Weihnachten mit Theodor Fontane

18.12.19

„Gekommen ist der Heil’ge Christ / Die ganze Stadt voll Lichter ist; / Auch unsre sollen brennen. / Die Sorgen weg und zünde an, / Ich will derweil, so gut ich kann, / Dir meine Wünsche nennen.“ Mit diesen Worten spielt Fontane auf die Wünsche an, die er seiner Frau Emilie, für die er dieses Gedicht 1859 schrieb, zu Weihnachten erfüllte. Solch intime Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt Fontanes bietet die neue weihnachtliche Anthologie „Weihnachten bei Fontane“, die Alix Paulsen aus Gedichten, Briefen an seine Familie sowie Auszügen aus den Romanen des Schriftstellers zum Thema Weihnachten und Advent zusammengetragen hat. Dabei hat sie bewusst Werke aus ganz verschiedenen Lebensphasen Fontanes ausgewählt. Auf diese Weise gibt die liebevoll zusammengestellte Sammlung einen lebendigen und vielfältigen Eindruck davon, wie Weihnachten im 19. Jahrhundert gefeiert wurde. So liest man von den Weihnachtsvorbereitungen in der Küche, von Schlittenfahrten im Schnee und natürlich dem familiären Beisammensein in der Adventszeit. Sorgfältig ausgewählte zeitgenössische Holzschnitte illustrieren die Texte und machen den Eindruck der damaligen Zeit noch lebendiger.

L.W.

Alix Paulsen (Hg.): „Weihnachten bei Theodor Fontane“, Husum Verlag 2019, broschiert, 95 Seiten, 5,95 Euro


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