Sanktionen als Plus für Moskau

11.02.20

Moskau – Fünf Jahre Russlandsanktionen haben dazu geführt, dass Russland seine landwirtschaftliche Produktion mehr als verdoppelt hat. Sein stellvertretender Landwirtschaftsminister Sergej Lewin bezifferte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Höhe der russischen landwirtschaftlichen Exporte im vergangenen Jahr auf 25 Milliarden US-Dollar. Russland präsentierte sich als wiedererstarkte Agrarnation. Wladimir Putin hatte angekündigt, bis 2024 die Agrarexporte auf 40 Milliarden Euro zu steigern. Mit großzügiger Unterstützung der Regierung als Reaktion auf die im August verhängten EU-Sanktionen hat die russiche Landwirtschaft in vielen Bereichen aufgeholt. Die Produktion von Schweine- und Geflügelfleisch ist so stark gestiegen, dass sich das Land heute hundertprozentig selbst versorgen kann. Lediglich die Produktion von Rindfleisch stagniert. Zu den Exportgütern zählen Raps-, Soja- und Sonnenblumenöl. Wichtigstes Exportgut ist jedoch mit großem Abstand Weizen. War das Land im Jahr 2000 noch Importeur, gibt es heute kein Land der Erde, das mehr Weizen exportiert. MRK


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