Reformislam nur mit Polizeischutz

26.06.19

In ihrem Buch „Reformiert euch! – Warum der Islam sich ändern muss“ schildert die Ex-Muslimin Ayaan Hirsi Ali, welche Chancen sie einer Reform des Islam einräumt.
Die aus Somalia stammende Autorin war das eigentliche Ziel des Mörders von Theo van Gogh, dem niederländischen Künstler, Filmemacher und Islamkritiker. Obwohl dessen Mörder Mohammed Bouyeri damals religiöse Motive vorgab, hatten holländische Intellektuelle versucht, die Tat mit sozioökonomischen Motiven zu begründen. Hirsi Ali setzt dagegen, dass man dann, wenn ein Mörder sich auf den Koran beruft, zumindest einmal die Möglichkeit in Betracht ziehen muss, dass er  meint, was er sagt.
Für Hirsi Ali ist es schlicht töricht – wie westliche Politiker und Staatschefs es in regelmäßiger Wiederholung tun –, die Gewaltakte radikaler Moslems von den religiösen Idealen trennen, von denen sie inspiriert sind. Hinter diesen Gewaltakten steht eine politische Ideologie, die im Islam selbst verwurzelt ist, in dessen heiligem Buch, dem Koran, sowie in den „Hadith“ genannten Überlieferungen über das Leben und die Lehren des Propheten Mohammed.
Wegen ihrer kompromisslosen Aussagen zu diesem Thema hat man Hirsi Ali derart vehement angegriffen, dass man meinen könnte, sie selbst hätte eine Gewalttat begangen. Offenbar ist es heutzutage ein Verbrechen, die Wahrheit über den Islam zu sagen. „Hassrede“ ist das moderne Wort für Häresie (Ketzerei). Und in der derzeitigen Stimmung wird alles, was den Muslimen Unbehagen bereitet, als „Hass“ gebrandmarkt.
Durch ihr Buch zieht sich die Klage, dass westliche Liberale an einem Komplott gegen kritisches Denken im Islam teilnehmen. Hirsi Ali zeigt völliges Unverständnis dafür, dass ausgerechnet Liberale, einschließlich Feministinnen und Aktivisten für Schwulen- und Lesbenrechte, sich in der Diskussion auf die Seite der Islamisten schlagen. Dabei sind diese ihre ärgsten Feinde. Die Taktik des Westens dem Islam gegenüber vergleicht sie mit der Taktik des Westens im Kalten Krieg und fragt sich, was wohl passiert wäre, wenn der Westen nicht die Dissidenten unterstützt hätte, sondern – so wie heute im Falle des Islam – die Sowjetmacht, etwa mit der Begründung, der Kommunismus sei eine „Ideologie des Friedens“.
Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Unterdrückung von Frauen im Islam durch Hirsi Alis Buch. Im Schlusskapitel „Die islamische Reformation“ sieht sie aber aus drei Gründen eine Zeitenwende im Kommen: wegen der Informationstechnologie, der Unfähigkeit islamischer Machthaber, zu „liefern“, und des Entstehens von Reformbemühungen im Nahen Osten.
Bei der abschließenden Betrachtung stellt sich jedoch die Frage, wie die Chancen stehen, dass sich irgendwann ein Reformislam durchsetzt. An Versuchen hat es nicht gefehlt, der letzte stammte von Seyran Ates, einer Anwältin und Buchautorin in Berlin, die mittlerweile unter Polizeischutz lebt.    Bodo Bost

Ayaan Hirsi Ali: „Reformiert euch! – Warum der Islam sich ändern muss“, Penguin Verlag, München 2016, Taschenbuch, 320 Seiten, 10 Euro


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

Siegfried Hermann:
28.06.2019, 15:07 Uhr

Frauen wie Fr. Hirsi und Ates, haben in der Kritik der kulturellen Dingen der islamischen Gesellschaft vollkommen recht und sollten in jeder Hinsicht von uns Europäern und Christen unterstützt werden.
ABER.
Ein Kardinalfehler begehen beide doch!
Der Islam ist KEINE Religion, sondern
wurde als Machtinstrument von diesen Mohamad erschaffen und von seinen Erben weiterentwickelt, um gnadenlos die Menschen zu unterwerfen.

Offen gelegt wird das in "Sexualität in den Religionen der Welt" von Gerhard Bellinger und sollte gefälligst Standart-Pflicht-Lektüre im Bildungsbereich werden.

Mal von v. Däniken´s Variante der Aliens abgesehen, wo Allah ein Protektor des Mondes war, aber gierig auf die Erde stierte..
Dieser ominöse Allah war NIE ein Gott und geht u.a. als blutrünstiger Baàl in der Bibel ein.
Mohammad hat alles mögliche gesehen, nur unseren Erzengel Gabriel garantiert NICHT! Gabriel einzige Aufgabe unter Menschen war, die Ankunft des Messias, also Jesu, zu verkünden und als Chef einer Schutztruppe dafür zu sorgen, vgl. des Seret Service, das Gottes Plan und Jesu Leben auf Erden vollendet werden konnte, nämlich das Ziel das Loskaufopfer Jesu.
Und wie in der 1. Sure im Koran steht auch in der Bibel. Matthäus 4, Die Versuchung Jesu, WER "Unterwerfung" verlangt.
Kein anderer als Satan.
Der Koran selbst ist demnach Satans Werk der Verblendung.
Mohamad sagt selbst: "Ein Araber kannst du nur mit dem Schwert oder dem Koran beherrschen".
Noch Fragen???

Heute mal keine Mahlzeit, weil mit Grippe im Bett.


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.