Taiwan weiter ausgegrenzt

24.05.19

Berlin – Auf Druck der Volksrepublik China wird Taiwan erneut der Beobachterstatus bei der Weltgesundheitsorganistion (WHO) in Genf verweigert. Hauptorgan der WHO ist die Weltgesundheitsversammlung (WHA), die diese Woche in Genf zusammentritt. Sogar Journalisten aus Taiwan wurde in den letzten beiden Jahren die Akkreditierung für eine Berichterstattung verweigert. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, die auch ein Asienbüro in Taiwans Hauptstadt Taipeh unterhält, hat dagegen protestiert. In Berlin hat die Taipeh-Vertretung vergangene Woche am Brandenburger Tor eine große Kundgebung mit mehreren hundert taiwanischen und deutschen Teilnehmern abgehalten. Daran schloss sich eine Demonstration durch die Innenstadt an. Auch Bundestagsabgeordnete nahmen daran teil. Der Vorsitzende des parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh, der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willisch (CDU), erklärte: „Taiwan stellt keine nicht erfüllbaren Forderungen. Es möchte mit eingebunden sein in den Informationsfluss der WHO, für die eigene Sicherheit und um seinen Beitrag zur Bekämpfung gefährlicher Epidemien leisten zu können.“ Es habe hierfür auch bereits in vielen Ländern Hilfe geleistet. „Taiwan ist ein Leuchtturm der Freiheit und der Demokratie in Asien“, betonte Willsch. Der Repräsentant Taiwans in Deutschland, Jhy-Wey Shieh, erklärte gegenüber der PAZ: „China ist stur und stark. Aber die Unterstützung vieler Staaten für unsere berechtigten Anliegen ist gewachsen.“    M.L.


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