Merkels Verachtung

Wer Sorgen vor dem Islam hat, soll mehr singen und beten, rät die Kanzlerin

26.10.16
Mit Gebeten dem Islam trotzen? Syrischen Christen, wie hier in der Provinz al-Hasake, hat das wenig genützt Bild: pa

Was wie der Ausdruck von Naivität aussieht, ist kalte Berechnung. Merkel will ihren Bürgern Sand in die Augen streuen.

Kanzlerin Merkel rät den Deutschen, die „Sorgen vor dem Islam“ haben, sich zur Weihnachtszeit wieder verstärkt dem christlichen Liedgut  zuzuwenden und die Blockflöte zur Hand zu nehmen, denn sonst ginge uns „ein Stück Heimat verloren“. Die Empfehlung strotzt vor einer bemerkenswerten Naivität, die allerdings im Falle der intelligenten CDU-Chefin bloß vorgetäuscht ist.
Unlängst hatte Merkel Bürgern mit Sorgen vor dem Islam geraten, einfach öfter in die Kirche zu gehen. Der Autor Henryk M. Broder konterte damals: Das hätten die syrischen Christen auch getan. Heute seien viele von ihnen tot. Was die Kanzlerin als Antwort auf die Ausbreitung eines zunehmend aggressiven politischen Islam vorschlägt, ist eine bewusste Ablenkung der Deutschen von der wahren Herausforderung, vor die sie − insbesondere durch Merkels Politik selbst − gestellt werden.
Mit ihren Verweisen auf Kirchgänge und Weihnachtslieder gaukelt Merkel einen friedlichen, religiös-kulturellen Wettbewerb vor, dem mit Glaubensstärke und der Betonung der eigenen Wurzeln allein begegnet werden könne.
Dem politischen Islam aber geht es nicht um einen spirituellen Wettbewerb oder gar um „kulturelle Bereicherung“. Dem politischen Islam geht es um politische Macht. Er will nicht Seelen und Herzen gewinnen, sondern Raum, in welchem er die Macht ausübt und alle Abweichler verfolgen und ausmerzen kann. Diesem Muster folgen auch der türkische Machthaber Erdogan und somit die in Deutschland tätigen religiös-politischen Strukturen der türkischen Regierung.
Die Antwort darauf kann nur in der konsequenten Bekämpfung aller politisch-islamischen Strukturen in Deutsch-
land bestehen. Und in einer ebenso konsequenten Eindämmung der islamischen Zuwanderung, solange sich der politische Islam in der muslimischen Welt immer weiter ausbreitet und mit der islamischen Einwanderung dessen Ausbreitung in Deutschland befördert wird.
Genau dies aber will Angela Merkel mit allen Mitteln verhindern. Sie weigert sich mit aller Sturheit, der massenhaften islamischen Zuwanderung Einhalt zu gebieten und duldet politisch-islamische Frontorganisationen in der ominösen „Deutschen Islamkonferenz“.
Daher streut sie den Deutschen mittels kitschiger Gefühlsappelle und lächerlicher Empfehlungen zum Singen und Beten Sand in die Augen. Dabei tritt zutage, dass sie ihre Bürger für bodenlos kindisch  halten muss, für einen Haufen Einfaltspinsel, der sich selbst mit dem größten Blödsinn noch hinter die Fichte locken lässt. Nur auf der Basis einer solchermaßen ausgeprägten Verachtung des eigenen Volkes kann Merkel ernsthaft glauben, dass diese Irreführung nicht entdeckt und wütend zurückgewiesen wird.      Hans Heckel


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Kommentare

Christian R.:
26.10.2016, 20:30 Uhr

Exzellenter Artikel. Die Syrischen Christen, von denen heute viele tot und vertrieben sind, die genossen unter Bashar al-Assad Frieden und Schutz, obwohl Assad selbst kein Christ war.

In religiös und ethnisch zerspaltenen Staaten ist ein Diktator zumindest sehr viel besser als die selbstzermalmende Anarchie der ungeeinten und ebenfalls oft egomanischen Gegenbewegungen. In der Anarchie regiert das Recht des Stärkeren, und Minderheiten und Frauen sind vogelfrei.

Ich wette die meisten Syrer und Iraker haben heute Sehnsucht nach der alten Stabilität. Der - wenn auch teils ( nicht zu Unrecht ) gehasste - Diktator war bekannt und einschätzbar, aber sorgte für Ordnung.

All denjenigen die jegliche Art von Starker-Mann/Frau Regierung automatisch verunglimpfen sei dies eine Lehre. Auch Diktaturen können Minderheiten schützen, solange sich die letzteren an die Spielregeln halten. Dass westeuropäische Demokratiestrukturen einfach schablonenhaft übertragbar seien, ist eine naive und äusserst gefährliche Vorstellung. Ausgerechnet viele derjenigen Politiker die weit gereist sind, kapieren das scheinbar immer noch nicht.

Unser allzu-sehr auf obergrenzen-lose Individualrechte (wie z.Bsp. Asylanspruch) versteiftes Recht kapituliert vor diesen Herausforderungen, und Merkel haut in dieselbe Kerbe . Viele Eurokraten sind geblendet von den - sich eventuell selbst-abschaffenden - Errungenschaften unserer freiheitlichen Grundordnung. Wie auch viele Ökonomen, meinen die etablierten Politiker es könne immer alles einfach so weiter gehen.

Sie verletzen einen ganz wesentlichen Grundsatz der freien Natur: das was sich nicht wandeln will und sich neuen Gegebenheiten anpasst, das geht unter ! Merkel, die den Amtseid schwur, Gefahr vom Deutschen Volke abzuhalten, scheint diese Verpflichtung geradezu zu verachten und schiebt es aufs Deutsche Volk doch mehr in die Kirche zu gehen.

Hat ausgerechnet unsere Multikulti-dame denn nicht etwa ein ebenfalls eingegrenztes Verständnis von Deutsch-sein ? Die Kirche gehört definitiv zu unserer Kultur, aber längst nicht alle Deutschen sind religiös ! Für wie dumm hält sie das Volk eigentlich ?

Ich habe schon so ein Bild vor Augen: Während draussen der Bürgerkrieg tobt, lässt sich Merkel im Kanzleramt alternativlose Blockflötenmusik vorspielen. "Ach wie schön !", wird sie sagen.


Akira Ozawa:
26.10.2016, 19:46 Uhr

"" Alle Jahre wieder… entdeckt die Kanzlerin christliche Werte und fordert vom Volk ein Glaubensbekenntnis.
Wir sind die Partei mit dem C im Namen. ""

Wie viel " C " ist denn noch in dieser Partei darin?
Oder ist sie auch schon massiv unterwandert?

Beispiel:
Top-Personalvorschlag der CDU - 24.08.2916:
""Insbesondere aufstiegsorientierte Muslimas hat die Union, gefördert durch den Generalsekretär Peter Tauber, . . .
Mit Betül Ulusoy hat die Junge Union in Berlin die bekannteste Muslima des Landes zu bieten, die, Kopftuch tragend, sehr publikumswirksam Einblicke gibt in die Lebens- und Ideenwelt einer kulturkonservativen Generation von leistungswilligen, loyalitätsfähigen, aber sehr religiösen Migranten.""

Für mich steht das "C" in ihrem Parteikürzel AUSSCHLIEßLICH für "CHRISTLICH", incl. konfessioneller Grenzen.

Daher: CDU - Für mich nunmehr für immer unwählbar.

Sie hat sich zu einer Partei mutiert, die angeblich Probleme löst.
Aber es sind Probleme, die ohne diese Partei überhaupt nicht geben würde.
Und die Bevölkerung des Landes wird an der Mitwirkung einer Direkte Demokratie, wo es um elementare Lebensinteressen aller geht, nachhaltig und mit aller politische-medialen Macht ausgesperrt und ausgegrenzt als da sind:

- Europolitik,
- Griechenland-Rettungswahn
- ESM,
- Bankenunion,
- Schuldenunion,
- Zinspolitik der EZB,
- gescheiterte Energiepolitik,
- Geheimverhandlungen von TTIP, CETA, wider den Interessen der deutschen Bevölkerung,
- Gegen das Volk betriebene Politik der illegalen Einwanderung,
- Inkaufnahme von importierten Terrorismus,
- ausufernde Kriminalität (Wohnungseinbrüche) und organisiertes Bandentum (Miri-Clan),
- Verfestigung von Parallelgesellschaften,
- Zerbröckeln bis teilweiser Aufgabe der Inneren Sicherheit (No-Go-Areas),
- zu weiteren Kriminalhandlungen einladende "Kuschel" - Justiz,
- bewußte Plünderung der Sozialkassen insbesondere durch EU-Gesetzgebung,
- marode Infrastruktur,
- desolates Bildungswesen mit absolut maroder Bausubstanz,
- Wenige bis keine wissenschaftlich-technische Spitzenleistungen (universitäre Forschung & Entwicklung,
siehe dazu im Vergleich Singapore, Südkorea, Japan, China)

Letzte Umfrage in Deutschland:
82 % der Bevölkerung lehnen Merkels Politik ab.
Vor allem brauchen sich Bürger, die aus den verschiedensten Gründen die Politik der Bundesregierung entschieden ablehnen, sich weder dafür zu erklären oder zu rechtfertigen - und schon garnicht dafür entschuldigen.


Max Basler:
26.10.2016, 15:50 Uhr

Merkel ist nicht intelligent. Ihre Doktorarbeit ist ein schlechter Witz. Diese Frau ist schwachsinnig. Deutschland wird seit 11 Jahren von einer Idiotin regiert. Das Ergebnis können wir jeden Tag besichtigen.


Pirmin Meier:
26.10.2016, 14:38 Uhr

Als Leser, der einst sehr stark von Reinhold Schneider und den katholischen Heiligen geprägt war, bedeutet mir der Einblick der Heiligen in die Geschichte sehr viel, auch der Satz "Allein den Betern kann es noch gelingen" aus einem einst berühmten Sonett von Reinhold Schneider. Dies war jedoch nie und nimmer mit einem politischen Palliativum zu verwechseln. Man stelle sich vor, Frau Merkel würde in einer Rentendebatte sagen, man solle mehr beten und mehr Lieder singen. Wie würden da wohl die Gewerkschaften reagieren? Karl Marx und Ludwig Feuerbach würden erst noch mit ihrer Kritik an der verlogenen Funktion der Religion recht bekommen, eine Kritik sodann, die Merkel aus ihrer DDR-Sozialisierung bekannt sein muss. Da die Aussage nicht mit dem Entlastungssakrament der Dummheit entschuldigt werden kann, gilt tatsächlich: Umso schlimmer!


Jürgen Umfahr:
26.10.2016, 11:00 Uhr

Vielen Dank, Herr Heckel, für diese wahrlich ins Schwarze treffende Analyse!
Merkels Ergüsse sind wieder blanker Zynismus. Ja, sie hält die Deutschen für Einfaltspinsel und glaubt, uns abspeisen zu können mit Gestammel wie: "Dass die Länder hinter dem Eisernen Vorhang heute wieder Grenzzäune aufstellen, fünde üch örgendwie komösch."

Was ist eigentlich mit den Deutschen, die mit keiner der drei nahöstlichen Buchreligionen mehr was anfangen können?


Dietmar Fürste:
26.10.2016, 09:08 Uhr

Herzlichen Dank für diesen Beitrag, der auch meiner Meinung über Merkel entspricht!
Soweit ich weiss, wird ihr ja auch die Aussage zugeschrieben "der Islam gehört zu Deutschland".
Dass sie als Verwaltungs-Chefin unserer US-Kolonie natürlich der 'Geheimen Migrationsagenda' (siehe gleichnamiges Buch von Friederike Beck) zu folgen hat, sollte nie vergessen werden.
Die Massenzuwanderung aktiver Islam-Gläubiger, nicht
nur nach Deutschland, ist die neue Spielart eines nicht erklärten Kalten Krieges gegen die alten europäischen
Nationen, die der brutalstmöglichen Globalisierung made
in U.S.A. noch im Wege stehen.


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