Schweigen übers »Niemandsland«

Immer mehr Straßen in Berlin sind bei Dunkelheit gefährlich

21.08.12
Viele Täter werden nicht gefasst: Das Standbild einer Überwachungskamera zeigt den Überfall auf ein Berliner Wettbüro. Bild: Polizei/dapd

Wer von München nach Berlin zieht und mangels Stadtkenntnissen in Berlin-Gesundbrunnen landet, hat Deutschland verlassen. Jedenfalls das ihm bislang bekannt gewesene Deutschland.
 
„Niemandsland“ hat jemand die Gegend genannt, nicht Deutschland, nicht Türkei. Was das allerdings genau bedeutet, merkt man nicht auf Anhieb. Es braucht Zeit. Nirgends stehen Schilder „No-Go-Area ab Dämmerung“, obwohl es sehr angeraten ist, ab dann viele Straßen zu meiden. Auch von der Polizei erfährt man nicht, dass sie den U-Bahnhof Gesundbrunnen als einen der „kriminalitätsbelasteten Orte“ einstuft. Früher sprach die Polizei von einem „gefährlichen Ort“, doch den Begriff darf sie nicht mehr verwenden. „Kriminalitätsbelastete Orte“ werden auch nicht mehr der Öffentlichkeit zur Warnung bekanntgemacht. Das müssen Bürger oder Touristen schon selber herausfinden. Denn, so bestätigte Polizei-vizepräsidentin Margarete Koppers auf Nachfrage der PAZ, solche Orte sollen „nicht stigmatisiert“ werden. Und, so Koppers, es würde sich ja sowieso nichts ändern an der Lage.
Systematisch verschweigt die Polizeipressestelle die Herkunft von Tätern. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Robbin Juhnke, hat sich vor der Wahl dafür ausgesprochen, dies in Polizeimeldungen zu ändern. Und erklärte: „Die Verantwortung liegt beim Innensenator, der genau durch eine solche Verschleierungstaktik von der verfehlten Integrationspolitik ablenken möchte.“ Seit Dezember 2011 ist Frank Henkel (CDU) Innensenator, an der Praxis der Pressestelle hat sich nichts geändert.
Gesundbrunnen ist nur fünf S-Bahn-Stationen vom Brandenburger Tor entfernt. Der heutige Ortsteil entstand 2001 durch die Teilung des ehemaligen Bezirks Wedding. Die Gegend ist sehr gut in der 2010 erschienenen Autobiografie „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ von Arye Shalicar beschrieben. Der jüdische Autor, aufgewachsen zwischen Pank- und Osloer Straße, konnte die Gewalt und den virulenten Antisemitismus unter Türken und Arabern nicht mehr ertragen und verließ Deutschland.
Es mag schlimmere Gegenden in Berlin geben, doch auch hier ist stets mit Raubüberfällen zu rechnen. Die U8, die von hier bis nach Neukölln geht, gilt als Revier von Drogendealern. Viele Geschäfte brauchen privates Sicherheitspersonal. Uniformierte Polizei ist fast nie zu sehen. Sie begibt sich in viele Straßen nur noch in größerer Mannschaftsstärke. Vielerorts in Berlin, besonders in den ethnischen Kolonien, werden in großer Zahl Geschäfte überfallen, selbst kleinste Läden, oft von
Maskierten mit Pistolen und Messern. Einzelne werden durch Gruppen von bis zu zehn Tätern ausgeraubt, die meist Messer haben. Bei den 6100 Raubtaten im Jahr 2011 lag die Aufklärungsquote bei nur 33,8 Prozent, erneut die niedrigste im Bundesgebiet (Zum Vergleich: Hamburg 40,8 Prozent; Bremen 43,2 Prozent; Frankfurt am Main 44,1 Prozent; Hannover 58,8 Prozent; München 62,1 Prozent).
Die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2011 verzeichnet unter anderem 63000 Roheitsdelikte, 3200 Fälle von Jugendgruppengewalt; 1347 Körperverletzungen in Schulen und auf dem Schulweg – gerade haben erneut elf Schulen in Neukölln Wachschutz gefordert. Über 2500 Mal war ein Messer die Tatwaffe. Es gab 670 Überfälle allein auf Zahlstellen und Geschäfte. Auf Wegen, Straßen und Plätzen erfolgten 2000 „sonstige“ Raubüberfälle sowie 3900 gefährliche und schwere Körperverletzungen. Hinzu kamen zahllose brutale Gewalttaten im Bereich von U- und S-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen. Michael Leh


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Kommentare

Horst Steininger:
24.08.2012, 17:44 Uhr

Walter du hast recht, aber kann mir mal jemand sagen, warum das so gewünscht wird von der Finanz und Politik Elite ?
Deutschland schafft sich ab, was will man, was ist das Ziel.
Eine Weltregierung vielleicht ?


Peter Schumacher:
22.08.2012, 10:37 Uhr

Allen geschätzten Lesern der "Preußischen Allgemeinen" darf ich hier noch einen Artikel in der www.jungefreiheit.de empfehlen, darin ist zu lesen, dass Frau Böhmer von uns deutschen Bürgern mehr Wertschätzung für die Einwanderer einfordert. Dieselben seien eine Bereicherung für unser Land und wir sollten Zeichen des Willkommens verbreiten. Ich nehme ja stark an, dass Frau Böhmer in einem der betroffenen Stadtviertel wohnt oder Freunde hat, die dort ihre Kinder in Schule schicken müssen. Walter Behrens hat es in seinem Kommentar richtig erkannt, Deutschland soll ausgelöscht werden und kaum jemand wehrt sich dagegen. Wenn die gehirngewaschenen Deutschen es vielleicht eines Tages merken sollten, dann wird es zu spät sein. Aber machen wir uns nichts vor, es ist schon zu spät. Denn wie kann man diese Umvolkung noch stoppen? Höchstens durch einen blutigen Bürgerkrieg, den ja manche Zukunftsforscher schon vorhersagen. Es kann auch sein, dass unsere "Oberen" das ebenfalls befürchten. Dass die Bundeswehr jetzt rechtlich abgesichert wurde, bei inneren Unruhen eingreifen zu können, kommt sicher nicht von ungefähr. Also freuen wir uns wenn möglich noch ein wenig am Leben, die Zukunftsaussichten sind wahrhaftig sehr düster.


Gerhard Umlandt:
22.08.2012, 06:38 Uhr

Merkel und Seehofer,
Dank und immer wieder Dank!


Walter Behrens:
21.08.2012, 21:13 Uhr

Begreift eigentlich jemand mal, dass es sich um einen politisch
gewollten, initierten Genozid
Deutschlands handelt?


Hans Müller:
21.08.2012, 19:56 Uhr

Liebe Mitleser, habt ihr alle schonmal drüber nachgedacht, das alles genauso sein soll, wie es jetzt ist. es wird noch schlimmer, da seid gefasst drauf. es werden ganz bewusst geistige tiefflieger und kriminelle importiert. denn das es anders geht, wurde uns ja schon gezeigt in der vergangenheit. wenn wir alle schön mit grabenkämpfen im eigenen land beschäftigt sind, dann verlieren wir den wahren feind aus dem auge......wer das ist soll jeder für dich selber entscheiden....


Peter Hausrecht:
21.08.2012, 19:49 Uhr

Die Bösen sind nicht das Problem,
sondern das Problem sind die,die das Böse zulassen; und das fängt beim Wähler an !


peter weber:
21.08.2012, 16:34 Uhr

Schade dass da die Gutmenschen nicht leben. Das sollte einem seine Gesinnung schon wert sein.


Frank Speck:
21.08.2012, 16:30 Uhr

Fakt ist,unsere Politiker müssen weg.Ansonsten wird es nicht besser, im Gegenteil eher viel schlimmer.


Gerhard 65:
21.08.2012, 15:15 Uhr

Einzig und allein politische Unfähigkeit und Unwille sind Schuld an solch verworrenen, kaputten, vergammelten und Deutschland unwürdigen Zuständen.
Aus ganz Deutschland mehrere Hundertschaften freiwilliger, gut ausgebildete Polizisten zusammen ziehen, ausgestattet mit klar verteilten Kompetenzen, Befugnissen und Vorgehensweisen und binnen 24 Stunden ist dieser Stadtteil "sauber" und somit für jeden Bürger ohne Gefahr wieder nutz und begehbar.Aktuell verkommene Zustände in unseren Großstädten, allen voran Berlin sind einzig und allein auf desolate Politik und das lasche Anwenden bereits bestehender Gesetze zurück zu führen.


Kroemer A.:
21.08.2012, 13:48 Uhr

Wo ist denn das Problem? Polizeipräsenz,Razzien,Festnahmen..., man ist doch sonst auch nicht so zimperlich.
Erinnert mich sehr an Bremen, wo der Miri-Clan sich breit gemacht hat und die Polizei Schiss hat, etwas zu unternehmen. Die jeweiliegn Innenminister sind feiglinge, Richter und Staatsanwälte lassen sich von solchen Spinnern bedrohen und stellen Ermittlungen ein. Sind es Ausländer, sofort abschieben - haben sie einen Deutschen pass, sofort abnehmen und weg mit ihnen. Sind es Deutsche, für die nächsten 20 Jahre ins Gefängnis - keinen Kontakt zu anderen Gefangenen. Man muß es nur tun und nicht nur ständig dummes Zeug reden und mit Pädagogengeschwafel alles lösen wollen. Kuschelkurz nützt nichts; anders ausgedrückt: Komme nie mit einem Messer zu einer Schießerei!


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