden.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cohn-bendits-paedophile-aeusserungen-danys-phantasien-und-traeume-12164560.html
"„Ich bin nicht nur ein Papierwichser“

Unterdessen stellt sich heraus, dass es unter Cohn-Bendits Verantwortung weit mehr pädophile Äußerungen gibt, als bisher angenommen. Im „Pflasterstrand“, einem Stadtmagazin für die Frankfurter Linke der Jahre 1977 bis 1990, finden sich immer wieder abstoßende Texte. „Letztes Jahr hat mich ein 6jähriges Genossenmädchen verführt“, heißt es 1978 in den „Gedanken eines Sauriers“. „Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse die ich je hatte...und es ist jetzt auch nicht wichtig, ein Traktat über das für und wider von Päderastie zu schreiben.“ Cohn-Bendit zeichnete als presserechtlich Zuständiger für den „Plasterstrand“.

Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Cohn-Bendit © dpa Vergrößern Daniel Cohn-Bendit vor der Verleihung des Theodor-Heuss-Preises

Zwei Jahre später wird in dem Heft über die „Abschussquoten von Kindern“ räsoniert: „Für alle Altersstufen von Mai bis Juni (Regenerationszeit), für ein- bis dreijährige gilt die Schonzeit während der ganzen ersten Jahreshälfte...Das zulässige Höchstabschussalter wurde im Vergleich zu den Vorjahren (vor dem Jahr des Kindes) um zwei Jahre auf vierzehn Jahre gesenkt.“ Man kann das als eine Anspielung auf die damaligen Diskussionen über die Zulässigkeit von - wie pädophile Aktivisten es damals nannten - „Sex mit Kindern“ lesen. Cohn-Bendit hatte sich dazu im französischen Fernsehen geäußert. „Die Sexualität eines Kindes ist etwas Fantastisches. Man muss aufrichtig sein, seriös, mit den ganz Kleinen ist es etwas anderes“, sagte Cohn-Bendit, „aber wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, sie auszuziehen: Es ist großartig, weil es ein Spiel ist. Ein wahnsinnig erotisches Spiel.“

Wähler von Grünen und SPD scheinen so etwas irgendwie toll zu finden - warum auch immer.


rainer sebald:
27.10.2014, 05:21 Uhr

Die Menschen sollten sich fragen was steckt dahinter.
Dahinter steckt die Zerstörung unserer Kultur und der Familie.Unsere Peiniger (USA und UK) haben erkannt das ,wenn ein Volk (die Deutschen) keine Werte mehr hat ,schneller zu vernichten ist.Denn wer keine Werte hat ,hat auch nichts zu verteitigen. Ob Rot-Grün, CDU oder sonstige Parteien auf der Deutschen Theaterbühne des Politzirkus sind Alliiert Fremdgesteuert.Sie werden sich über unsere Köpfe hinweg setzen und die Ziele der Anglo-Amerikanischen Verbrecher durchsetzen.Und wer sich sagt:Das können die doch nicht machen... Doch das machen sie und noch viel mehr. Siehe derzeit Ukraine damit verbundene Antirussische Hetze oder Irak-Syrien,wer oder was ist die IS.? Richtig von den USA und Briten bezahlte Killer die den Weg fürs Öl freimordet. Ebenso in Westafrika Sierra Leone und Liberia und "Ebula".Zufällig da wo es Diamanten und Neuentdeckte Ölfelder gibt bircht eine "Seuche" aus. Und die "Gute" USA will helfen.Nein sie wollen durch die Hintertür (mit UNO Blauhelmen und WHO) die Bodenschätze den Afrikaner stehlen ,nur darum geht es. Und bei uns? Ja da geht es um die Versklavung Europas.Man hat erkannt wenn Europa von innen herausfault wie ein Apfel (der Kern ist Deutschland) kann man Europa schneller zerstören .Und damit haben wir die "Ehre" als Vorreiter das unsere Kultur als erste beseitigt wird. Meine Meinung ist. Ja sie können es machen.Die USA und UK haben seit Ende des 2 WK. mehr als 20 Millionen Menschen umgebracht ohne Konsequenzen für die USA und UK.Was machen dann noch die paar Deutschen die sich ihren Untergang entgegenstellen...


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