U-Boot des Islamismus

München: Medien und Politik würgen Diskussion um dubioses Imamausbildungszentrum ZIEM ab

21.02.13
Liebt die Selbstinszenierung: Benjamin Idriz’ politische und christliche Gesprächspartner haben dem gutaussehenden, smarten Imam längst verziehen, dass er seine islamistischen Lehrmeister verschwiegen hat. Bild: lai

Das „Zentrum für Islam in Europa München“ (ZIEM) ist ein Plan mit europäischen Dimensionen. Eine große Parteienkoalition trägt es. Bei dem Bau gehe es „nicht um ein neues Moscheebauprojekt“, so der federführende gleichnamige Verein, es gehe um die Ausbildung von Imamen, um eine „anspruchsvolle Initiative“ im Geist eines europäischen Islam. Kritiker des Vorhabens werden nun diffamiert und ernten Drohungen von allen Seiten.

„Heute machen die rund 80000 Musliminnen und Muslime mit über sechs Prozent der Münchener Bevölkerung die zweitgrößte Religionsgemeinschaft der Stadt aus“, begründen die „40 Multiplikatoren“ hinter dem Vorhaben ihren „Anspruch auf einen Mittelpunkt“. Eine „Fact-Finding-Reise“ führte sie 2008 mit Politikern der großen Landtagsparteien nach Sarajewo – treibende Kraft hinter dem Projekt ist der aus Mazedonien stammende Imam Benjamin Idriz. Er steht einer Moschee im oberbayerischen Penzberg vor, hat an mehreren Universitäten studiert, spricht viele Sprachen. Er gab kürzlich noch einen Magisterabschluss in islamischer Theologie an, den er laut Bericht von „Report München“ aber nie gemacht hat. Der Bericht deckte zudem Idriz’ Bildungsweg in Einrichtungen auf, die dem radikalen Islam nahestehen. Idriz ist heute gefragter Dialogpartner, will das inzwischen gemeinnützige ZIEM innenstadtnah als Islam-Akademie, Moschee, Museum, Bibliothek und Gemeindezentrum errichten. Laut ZIEM-Faltblatt tritt das Zentrum „für die Glaubensfreiheit aller ein, für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, für unser Grundgesetz“. Emir Scheich Hamad bin Khalifa, Oberhaupt des Wüstenstaats Katar, signalisierte bereits, den Bau finanzieren zu wollen. Auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Penzberger Moschee finanzierte einst ein Emir. Im November weilte nun eine Delegation aus Katar in München. Politische Bedenken gegen den streng nach islamischem Scharia-Recht urteilenden Wüstenstaat als Geldgeber dieser Islamausbildungsstätte Deutschlands schlechthin zerstreuten sich schnell. Der Freistaat Bayern, Katholische und Evangelische Kirche sicherten Unterstützung zu. „Diese Spende bedeutet ja nicht, dass deren System auf unsere Stadtgesellschaft übertragen wird“, so Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) zum Geld vom Golf. Katar besitzt seit 2008 eine katholische Kirche, allerdings ohne Glocken und ohne Kreuze außen. Das ZIEM hingegen sieht ein Minarett mit Halbmond vor.
Im Ringen ums Bürgermeisteramt im nächsten Jahr und angesichts der noch früher anstehenden Landtagswahl im September sieht die CSU-Spitze über solche und andere Widersprüche hinweg. Die Senioren-Union München (SEN) kritisiert allein weiter die „Großmoschee“: „Die Landeshauptstadt soll für dieses Vorhaben städtische Grundstücke zur Verfügung stellen, obwohl die Penzberger Gemeinde, wie auch der Imam, weiter im Verfassungsschutzbericht aufgeführt werden“, schreibt der Bezirksverband in einer Stellungnahme. In Erlangen würden bereits islamische Religionslehrer ausgebildet „und vom Bundesforschungsministe­ri­um in den nächsten fünf Jahren mit vier Millionen Euro gefördert“. Das Zentrum sei daher überflüssig. Vor allem befürchten laut SEN „moslemische Kreise in München, dass ein moderater Euro-Islam im ZIEM wegen des sich ergebenden Fremdeinflusses keine Zukunft haben wird“. Am 9. Februar distanzierten sich die Senioren „nochmals einstimmig vom Projekt ZIEM“. Ihr Vorsitzender, der Münchener Stadt­rat Reinhold Babor (CSU), warnte jetzt eindringlich vor „Größenwahn“. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle reagierte prompt: „eine absolute Einzelmeinung“. Die CSU-Spitze will Kritiker angesichts von Meinungsumfragen, die Münchens Grüne jenseits der 20 Prozent verorten, zum Schweigen bringen. So sagten die Vorsitzenden der Münchner Grünen, Sebastian Weisenburger und Katharina Schulze: „Die erneute Diskussion innerhalb der CSU über das ZIEM zeigt, dass es mit der Liberalität der Münchener CSU nicht weit her ist.“
Wer also diskutieren will, gilt nicht als liberal. Diese Erfahrung machte auch der Journalist und Politiker Michael Stürzenberger, dessen Partei „Die Freiheit“ (DF) ebenfalls Kritik übte. Die Gewerkschaft „verdi“ weigerte sich nun, seinen Presseausweis zu verlängern. Sie hatte Stürzenberger im Juni zusammen mit einem CSU-Mitglied und einem ehemaligen SPD-Mitglied mithilfe der Polizei unter Berufung auf das Hausrecht aus einer Veranstaltung entfernen lassen. „Das Ganze vor Beginn des Vortrags, ohne dass wir einen Ton gesagt hatten. Denunziert von bekannten Linksextremen, die wie Stasi-Schnüffler an der Eingangstür auf uns gedeutet hatten“, so Stürzenberger. Knapp 23000 Unterschriften gegen das ZIEM hat er gesammelt. Der CSU-Oberbürgermeisterkandidat Josef Schmid sagt zu diesem Protest: „Ich unterstelle ,Der Freiheit‘ den gleichen Grad an Ausländerfeindlichkeit wie bei der NPD.“ Dabei kritisierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) 2010 den jetzigen Ini­tiator des Moscheebaus ZIEM in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“: „Die Wahrheit ist, dass nicht irgendwer irgendwelche Kontakte pflegte, sondern dass Herr Idriz persönlich in ständigem telefonischen Kontakt mit Spitzen dieser radikalen Organisationen stand.“ Nun hat sich ein Bündnis von SPD, CSU, FDP und Grünen gegen die Protestierer gegründet, einen „Münchener Apell“ herausgegeben. SV


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Kommentare

Dieter Scheppach:
1.03.2013, 18:17 Uhr

München war schon einmal die Stadt der Bewegung. Das ist Herrn Ude und seinen Gesinnungsgenossen zu wenig. München soll ein zweites mal die Stadt der Bewegung werden. Hitler, Himmler und seine linken Volksgenossen waren die glühensten Islam Verehrer.Na warum wohl? Weil ihre menschenverachtenden Unterwerfunsidiolgien totalitär und sehr ähnlich mit gleicher Zielsetzung waren: nämlich die Vernichtung des Jüdischen Volkes. Das ist heute im Islam nicht anderst.Mit diesen Verbrechern legen sich unsere Linken heute wieder ins gemeinsamme Bett. Die Wahrheit wird vor der Geschichte bestehen. Die neuen Nazis in diesem Lande sind heute antifa und rot-grün lakiert. Ihre Methoden im Umgang mit dem politischen Gegner am Beispiel der Partei die Freiheit sind die gleichen. widerlich. Widerlich!


beppo biersauer:
1.03.2013, 11:06 Uhr

Leider fördern wir diese Dekadenz mittels unseres Obolus an der Tankstelle. Mittels des Petrodollar wird diese "Umvolkung" betrieben und die Moscheen finanziert.
2013 ist das EInführungsjahr für EVs dann wird der Geldstrom fürs Erdöl dünner werden und deren Übermut wird gedämpft.
Weil wir haben unsere Erfindung des El.Stromes bisher unter den Scheffel gestellt und importieren deren Erdöl um damit unsere Luft zu vergiften und unser sauer Verdientes für Islamisierung zu spendieren.


Sandra Baumann:
25.02.2013, 12:01 Uhr

Meine Güte, Deutschland, was wird Dir angetan von Menschen, die einen Eid darauf schwören, Schaden von Deinem Volk abzuwenden. Mich wundert, dass es noch keine Klagen vor dem BVerfG gibt - derartige Aktionen gegen das Volk und damit gegen den geschworenen Eid, dürfen eigentlich nicht ungestraft bleiben. Ansonsten wird es wohl so sein, dass diejenigen Gutesten von allen unter uns sich irgendwann verdutzt die Äuglein reiben werden - wenn die kultursensible Sprache und der Dhimmy-Status per Gesetz festgeschrieben sind. Und dann wird alles wie immer sein: Keiner hat davon gewusst - und niemand hat es so gewollt ... Darauf kann man sich bei diesen Pharisäern vor dem Herrn wenigstens verlassen. Was für ein armseliger Haufen!!!!!!! Na, wir haben Wahl dieses Jahr - das sollten gerade die Menschen in Bayern nicht vergessen!


Dietmar Fürste:
22.02.2013, 13:24 Uhr

Zitat:
"Ob eine Gesellschaft “muslimisch” ist oder nicht, hängt davon ab, wer politisch herrscht . Sind dies die Muslime selbst , dann können sie durchaus Deutschland als ein muslimisches Land ansehen. Das deutsche Volk, dem gegenüber sie dann sehr wohl loyal wären, bestünde dann allerdings nur aus ihnen selbst.
Die Überreste des bisherigen deutschen Volkes wären dann bloß geduldete Dhimmis, eine ethnisch-religiöse Minderheit, der man nach kurzer Zeit absprechen würde, überhaupt “deutsch” zu sein."
Quelle:
Manfred Kleine-Hartlage in seinem Artikel "Deutschenfeindlichkeit" in: korrektheiten.com


Peter MAck:
22.02.2013, 12:36 Uhr

„Wer also diskutieren will, gilt nicht als liberal.“

Wer diskutieren will, muss sich ja wohl vorher schon vieler
Gedankenverbrechen schuldig gemacht haben.

Neusprech, die organisierte Staatskriminalität und die
parlamentarische Diktatur als das letzte Groß Reich der Deutschen:
Das ewiglich bunte Reich!


Björn Wagner:
22.02.2013, 11:30 Uhr

Ein guter Artikel, liebe PAZ. Allerdings sollte man erwähnen, dass die Taqiyya dieses 'Vorzeige'-Imams schon bei seinem Namen anfängt. Dieser niedliche Penzberger Kuschelbär heisst nämlich nicht Benjamin (welcher Moslem - vorallem einer aus einer islamischen Theologenfamilie - gibt seinem Kind denn einen jüdischen Vornamen?), sondern Bajrambejamin Idriz! Im Detail steckt der Deibel..... ;-)


Gerda Madra:
22.02.2013, 10:37 Uhr

Liebe Schreiber der PAZ,
die Presse ist doch noch nicht gleich geschaltet, wie ich annahm. Es ist gut zu wissen, dass es in Deutschland noch Journalisten gibt, die es wagen auch Tatsachen korrekt aufzuzeigen. Deshalb danke ich Ihnen für obigen Artikel.

Speziell in München ist es doch so, dass die faktenbezoigene Kritik der Partei DF mit Michael Stürzenberger gegen den Bau des Ziems von allen Seiten, sei es von den Medien, die sie im günstigsten Fall totschweigen, und den Parteien, die sich nicht zu schade sind unfaire Tricks bis hin zur Verleumdung anzuwenden, alles getan wird um die die Kritiker zu diffamieren. Es ist ein Trauerspie, was sich in München abspieltl und unserer Demokratie unwürdig.

Mit freundl. Grüssen
Gerda Madra


Axel Gunther:
22.02.2013, 09:13 Uhr

Dieses Küngeln mit zwielichtig islamistischen Taquiisten wie diesem Idriz zeigt, in wieweit in D der Zug nach links gefahren ist. Selbst Politiker aus dem konservativen Lager (ohne überhaupt ein fundiertes Wissen oder Kenntnisse über die Geschichte des Islam, sein perfiden Unterwanderungstaktiken und sein Gewaltpotential zu haben) springen auf den Mainstream auf und helfen dieser faschistischen Ideologie sich auszubreiten. Es ist zum Haareraufen mitanzusehen, wie eine Kultur sich so naivdekadent aufgibt. Dazu nur ein Zitat, welches aber 100% den Nagel auf den Kopf trifft:
"Es gibt kein gutmütigeres und leichgläubigeres Volk als die Deutschen. Keine Lüge kann grob genug ersonnen sein, die Deutschen glauben sie. Um einer Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit grösserer Erbitterung als ihre Feinde" (Napoleon)
Noch Fragen?


Deniz Yilmaz:
21.02.2013, 22:06 Uhr

Auch wir brauchen kein Islamzentrum in München. Wir sind in Deutschland und nicht in der Islamischen Welt.

Viele von uns sind hier weil sie NICHT in einem Islamischen Land leben wollen!


Deniz Yilmaz:
21.02.2013, 22:04 Uhr

ja also ich bin gern hier weil ich keinen Islamismus haben will wie in der Türkei!

Und die deutschen Politiker wollen also nun den Islamismus in München voranbringen und ein Zentrum bauen?

Was soll ich davon halten.

Wir brauchen Bildung und Wohnungen für die Bevölkerung und kein Islamzentrum.


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