Problematisch

Wozu der Reichstag einen »Westwall« benötigt, warum die Wirklichkeit viel zu rechts ist, und was absolut notwendig bleibt / Der satirische Wochenrückblick mit Hans Heckel

27.07.19

Denen muss ja furchtbar die Muffe gehen. Wovor haben die nur so viel Angst? Wie Sie auf Seite 1 lesen, soll der Reichstag mit einer Art „Westwall“ gegen den Platz der Republik abgeschirmt werden, einem befestigten Graben von der Bauweise, wie man sie früher gegen Durchbruchsversuche mit schwerem Gerät errichtet hat. Droht aus dem Berliner Tiergarten eine Panzerattacke auf das deutsche Parlamentsgebäude?
Wohl eher nicht. Vielleicht hat die Kommission des Ältestenrates auch nur eine Entwicklung erkannt, die sich in unserem Land immer mehr ausbreitet.
Wie wir lesen, haben Horden junger Männer aus wärmeren Weltregionen die Innenstadt im saarländischen Saarlouis vorübergehend in eine Bürgerkriegszone verwandelt. Die Spezialeinheiten der Polizei waren machtlos und mussten laut Bürgermeister Peter Demmer den „geordneten Rückzug antreten“. Klingt wie: Die Staatsmacht hat die Beine in die Hand genommen und die  Bürger mit der orientalischen Gewaltorgie alleingelassen. Aber so sagt man das natürlich nicht, denn in Deutschland gibt es bekanntlich keine rechtsfreien Räume.
Sozialdemokrat Demmer hat in einem „Brandbrief“ an Landesinnenminister Klaus Bouillon von der CDU die schlimme Situation in seiner 35000-Einwohner-Gemeinde geschildert. Das Ärgerlichste an der Sache ist: Die Eskalation ereignete sich zur völligen Unzeit. Kaum drei Wochen zuvor hatte sich die Landeshauptstadt Saarbrücken mit den Stimmen aller Ratsfraktionen mit Ausnahme von ... − Sie wissen schon − zum „sicheren Hafen“ erklärt, der gern noch mehr Asylsucher aufnehmen möchte. Wie sieht das denn jetzt aus? Zum Glück haben die überregionalen Medien die Vorgänge von Saarlouis weitgehend übergangen.
Demmer war wenigstens so taktvoll, bei der Landesregierung bloß um mehr Polizei zu betteln. Er belässt es also bei der Bearbeitung der Symptome. Was wäre wohl gewesen, wenn er stattdessen die Ursachen angerührt und weniger Immigration, sichere Grenzen und mehr Abschiebungen gefordert hätte?
Du liebe Zeit! Das hätte übel auf die Stimmung geschlagen, die sich gerade erst wieder aufzuhellen beginnt und stellenweise sogar in die selige Euphorie von 2015 umzuschlagen scheint. Rostocks scheidender Bürgermeister Roland Methling verkündet: „Wir können jederzeit auch 1000, 2000, 10000 oder 20000 Flüchtlinge aufnehmen.“ Und das gelte für „jede deutsche Stadt“.
Wir dürfen zuversichtlich davon ausgehen, dass die herzliche Einladung von der Warnow über das (außerhalb Deutschlands) gut ausgebaute globale Mobilfunk­netz längst bis in die hintersten Winkel Afrikas und des Orients vorgedrungen ist: Habt ihr gehört? Die deutschen Bürgermeister haben uns gerufen!
Wir dürfen auch nicht alles in einen Topf werfen. Die Furcht der Bundestagsabgeordneten mit der Angst der Bürger von Saarlouis auf eine Stufe zu stellen, hieße, Äpfel mit Obst zu vergleichen. Im Reichstag hegt man begründete Sicherheitsbedenken aufgrund einer realen Gefahrenlage. Der Ruf nach mehr Polizei für die saarländische Kleinstadt entspringt dagegen einer nur gefühlten Unsicherheit, welche einer diffusen Angst entspringt, die auf einem vorurteilsbelasteten Blick auf Migrantinnen und Migranten aus bestimmten Erdteilen fußt.
Der Bürgermeister von Saarlouis hat sich anstecken lassen von dieser verzerrten Sicht auf die wahre Wirklichkeit. Damit ist er nicht allein, wie Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik entdecken musste.
Sie wittert „rechte Einstellungen“ bei ihren Polizisten und hat auch schon den Grund für diesen Abgrund ergründet: Wenn man über Jahre in problematischen Kiezen unterwegs sei und dort mit Respektlosigkeit und Widerstand konfrontiert werde, könne das „zu problematischen politischen Meinungen führen“, so Slowik. Oder, wenn man es täglich mit Gewalt in Familien zu tun habe, immer wieder die gleichen Kinder aus den gleichen Familien rausholen und nach drei Tagen und fünf Tagen wieder vorfahren müsse, dann nerve das irgendwie. Auch Polizisten, die ständig mit Clans oder kriminellen Jugendlichen zu tun haben, dächten im Dienst nicht unbedingt an die Vorteile von Multikulti, sagte ein Polizeimeister aus Neukölln laut „Berliner Zeitung“.
Daher sollen die Beamten nach Slowiks Plan künftig nur noch zeitweise in Problem-Stadtteilen arbeiten und dann durch die Stadt rotieren. Außerdem will die Polizeipräsidentin die politische Einstellung der Berliner Polizisten gründlicher überwachen.
Wir könnten es auch so ausdrücken: Polizisten, die zu lange an einem Fleck bleiben, kriegen irgendwann heraus, was da wirklich los ist. Die Wirklichkeit ist einfach viel zu rechts, als dass man die Sicherheitskräfte damit dauerhaft konfrontieren darf, ohne dass sie sich einen Reim darauf machen.
Um das zu verhindern, schickt man sie nach einiger Zeit besser wieder weg, damit sie nur noch per Medien über die Lage in ihrem ehemaligen Wirkungsbereich unterrichtet werden. Beispielsweise über das fabelhafte Gelingen all der vielen bunten Integrationsprojekte, die Vorzüge der Clan-Auffüllung durch Familiennachzug und den stetigen Rück­gang der Kriminalität.
Überraschenderweise haben Polizisten aus den eher deutschen Stadtteilen wie Köpenick oder Zehlendorf dem Rotationsplan wenig abzugewinnen. Man kenne die Leute dort und sei bekannt, das erleichtere die Arbeit, so ein Betroffener. Na? Ist das auch alles? Oder hat der Polizist auch aus der Ferne einiges mitbekommen von den Zuständen in Neukölln und denkt bereits „problematisch“?
Wir wollen es nicht hoffen. Allerdings hat Slowik womöglich einen heiklen Aspekt ihres Rotationsplans übersehen. Könnte es sein, dass ein bislang ganz multikultifreundlicher, also „unproblematisch“ denkender Uniformierter aus dem Villenviertel erst durch seine zeitweise Versetzung in die bunten Ecken der Metropole von „problematischen“ Gedanken infiziert wird?
Beruhigenderweise stellen die Polizisten nur einen kleinen Teil des Wahlvolks, das in seiner Mehrheit stets die Themen für wichtig hält, die es für wichtig halten soll. Den Klimawandel nämlich. Luisa Neubauer, das deutsche Gesicht von „Fridays for Future“, fordert weitere einschneidende Maßnahmen. So sollten Inlandsflüge verboten werden, findet die 23-Jährige.
Das hatten wir irgendwie erwartet, denn wie vor einem Jahr bekannt wurde, fliegt Neubauer sowieso lieber ins Ausland, etwa nach Kanada, China und Hongkong, Marokko, England, Namibia, Tansania oder Indonesien. Darüber hatten wir ja schon berichtet. Freundlicherweise lässt sie uns allen noch ein kleines Schlupfloch, um auch weiterhin innerhalb Deutschlands fliegen zu dürfen. Bedingung für das Verbot sei der Ausbau der Deutschen Bahn.
Uff, da haben wir ja noch mal Glück gehabt, denn darauf können wir lange warten. Und es kommt noch besser: Sie selbst nutze auch „hin und wieder“ das Flugzeug. Dafür schäme sie sich auch. Außerdem nehme sie den Flieger nur aus „einer absoluten Notwendigkeit“. Kurz mal nachdenken: Wofür muss eine Hamburgerin, die in Göttingen Geografie studiert, mit „absoluter Notwendigkeit“ in den Flieger steigen? Um die Inseln von Indonesien selber nachzuzählen?
Auf jeden Fall sollte sie von ihren vielen notwendigen Fernreisen über den ganzen Globus wieder solche lustigen Urlaubsfotos ins Netz stellen wie letztes Jahr, auf denen sie derart herzerfrischend lacht, dass jeder spüren kann, wie sie sich „schämt“. Apropos Urlaub: Wo verbringt Neubauers Klimakampfgenosse „Rezo“, der kurz vor der EU-Wahl so viel Furore im Internet gemacht hat, die schönste Zeit des Jahres? Wieder auf den Malediven wie schon 2018?


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Kommentare

Norman Braastad:
30.07.2019, 08:55 Uhr

Die Planspiele bezüglich der inneren Sicherheit, welche von unserer Bundesregierung durchgeführt werden, müssen zu einem ziemlich brutalen Ergebnis gekommen sein. Warum sollte denn sonst der Reichstag mit einem Schutzwall versehen werden.

Eine bessere, menschenfreundlichere Politik hätten solche Maßnahmen nicht benötigt. Offensichtlich kommen die Auswirkungen der Eurorettung, Energiewände, Vernichtung der Industrie und Migration immer näher an die Verantwortlichen in Berlin und sie müssen sich mit dem Wall so lange schützen, bis sie mit Hubschraubern ausgeflogen werden.


Norman Braastad:
29.07.2019, 22:12 Uhr

Die Planspiele bezüglich der inneren Sicherheit, welche von unserer Bundesregierung durchgeführt werden, müssen zu einem ziemlich brutalen Ergebnis gekommen sein. Warum sollte denn sonst der Reichstag mit einem Schutzwall versehen werden.

Eine bessere, menschenfreundlichere Politik hätten solche Maßnahmen nicht benötigt. Offensichtlich kommen die Auswirkungen der Eurorettung, Energiewände, Vernichtung der Industrie und Migration immer näher an die Verantwortlichen in Berlin und sie müssen sich mit dem Wall so lange schützen, bis sie mit Hubschraubern ausgeflogen werden.


Marco S.:
29.07.2019, 20:07 Uhr

@sitra achra:

Ihre Verabschiedung für die Sommerzeit deutet auf unser östliches Nachbarland hin. Ich werde komplett in das Land meiner Vorfahren auswandern. Die ersten Schritte sind getan. Das was man heute noch Deutschland nennt ist längst verloren. Ich werde zukünftig meine Steuern lieber dort zahlen, als hier diesen ganzen Schwachsinn weiter mitzufinanzieren. Meine Freunde östlich von Oder und Neiße fragen mich ständig, ob wir Deutschen eigentlich noch alle beisammen haben. Viele von denen kennen Deutschland von der Arbeit und fassen sich nur noch an den Kopf. Ich sage dann immer, so ist das mit einem nach dem Krieg besetzten Land, welches bis heute mit seinen „Befreiern“ keinen Friedensvertrag schließen darf. Warum? Weil diese dann all ihre Besatzerrechte verlieren würden, was letztendlich auch den Kontrollverlust über uns bedeuten würde. Das wird niemals passieren. Das Deutsche wird ausgelöscht. Stattdessen reisen unsere links-grünen Gutmenschen durch die ganze Welt und betonen nach ihrer Rückkehr, wie wichtig es sei die Kulturen in Afrika oder Südamerika zu schützen. Geht es aber um unsere deutsche Kultur, wirken sie angewidert und Hass schlägt einem entgegen. Unsere Besatzer haben ganze Arbeit geleistet. Ein Zurück wird es nicht mehr geben. Das, was heute noch einigermaßen gut läuft in unserem Land, wurde noch von unseren Vorfahren aufgebaut und fortgeführt. Davon zehren wir bis heute, aber der Niedergang ist täglich zu beobachten.


sitra achra:
28.07.2019, 22:30 Uhr

Ich verlasse diese Kloake für die nächsten zwei Monate.
Danach kann ich hoffentlich wieder über diese legal gewählten Ratten lachen. Bis mir im Lauf der Zeit wieder permanent kotzübel wird.
Do widzenia!


Arnold Schacht:
28.07.2019, 15:27 Uhr

"Westwall"? - Das ist mal eine neue Bezeichnung, wobei "Wall" ist ja eigentlich "Mauer". Das wollten sie mit Blick auf die berühmte Berliner Mauer nun doch nicht riskieren. Es soll eher ein Graben sein und "Aha-Graben" genannt werden (kein Scherz). Dinge, die sich vor 10 - 15 Jahren Satiriker zur Übertreibung ausgedacht haben könnten, meinen die heute wirklich so. Das sind dieselben, die uns erzählen, Deutschland sei sicherer geworden.

Der Bürgermeister von Saarlouis ist ja von der SPD. Hätte er Massenabschiebungen verlangt, könnte es ihm ergehen wie Sarrazin. Das möchte man dann doch nicht riskieren. Schon dass er die Herkunft benannt hatte war für einen Sozialdemokraten eine Grenzüberschreitung. Am Freitag hat es übrigens in Düsseldorf im "Rheinbad" (mindestens - man verliert ja fast den Überblick) zum dritten Mal in dieser Saison eine Räumung gegeben. Integrationsunwillige Moslems (darf man das noch schreiben oder wird das zensiert?) wollten das Bad übernehmen - wahrscheinlich als Übung für die Übernahme der Stadt und des Landes.

Gut, wenn der Bürgermeister Rostocks laut "Hier!" schreit, sollte man ihn bei der nächsten Million mal bevorzugt berücksichtigen (Verzeihung, liebe Rostocker, ist nicht gegen Euch). Vielleicht lernt er dann, was "Obergrenze" bedeutet. Solche Realitätsverweigerer findet man aber nicht nur bei uns. Der kanadische Blogger Stefan Molyneux hat ein Video aus Los Angeles eingestellt. Die Stadt hat sich zu einer "Sanctuary City", also so was wie einem "sicheren Hafen" erklärt. Damit setzt sie Abschiebungen nicht mehr durch und unterstützt illegale Migranten dazu auch noch. Los Angeles ist fiskalisch nahezu pleite. S.M. hat sich zu Wort gemeldet und kam auch dran, doch als er auf die Kosten zu sprechen kam, wurde er abgewürgt mit der Begründung, er würde nicht zur Sache sprechen. Als ob die Finanzierung nicht die Grundlage wäre, die zu beachten ist. Wer Englisch beherrscht, kann sich auf YouTube das Video ansehen.

Zu Berlin: Da darf die Polizei lt. Anweisung jetzt Asylbewerberunterkünfte nur betreten, wenn die Betroffenen sie rein lassen. Die Polizei Chefin ist linksextrem. Also wenn sie "rechts" sagt, heißt das "rechts von der SPD".

Kurz zu Rezo: Wieso geht niemand darauf ein, dass er lt. eigenen Impressum bei TUBEONE ist, was zur Ströer-Media gehört? Ströer unterhält Plakatwände und ist gewerblich orientiert - und nicht billig. Eine kritische Presse könnte dann fragen, ob das berühmte Video auch gekauft war und von wem. Hätte AKK das am Tag nach der Veröffentlichung des Videos auf einer Pressekonferenz getan, wäre das Thema durch gewesen. Ist die so inkompetent?


Siegfried Hermann:
27.07.2019, 11:43 Uhr

In Düsseldorf hat´s auch wieder geknallt.
Da haben die "Heiligen Krieger" im Bad gezeigt, wer das Sagen hat und schon mal feindliche Landnahme geprobt und demonstriert.
Wenn von "50 Nordafrikanern" geschrieben wird,sind es in der Realität 150 oder 250. Und 6, in Worten sechs "Sicherheitskräfte", oft aus dem selben Kulturraum sollten laut O-Bürgermeister für "Sicherheit" sorgen, gelle!?!?
Wahrscheinlich ist die Landesbereitschaft mit 2 oder besser Kohorten schließlich ausgerückt.
Und
da meinen ausgerechnet die Hamelner Klima-Propheten es läge " am schlechten Wetter", das ein Rückgang um 50% (!!) der Badegäste selbst bei Kaiserwetter Schuld sei.
Wie würde Rooobäärt Geiss kommentieren:
Mehr bunte Merkel-Totalverarsche geht nu wirklich nich.

Ähmm, Malediven.
Für einen echten Menschenrechtler sind die Inseln, schön wie sie auch sein mögen, absolutes No-Go! Hier wird die Christen-Minderheit durch die Scharia-Mehrheit wie Sklaven mit entsprechenden Gesetzen diskriminiert und schlimmer.
Aber einen lupenreinen grünen-linken Klimaretter von Soros und Stalins Gnaden interessiert datt nich die Bohne.

Mahlzeit!


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