Rückbauwelle bei Windkraft

06.11.19

Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Engpässen beim Recycling von Rotorenblättern von Windkrafträdern und vor Risiken beim Rückbau von Windkraftanlagen. Zum Ende des Jahres 2020 werden erstmals Windkraftanlagen aus der 20-jährigen Förderung fallen. Das Umweltbundesamt rechnet daher damit, dass ab 2021 verstärkt Anlagen zurückgebaut werden. Zum Problem können dabei die faserverstärkten Rotorblätter werden, für die bundesweit nur eine Recycling-Anlage existiert. Ein Problem sieht das UBA auch bei den finanziellen Rückstellungen für den Rückbau: Die Betreiber von Anlagen sind verpflichtet, Geld für deren spätere Beseitigung zurückzulegen. Nach Einschätzung des UBA besteht allerdings das Risiko, dass diese Rücklagen nicht ausreichen werden. Für das Jahr 2038 prognostiziert das Umweltbundesamt sogar eine Finanzierungslücke von 300 Millionen Euro. Als Konsequenz seiner Einschätzung empfiehlt das Amt, die Berechnungen zu den Rücklageanforderungen regelmäßig durch Sachverständige prüfen zu lassen. Bundesweit sind derzeit an Land zirka 27000 Windkraftanlagen installiert. N.H.


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Kommentare

Siegfried Hermann:
7.11.2019, 11:06 Uhr

Die Rotorblätter sind dabei noch das geringste Problem!
Der buchstäblich dickste Brocken sind dabei die Stahlbeton-Fundamente. An Tonnage bundesweit hochgerechnet mehr als die Kaiserliche Flotte. Was das an "Renaturierungs"-Energie kosten wird, wird die soooo viel gepriesene CO-2-Bilanz in den Abgrund jagen und das auf die Lebenszeit der Anlage gerechnet.
Immerhin lassen sich die Elektromotoren, Dieselaggregate und Elektroleitungen wieder zu gutes Geld machen. Der Turm wird eingeschmolzen, Kruppstahl erzeugt und zu hochwertigen Euro7-Dieselfahrzeuge recyclet.
Und alles ist wieder gut!


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