Sozialbetrug leicht gemacht

08.06.13

Gleich drei EU-Kommissare wollen vom deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) Beweise für einen Sozialtourismus in der EU sehen. Der Anlass: Friedrich hatte sich zusammen mit seinen Kollegen aus Österreich, Großbritannien und den Niederlanden über zunehmende Kosten beklagt, den der  Sozialtourismus von Roma aus Rumänien und Bulgarien verursacht.
Auf der Suche nach Beispielen leicht fündig werden könnte die EU-Kommission in den Niederlanden, wo türkische Mafiagruppen ein Geschäftsmodell mit dem systematischen Sozialbetrug durch Bulgaren aufgezogen haben. Wie das konkret funktioniert, hat der in Brüssel erscheinende „De Standaard“ am Beispiel der Stadt Groningen dargestellt. In Bulgarien werden Menschen mit geringem Bildungsstand angeworben und in die Niederlande gebracht. Mit einer polizeilichen Anmeldung wird dann Sozialhilfe kassiert, von der sich die türkischen Banden einen gehörigen Anteil nehmen. Zudem dienen die angeworbenen Bulgaren auch als Strohmänner, um Firmen für Wirtschaftskriminalität zu gründen. Den türkischen Banden dient dabei ein Umstand als idealer Anknüpfungspunkt: In Bulgarien lebt eine große türkischsprachige Minderheit. Die ist in den letzen 20 Jahren sogar auf eine erstaunliche Art zahlenmäßig gewachsen: Nach 1989 sind in Bulgarien auch Roma zum Islam übergetreten und haben damit begonnen, sich als Türken auszugeben, so „De Standaard“. Das Motiv dahinter: ein leichterer Zugang zu türkischen Netzwerken in Westeuropa.
Inzwischen scheint sich in ganz Westeuropa die Erschleichung von Sozialleistungen zu einem gut organisierten System entwickelt zu haben: „Leider ist die Invasion der bulgarischen Minderheiten und der türkischen Roma in die westlichen Sozialleistungssysteme inzwischen zu einer Institution geworden und zunehmend professioneller durchgeführt“, so Krastyo Petkov, der als Soziologieprofessor  in Sofia forscht. Angesichts dieses Befundes klingt umso erstaunlicher, was ein bulgarischer Staatsanwalt zu berichten weiß: „Ich bin sehr überrascht, dass uns aus Deutschland noch keine Beschwerden erreicht haben.“
Dass bei fast drei Millionen Türkischstämmigen in der Bundesrepublik die türkische Mafia ausgerechnet hier das Geschäft mit dem Sozialtourismus aus Bulgarien noch nicht entdeckt haben soll, scheint in der Tat unwahrscheinlich. Zumindest Anzeichen gibt es. Bereits der Deutsche Städtetag hatte Anfang des Jahres zum Zuzug von Roma in deutsche Städte festgestellt, „dass die soziale Notlage der Menschen vielfach missbraucht wird, indem organisiert durch Schlepper gegen ein hohes Entgelt die Vorbereitung der Kindergeldanträge sowie die Vorbereitung des Gewerbezulassungsverfahrens oder die Vermittlung von Wohnraum zu Wuchermieten vorgenommen wird“. Im Klartext: Auch hier hat die Organisierte Kriminalität den Sozialbetrug längst als Geschäftsmodell entdeckt. Für ein organisiertes Vorgehen sprechen würde auch der Anstieg der Zahlen bulgarischer und rumänischer Hartz-IV-Empfänger. Innerhalb von zwölf Monaten stieg die Zahl um 32 Prozent auf 22000 Empfänger. Bisher haben Bulgaren und Rumänen nur in speziellen Ausnahmefällen einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen, etwa, wenn sie hier als Selbstständige tätig sind und zu geringe Einnahmen erzielen. Angesichts des Anstiegs von Leistungsempfänger kann vermutet werden, dass für die Sozialhilfeanträge eine gezielte Vorbereitung etwa durch fingierte Gewerbeanmeldungen existiert. N.H.


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Kommentare

Sandra Baumann:
12.06.2013, 12:21 Uhr

Tja ja, was soll man sagen? Der Abbau D bzw. Abbau Westen hat doch längst begonnen - dazu passen dann ja auch Artikel, wie der in der Scottish Sun, in dem die systematische und bewusste Ausplünderung der Europäer und ihrer Sozialsysteme propagiert wird.
http://www.unzensuriert.at/content/0012991-Islamisten-pl-ndern-Europ-er-bewusst-aus

Es ist schon kaum mehr auszuhalten, wenn man bedenkt, dass Menschen aus bildungsfernen Ländern und Schichten den ach so aufgeklärten und informierten Westen am Nasenring durch die EU-Arena schleifen ... Und unsere Abnicker vom Dienst sprechen von Bereicherung und darüber, dass wir das aushalten müssten. Ja, eine Bereicherung findet statt - aber nicht so, wie es uns die Damen und Herren der Betroffenheits- und Empörungsriege glauben machen möchten. Und ob und wie lange wir das aushalten (müssen) wollen, das wird sich noch zeigen. Soll dann aber keiner jammern, er hätte von nichts gewusst. Wer jetzt noch die etablierten Geldverschenker, Steuerverschwender und Landesverräter wählt, dem ist nicht mehr zu helfen. Toleranz und Aufklärung sind eine schöne Sache - Selbstaufgabe und Kapitulation vor Dummheit, Dreistigkeit und Intoleranz werden sich bitter rächen.


Tom Orden:
10.06.2013, 08:08 Uhr

Die drei EU-Kommissare wollen Beweise sehen?
Ja sind die denn blind?!
Dieses kriminelle Treiben ist doch nicht zu übersehen! Aber ich bezweifele das sich die EU-Kommissare (Zufall das mich der Name an Sowjet-Kommissare erinnert?) dafür interessieren...
Schließlich geht es um das Wohl der Völker Deutschlands, Englands, Österreich und der Niederlande! Und wir wissen doch alle das die EU-Faschisten die Völker und Nationen abschaffen will!!! Und dabei sind solche perversen Masseneinwanderungen scheinbar sehr hilfreich.....
Ich kann daher nur dazu raten bei JEDER WAHL Anti-EU-Parteien zu wählen! Aber man sollte sich die Parteien vorher genau ansehen...


Karl Schmale:
8.06.2013, 01:19 Uhr

Bisher haben Bulgaren und Rumänen nur in speziellen Ausnahmefällen einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen, etwa, wenn sie hier als Selbstständige tätig sind und zu geringe Einnahmen erzielen.
--Ein bisschen falsch formuliert.Es reicht schon wenn man ein Gewerbe anmeldet und 100 Euro als Verdienst angibt.Das reicht und man kann die ganze Familie nachholen die dann natürlich aich Hartz 4 bekommt.

Wie jemand ohne Deutschkenntnisse eine Rechnung schreiben will int. den Staat anscheinend auch nicht,auch wette ich das so gut wie keiner von denen eine Steuererklärung abgibt wenn er überhaupt schon jemals im Leben davon gehört hat.

Viele von denen machen Abbrucharbeiten-glauch ich auch aber das werden sie Schwarz machen.Und wo Asbest etc. landet will ich mir lieber nicht vorstellen.Es wird und davon kann man ausgehen Unternehmer geben die gezielt soclhe Leute als Subunternehmer einstellen und so die teure Entsorgung von Gefahrstoffen sparen.

Aber das int. unsere Linken in Berlin doch nicht.

Vor Jahrzehnten machte Wallraff ja Filmaufnahmen wo ein Sozialdemokrat Schwarz paar Türken für Reinigungarbeiten im Atomkraftwerk suchte...


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