Soros zündelt wieder

01.10.15

Vom „arabischen Frühling“ bis zum „Euro-Maidan“ - kaum ein Umsturzversuch der letzten Jahre, an dem der Oli­garch George Soros über seine Stiftungen nicht Einfluss genommen hat. Inzwischen scheinen die von dem Multimilliardär finanzierten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) im Zuge des anhaltenden Ansturms von Asylbewerbern nach Europa ein weiteres Betätigungsfeld gefunden zu haben. Recherchen des britischen Fernsehsenders Sky News auf der griechischen Insel Lesbos haben ein „Migranten-Handbuch“ mit dem Titel „Wie komme ich am besten nach Europa?“ zutage gefördert, das sich wie ein Ratgeber zur illegalen Einreise nach Europa liest. Sky News zufolge wird die Publikation von der Organisation „W2EU“ herausgegeben, die zum Open-Society-Netzwerk von Soros gehört. Vollständig in arabischer Sprache verfasst, klärt das Buch darüber auf, welche Rechte Asylbewerber innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten haben und wie sich die Sozialsysteme der verschiedenen Länder am besten ausnutzen lassen. In dem Buch wird außerdem explizit dazu aufgerufen, die Migranten sollten in Europa „auf Rechte“ pochen. Aufgelistet sind zudem Telefonnummern von Helfern, Ratschläge, Empfehlungen, Landkarten und Tipps zu den besten Reiserouten, um ungehindert in die EU zu gelangen.
Das Derartiges mit Geldern des Oligarchen Soros geförderte wird, passt ins Gesamtbild. Die Open-Society-Stiftung räumt ganz offen ein, dass sie in ganz Europa auf breiter Basis Anliegen unterstützt, die „der Sicherheit und dem Wohlergehen irregulärer und regulärer Migranten und Flüchtlinge“ dienen. Soros, der Finanzier der Open Society, hat sich vor Kurzem in einem Artikel für das „Project Syndicate“ ganz offen für einen kompletten Umbau des europäischen Asylsystems ausgesprochen. In einem Sechs-Punkte-Plan forderte der Milliardär unter anderem, dass die EU auf absehbare Zeit jährlich eine Million Asylbewerber aufnehmen soll. Ähnlich wie er dies schon im Fall der Ukraine gefordert hat, soll die EU dabei kräftig mit Steuergeldern unterstützen. Zur Sicherung des Lebensunterhalts soll Brüssel für jeden dieser Migranten nach den Vorstellungen des Multimilliardärs in den ersten beiden Jahren pro Kopf 15000 Euro bereitstellen. Ein weiterer Punkt aus dem Forderungskatalog: Die EU soll auch für sichere Migrationswege sorgen, mit denen Asylbewerber von Italien oder Griechenland in ihre „Zielländer“ gelangen können. Wie eine Selbstempfehlung wirkt der Vorschlag, die EU solle sich in der Asylproblematik um die Unterstützung von NGO und privaten Spendern bemühen.
Offen bleibt einstweilen, was den US-amerikanischen Milliardär veranlasst, sich derart intensiv mit dem Asylsystem Europas auseinanderzusetzen und Forderungen nach einer massiven Zuwanderung in die EU zu stellen. Blickt man darauf, wie wenig Unterstützung beispielsweise anerkannte Asylbewerber in den Vereinigten Staaten erhalten, dann böte sich für den häufig als Philanthropen bezeichneten Soros als naheliegendes Betätigungsfeld eigentlich sein Heimatland an.    
    Norman Hanert


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Kommentare

Hans Peter Wild:
4.10.2015, 06:36 Uhr

Was den gebürtigen Ungarn György Schwartz dazu veranlasst, sich auf dem für u.a. Wohnungsunternehmen derzeit lukrativen Feld der europäischen Migrationspolitik zu engagieren, ist im Wortsinn reine Spekulation. Sicher haben seine Fonds auf den Niederländischen Antillen dahingehend die eine oder andere Wette laufen. Ich kann mir z.B. mittlerweile gut vorstellen, dass an Deutschlands besoffener Willkommensblödheit die EU zerbrechen lassen wird, was des Philanthropen plutokratische Speicher sicher nicht leerer werden lässt. "Und schuld daran ist: ..." - Sie wissens sicher schon.

Die für W2EU verantwortliche mögliche Filiale von Open Society Foundations (Soros) heisst übrigens bordermonitoring.eu e.V mit Sitz in München. Der im Impressum offiziell genannte Häuptling heisst Bernd Kasparek, den Rest kann man ja googeln. Nur Vorsicht: Man sollte nüchtern sein, Brechreiz garantiert - wer da wen in unser aller Namen willkommen heisst...


Andreas Müller:
1.10.2015, 13:20 Uhr

Chapeau!
Herr Hanert.

Das Bundesverdienstkreuz von der Bundesraute, respektive dem Obergauckler, oder einen hoch geschmierten Redaktionsposten im ÖR oder dem Volksverblödungblatt können Sie sind allerdings jetzt abschminken.

WEITERSO!


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