Unterstützung für Thilo Sarrazin

Doyen der deutschen Islamwissenschaft bespricht »Feindliche Übernahme« positiv in der »Weltwoche«

11.01.19
Seit 1989 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen: Der deutsche Orientalist und Islamwissenschaftler Tilman Nagel Bild: pa

Während die Berliner SPD versucht, Thilo Sarrazin in einem dritten Anlauf wegen dessen Islam-Kritik aus der Partei auszuschließen, erhält dieser jetzt Zuspruch vom Doyen der deutschen Islamwissenschaft. Tilman Nagel hat das letzte Buch des unbequemen deutschen Sozialdemokraten für die Schweizer Wochenzeitung „Die Weltwoche“ sehr positiv rezensiert.

Dass es jetzt wieder Bemühungen gibt, den Querdenker Sarrazin aus der SPD zu entfernen, ist sicher kein Zufall. Sein jüngstes Buch „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ hat das Potenzial, mit Multikulti und linken Utopien aufzuräumen. Bei muslimischen Einwanderern sieht Sarrazin vor allem Defizite bei der Bildung und der Bereitschaft zur Integration. Der Koran rufe zu Gewalt auf, vielleicht auch um den eher schlichten religiösen „Gehalt“ des Islam zu überdecken, schreibt Sarrazin.
Nagel, der Doyen der deutschen wissenschaftlichen Islamforschung, emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen sowie Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, hat dem Buch jüngst in der Züricher „Weltwoche“ unter dem Titel „Sarrazins Wahrheiten über den Islam“ eine Rezension gewidmet, die Linke erschaudern lassen muss. Bevor hierzulande islamischer Einfluss an Macht gewonnen hatte, mag „links“ noch Freiheit bedeutet haben, schreibt Nagel. Aber mit der Etablierung des Islams infolge immerwährender vom Gewalt-Islam verursachter Flüchtlingsströme bedeutet Ordnungsverlust die nahtlose Machtübernahme des politischen Islam. Nagel findet in dem Werk von Sarrazin sehr viele höchst umsichtige und weltkluge Erklärungen zum Islam.
Was Sarrazin in seiner „Feindlichen Übernahme“ beschreibt, wie das seit spätrömischer Zeit christlich beeinflusste und dadurch entscheidend geprägte Europa seine Seele verlieren würde, wenn der Islam hierzulande an Einfluss gewänne, das beschreibt Nagel wissenschaftlich exakt aus der Koranexegese und der Interpretation der Islamgeschichte in seinem neuen Buch „Was ist der Islam? Grundzüge einer Weltreligion“. Dennoch wird dieses Wissen, trotz der Warnung ausgewiesener Fachleute in großen Teilen der deutschen Öffentlichkeit beharrlich ausgeblendet und ausgeschlossen. Dabei gibt die Entwick­lung der Türkei das beste Beispiel dafür. Dort lag einst eines der beiden wichtigsten Zentren des Christentums und dessen Kultur im einst uneinnehmbar geglaubten Konstantinopel. Nach der feindlichen Übernahme der Stadt ab 1453 durch die muslimischen Osmanen ist daraus das heutige Istanbul geworden, eine auf brutalste Weise entchristlichte Metropole ohne Seele, eine Menschheitstragödie. Istanbul ist ein Musterbeispiel für eine auch anderen Städten und Regionen drohende Islamisierung.
Der profilierte Wissenschaftler Nagel gibt Sarrazin Recht, wenn dieser behauptet, dass in den islamischen Staaten die Bevölkerung schneller wachse als in vergleichbaren nichtislamischen Staaten, dass die Leistungen der Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen in islamischen Staaten erschreckend gering seien, dass Presse- und Meinungsfreiheit stark gefährdet oder nicht existent seien, dass erhebliche Ressourcen für die Unterwerfung der Bevölkerung, vor allem der nichtmuslimischen Minderheiten, unter islamisch legitimierte Despotien verschwendet würden. Das muslimische Bildungsideal liege weitgehend im Verzicht auf eigenes Denken, der Unterwerfung der Gesellschaft und aller ihrer Glieder unter Allah. Das betreffe auch islamische Theologie, die es deshalb nicht gebe.
Nagel weist auf den „Kriegsindex“ des Danziger Soziologen Gunnar Heinsohn hin, den auch Sarrazin zitiert. Der Jugendüberhang, also das Verhältnis von jungen Männern zwischen 15 und 20 Jahren, zu den alten zwischen 55 und 60, beträgt in Europa 0,8, in Afghanistan hingegen 6,0. Europa konnte einst seinen Bevölkerungsüberschuss durch Bildung und Entwicklung in eine positive Richtung lenken. Das kann der Islam bei dem dort herrschenden Bildungsideal nicht. Daraus folgt ein erhebliches Konfliktpotenzial, das sich in zerstörerischen Unruhen und Kriegen mit Flüchtlingsströmen entladen wird. Während die von Europa einst ausgegangenen Auswanderungsströme die Welt kultivierten und zivilisierten, wollen die vom Islam heute ausgelösten Flüchtlingsströme die Welt unterwerfen.    Bodo Bost


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Kommentare

Michael Mechtel:
12.01.2019, 14:54 Uhr

Typisch. Es ist ein emeritierter Professor, der es wagt, sich gegen den Mainstream zu stellen. Betonung auf 'emeritiert'! Die Kollegen, die noch in Lohn und Brot stehen, ziehen es wohl vor, sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen.

Die Frage drängt sich auf, was eine solch angepasste Zurückhaltung eigentlich für die Qualität der Wissenschaft bedeutet, die in diesem Klima entsteht!


Dietmar Fürste:
11.01.2019, 07:01 Uhr

Guter Beitrag, der den Herrschaftsanspruch des Islam bloßstellt:

'Islam' bedeutet bekanntlich "Unterwerfung", und das eben nicht nur unter die Lehren des Propheten im religiösen Sinn, sondern auch unter dessen immanenten Anspruch, in einer vom Islam dominierten Gesellschaft
jeden (noch) laizistischen Staat in einen Gottestaat zu transformieren - nach den Lehren des Propheten, überliefert im Koran.

Mit diesem Ziel unterscheidet sich der Islam von so ziemlich jeder anderen Religion, die bekanntlich auf der Glaubensfreiheit des Einzelnen gründet, ohne sogleich dessen Mitwirkung an einer Transformation des Staates und der Gesellschaftsordnung einzufordern.

Die Militanz dieses Auftrages sollte nicht unterschätzt werden, sie enthält eine Alternativlosigkeit und einen Absolutheitsanspruch, der auch für jede Diktatur typisch ist und bedeutet Rückkehr zu mittelalterlichen Gesellschafts-Strukturen wie Patriarchat, Zurücksetzung der Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft und das Befolgen eines Ehren-Kodex bis hin zum Mord an nicht gehorsamen eigenen Angehörigen.


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